Rattelsdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Rattelsdorf
Rattelsdorf
Deutschlandkarte, Position des Marktes Rattelsdorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 1′ N, 10° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 259 m ü. NHN
Fläche: 39,6 km2
Einwohner: 4595 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96179
Vorwahlen: 09547, 09533
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 174
Marktgliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Grabenstraße 26
96179 Rattelsdorf
Webpräsenz: www.markt-rattelsdorf.de
Bürgermeister: Bruno Kellner (VU)
Lage des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Rattelsdorf ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Bamberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rattelsdorf liegt in der Region Oberfranken-West im unteren Itzgrund.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rattelsdorf gliedert sich in 13 Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahlen, Stand: 2017[2])[3]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Busendorf, Ebing, Höfen b. Rattelsdorf, Medlitz, Mürsbach, Rattelsdorf, Daschendorfer Forst.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Itzgrund (Landkreis Coburg), Ebensfeld, Zapfendorf, Breitengüßbach, Baunach, Reckendorf, Rentweinsdorf und Untermerzbach (beide Landkreis Haßberge, Unterfranken).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich erwähnt wurde „Ratolfestor“ erstmals im Jahr 783 und am 3. Februar 800.[4] Bis zur Säkularisation 1803 besaß das dem Hochstift Bamberg inkorporierte Benediktinerkloster Michelsberg die Ortsherrschaft in Rattelsdorf. Zum Bistum Würzburg gehörte die kirchliche Gerichtsbarkeit und der Pfarrer. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[5] Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1972 gehörte Rattelsdorf zum Landkreis Staffelstein. Der Ortsteil Höfen mit Höfenneusig und Freudeneck sowie Mürsbach mit Zaugendorf und Helfenroth gehörten jedoch bis 1972 zum Landkreis Ebern und damit zu Unterfranken.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Busendorf und Medlitz eingegliedert.[6] Ebing, Höfen und Mürsbach kamen am 1. Mai 1978 hinzu.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 3152 Einwohner
  • 1970: 3413 Einwohner
  • 1987: 3987 Einwohner
  • 1991: 4152 Einwohner
  • 1995: 4406 Einwohner
  • 2000: 4566 Einwohner
  • 2005: 4618 Einwohner
  • 2010: 4478 Einwohner
  • 2015: 4592 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2005 Bruno Kellner (Vereinigtes Umland) aus Freudeneck. Sein Vorgänger war seit 1990 Gerhard Jäger (SPD), der sich 2002 mit 63,54 % der Stimmen gegen seinen Gegenkandidaten Siegbert Tscherner (Ebinger Liste) durchsetzte.

Bei der Bürgermeisterwahl 2011 konnte sich im ersten Wahlgang keiner der vier Kandidaten mit einer absoluten Mehrheit durchsetzen. Daher kam es am 10. April 2011 zu einer Stichwahl zwischen dem Bürgermeister Bruno Kellner (Vereinigtes Umland) und Reinhard Schmid (SPD). Bruno Kellner siegte dabei mit 56,8 % der Stimmen, Reinhard Schmid erreichte 43,2 %. 2017 wurde Kellner ohne Gegenkandidaten mit 82,7 % der Stimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern, die sich wie folgt aufteilen:

  • Ebinger Liste 4 Sitze
  • CSU 4 Sitze
  • SPD 3 Sitze
  • Vereinigtes Umland 3 Sitze
  • Christliche-Wähler-Union Rattelsdorf 2 Sitze

Gemeinderatswahl 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat bestand aus 16 Mitgliedern, die sich wie folgt aufteilten:

  • Ebinger Liste 4 Sitze
  • CSU 4 Sitze
  • SPD 3 Sitze
  • Vereinigtes Umland 3 Sitze
  • Christliche-Wähler-Union Rattelsdorf 2 Sitze

Die Christlich-Bürgerliche-Wählergruppe trat zur Wahl nicht mehr an.

Im April 2009 trat Siegbert Tscherner aus der Ebinger Liste aus und war seitdem fraktionsloser Gemeinderat.

Gemeinderatswahl 2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat bestand aus 16 Mitgliedern, die sich wie folgt aufteilten:

  • Ebinger Liste 4 Sitze
  • CSU 4 Sitze
  • SPD 3 Sitze
  • Christliche-Wähler-Union 2 Sitze
  • Vereinigtes Umland 2 Sitze
  • Christlich-Bürgerliche-Wählergruppe 1 Sitz

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber auf grünem Boden eine rote Kirche mit Dachreiter und blauen Dächern, davor stehend ein grüner Nadelbaum; aus dem rechten Schildrand hervorbrechend ein schwarz bekleideter Arm, der ein schwarzes Kreuz hält.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt Rattelsdorf hat vier Brauereien: die Schwanenbräu in Ebing, die Brauerei Endres in Höfen, die Sonnenbräu in Mürsbach und die Brauerei Fischer in Freudeneck (die kleinste Ortschaft im Landkreis Bamberg, die eine Brauerei hat). In allen vier Brauereigaststätten gibt es fränkische Bier- und Brotzeitspezialitäten. Im Gemeindeteil Medlitz bestand bis 1986 die Brauerei Schwarzer Adler und im Gemeindeteil Mürsbach bis 2002 die Brauerei Feiler.

Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 318 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1673. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 108 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1729 Hektar, davon waren 1294 Hektar Ackerfläche und 434 Hektar Dauergrünfläche.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehren gibt es in Busendorf, Ebing, Hilkersdorf, Höfen, Medlitz, Mürsbach, Rattelsdorf und Zaugendorf.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 4. Rattelsdorf hatte zwischen dem 1. Oktober 1913 und dem 28. September 1975 einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Breitengüßbach–Dietersdorf. Vorübergehend war auch der Bau eines Verkehrslandeplatzes nördlich von Rattelsdorf auf Landkreisebene im Gespräch. Entsprechende Pläne wurden aber nach Bürgerprotesten inzwischen fallen gelassen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • 175 Kindergartenplätze mit 153 Kindern
  • eine Volksschule mit 17 Lehrern und 367 Schülern

Söhne und Töchter des Marktes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Gunzelmann: Rattelsdorf im Bild historischer Karten und Pläne. In: HBL 16 1+2/2004, S. 53–66 (PDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rattelsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Einwohnerzahlen der Ortsteile von Rattelsdorf
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/223623&attr=OBJ&val=1129
  4. Geschichte von Rattelsdorf
  5. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 575.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.