Raubtier (Band)

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Raubtier
Allgemeine Informationen
Genre(s) Metal
Gründung 2008
Website www.raubtier.se
Gründungsmitglieder
Pär Hulkoff
Mathias „Buffeln“ Lind
Aktuelle Besetzung
Gesang, E-Gitarre, Keyboard
Pär Hulkoff
Schlagzeug
Mathias Lind
Jonas Kjellgren (seit 2011)
Ehemalige Mitglieder
E-Bass
Thorbjörn Englund (2009–2010)
E-Bass
Gustaf Jorde (2010–2011)
E-Bass
Hussni Mörsare (2010)
E-Bass
Waylon

Raubtier (Eigenschreibweise: ЯaubtieR) ist eine schwedische Metal-Band, die 2008 in Haparanda gegründet wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Metal-Bands sind die Songtexte, abgesehen von Dragunov, ausnahmslos auf Schwedisch.[1] Raubtier veröffentlicht ausschließlich in Skandinavien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 wurde Raubtier von den ehemaligen Viperine-Mitgliedern Pär Hulkoff, der die Stücke schreibt, Gitarre und Keyboard spielt und zudem der Sänger der Band ist, und dem Schlagzeuger Mathias Lind gegründet. Aktueller Bassist ist Jonas Kjellgren. Alle Bandmitglieder sind laut eigener Aussage an der Entstehung der Songs beteiligt.

Hulkoff kam auf den Namen „Raubtier“, als er in Berlin seinen Bruder besuchte; sie sahen sich den Film Predator an und Hulkoff war der Meinung, dass die deutsche Übersetzung des Titels ein guter Bandname sei.[2]

Nachdem die erste Single Kamphund von den Hörern des schwedischen Radiosenders Bandit Rock erfolgreich aufgenommen wurde, veröffentlichte die Band am 25. März 2009 ihr erstes Album Det finns bara krig („Es gibt nur Krieg“). Zu dem Album erschienen zwei Musikvideos mit den Songs Kamphund und Achtung Panzer. Später wurden aus dem Album zwei weitere Singles, Achtung Panzer und Legoknekt („Söldner“), ausgekoppelt.

Die nächste Single, Världsherravälde („Weltherrschaft“), erschien am 19. April 2010 und war schon Teil des zweiten Albums, Skriet Från Vildmarken („Der Schrei aus der Wildnis“ oder „Ruf der Wildnis“), das am 22. September 2010 in den Handel kam. Das Video zu Världsherravälde entstand unter der Regie des schwedischen Fotografen Bingo Rimér.

Zudem hat die Band gemeinsam mit dem Scar-Symmetry-Bassisten Kenneth Seil ihr Country-Nebenprojekt Bourbon Boys.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Texte sind geprägt von Pär Hulkoffs Erfahrungen als Infanterist der schwedischen Armee und Jäger. Trotzdem diese teilweise martialisch anmuten, distanziert sich die Band auf ihrer Website von Gewalt, ebenso von Rassismus.[3] Oft werden Parallelen zu Rammstein gezogen.[4]

Lex J. Oven schrieb am 20. März 2016 für metalunderground.at:

„RAUBTIER ist eine etwas speziellere Combo aus Schweden. Das Grundgerüst besteht aus kalten, sterilen, toten, Rammstein-Riffs, zu denen im Knurrgesang schwedische Lyrics mit rrrrollendem ‚R‘ dargeboten werden. Die Keyboards sorgen dabei für die Melodie.

Erstaunlicherweise kommen dabei aber unglaublich eingängige Nummern heraus, die man nach dem ersten Hören kaum mehr los wird und trotz mangelnder Schwedisch-Kenntnisse gleich mitgröhlen möchte.[5]

Lex J. Oven

Beziehungen zu anderen Bands und Musikern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Pär Hulkoff und dem Bassisten der Power-Metal-Band Sabaton, Pär Sundström, besteht eine gute Freundschaft. So spielte Raubtier im Dezember 2010 im Vorprogramm der „World War Tour“ der Gruppe, die durch mehrere skandinavische Länder führte.[6] Am 8. Mai 2012 wurde das dritte Studioalbum Från Norrland Till Helvetets Port veröffentlicht. Weil die beiden Gitarristen von Sabaton die Band 2012 verlassen wollten, rief Sundström Hulkoff an, mit der Intention, ihn als Gitarristen für Sabaton zu gewinnen, doch Hulkoff lehnte aufgrund seiner Arbeit mit Raubtier ab. Wenig später rief Hulkoff zurück, um ihm Englund zu empfehlen und dessen Nummer zu geben. Nach einem Treffen mit Joakim Brodén und Sundström in Stockholm wurde Englund Teil der Band.[7] 2014 wurde En hjältes väg von Sabaton als Bonustitel für das Album Heroes aufgenommen.

Der schwedische Multiinstrumentalist Snowy Shaw sang Opus Magni mit Hulkoff als Duett auf dem Raubtier-Album Pansargryning. Hulkoff trat in Shaws Video Alcoholocaust auf.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen
SchwedenSchweden SE
2009 Det Finns Bara Krig
(CD; BD Music) Re-Release 2012 durch Despotz Records
17
(1 Wo.)
2010 Skriet Från Vildmarken
(CD; Rattlesnake Productions) Re-Release 2012 durch Despotz Records
14
(3 Wo.)
2012 Från Norrland Till Helvetets Port
(CD/LP; Despotz Records)
4
(6 Wo.)
2014 Pansargryning
(CD/LP; Despotz Records)
5
(8 Wo.)
2016 Bärsärkagång
(CD/LP; Despotz Records)
3
(4 Wo.)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Bestia Borealis (Best-Of CD; Despotz Records)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Kamphund (2:26)
  • 2009: Achtung Panzer (3:34)
  • 2009: Legoknekt (3:08)
  • 2010: Världsherravälde (3:58)
  • 2010: Lebensgefahr (3:44)
  • 2010: K3 (3:11)
  • 2012: Låt Napalmen Regna (3:26)
  • 2012: Sveriges Elit (3:55)
  • 2013: Qaqortoq (3:52)
  • 2013: Skjut, Gräv, Tig (2:45)
  • 2014: Panzarmarsch (3:32)
  • 2014: Innan löven faller (4:09)
  • 2014: K-3 (3:11)
  • 2015: Den sista kulan (3:57)
  • 2015: Bothniablod (4:30)
  • 2016: Brännmärkt (2:59)

Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Kamphund (Regie: Daniel Kask)
  • 2009: Achtung Panzer (Regie/Produktion: Harry Huhtanen)
  • 2010: Världsherravälde (Regie: Bingo Rimér)
  • 2011: En Hjältes Väg (Regie: Peter Mattsson)
  • 2012: Sveriges Elit (Regie/Produktion: Pär Hulkoff)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.minradio.se/metalbox/nyheter/musiknyheter/intervjumedraubtier.html (Memento vom 29. März 2009 im Internet Archive) abgerufen am 9. Oktober 2012 (Schwedisch/Englisch)
  2. Sweden Rock Festival: 2011 – Lördag – Interview with Raubtier In: youtube.com
  3. http://www.raubtier.se/band.html (Memento vom 28. September 2010 im Internet Archive) abgerufen 9. Oktober 2012 (Schwedisch/Englisch)
  4. Katrin Riedl: Raubtier Bärsärkagång Kritik im Metal Hammer, abgerufen am 28. Juli 2017
  5. Lex J. Oven: Raubtier – Bärsärkagång in: metalunderground.at, 20. März 2016, abgerufen am 16. Juli 2017.
  6. Sabaton – World War Tour 2010 (Memento vom 30. Mai 2011 im Internet Archive)
  7. Maria Voutiriadou, Dimitris Kontogeorgakos: Sabaton – Pär Sundström, Thobbe Englund, in: metalkaoz.com, abgerufen am 10. Juli 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]