Ratzert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ratzert
Ratzert
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ratzert hervorgehoben
Koordinaten: 50° 39′ N, 7° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Puderbach
Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 2,78 km2
Einwohner: 229 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57614
Vorwahl: 02684
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 058
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 13
56305 Puderbach
Webpräsenz: www.ratzert.de
Ortsbürgermeister: Gerd Schumacher
Lage der Ortsgemeinde Ratzert im Landkreis Neuwied
Neuwied Buchholz (Westerwald) Asbach (Westerwald) Windhagen Neustadt (Wied) Rheinbreitbach Unkel Bruchhausen (Landkreis Neuwied) Erpel Vettelschoß Linz am Rhein Kasbach-Ohlenberg Ockenfels Sankt Katharinen (Landkreis Neuwied) Dattenberg Leubsdorf (am Rhein) Bad Hönningen Rheinbrohl Hammerstein (am Rhein) Leutesdorf Isenburg (Westerwald) Kleinmaischeid Großmaischeid Stebach Marienhausen Dierdorf Oberdreis Woldert Rodenbach bei Puderbach Ratzert Niederwambach Steimel Döttesfeld Puderbach Dürrholz Hanroth Raubach Harschbach Niederhofen Dernbach (Landkreis Neuwied) Urbach (Westerwald) Linkenbach Breitscheid (Westerwald) Waldbreitbach Roßbach (Wied) Hausen (Wied) Datzeroth Niederbreitbach Hümmerich Oberhonnefeld-Gierend Oberraden Straßenhaus Kurtscheid Bonefeld Ehlscheid Rengsdorf Melsbach Hardert Anhausen Rüscheid Thalhausen Meinborn Nordrhein-Westfalen Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Ahrweiler Landkreis Mayen-Koblenz Koblenz Marienhausen WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild

Ratzert ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Puderbach an. Zu Ratzert gehört der Ortsteil Brubbach.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt ein wenig abseits der großen Verkehrsadern nördlich von Puderbach am Rande des Naturparks Rhein-Westerwald. Durch den Ort, dessen Bebauung leicht nach Süden und Osten hin ansteigt, fließt in südwestliche Richtung der Wambach. Zu Ratzert gehören der westlich liegende Ortsteil Brubbach sowie der Wohnplatz Waldhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Ratzert wird 1270 zum ersten Mal erwähnt. Man trifft zu dieser Zeit ebendort den Ludwig von Ratzert (Razerode), der die Richtigkeit einer Urkunde bezeugt. Ratzert war ein Einzelhof, der von Heinrich Stoggeleid und dessen Ehefrau Beatrix besessen wurde. Damals und in der Folge stand die Familie Stoggeleid in saynischen Diensten. Contze von Ratzert (Raitzroide) gehörte 1478 (11.3.) dem Ortsadel an. Er schuldete seinem saynischen Herrn die Herbstbede. Im Jahre 1589 fanden sich in Ratzert insgesamt acht Seelen, von denen einer saynisch war. Ratzert gehörte von jeher zum Kirchspiel Niederwambach. Erstmals stößt man 1612 auf einen wiedischen Hof, den Hermann II. von Wied eigentümlich innehatte. In Ratzert insgesamt standen 1843 siebzehn Wohnhäuser, 1895 dann schon 38 Wohnhäuser mit 163 Einwohnern. Diese waren stets an die Mühle zu Niederwambach gebannt. Die Kinder gingen zur Kirchspielsschule in Niederwambach. 1870 wurde zu Ratzert für 3740 Taler die erste Schule erbaut. Im Jahre 1891 wird Ratzert als die ärmste Gemeinde des Westerwaldes bezeichnet.

Kulturdenkmäler

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Ratzert

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Ratzert, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][3]

Jahr Einwohner
1815 136
1835 121
1871 183
1905 166
1939 151
1950 177
Jahr Einwohner
1961 160
1970 228
1987 203
1997 253
2005 241
2015 229

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ratzert besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Neuwied an der Bundesautobahn 3. Der nächstgelegene ICE-Bahnhof ist in Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Hardt, Vom Holzbach zur Wied, Geschichte des Puderbacher Landes, Puderbach 1992, Seite 432 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ratzert – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 33 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen