Rauer Alant

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Rauer Alant
Rauer Alant, Blütenkörbchen mit gelben Zungen- ung Röhrenblüten.

Rauer Alant, Blütenkörbchen mit gelben Zungen- ung Röhrenblüten.

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Inuleae
Gattung: Alante (Inula)
Art: Rauer Alant
Wissenschaftlicher Name
Inula hirta
L.
Habitus, gut erkennbar ist die Behaarung.

Der Raue Alant oder Rauhaarige Alant (Inula hirta) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae), die sich vor allem durch die allseits raue Behaarung auszeichnet. Sie ist kontinental auf mageren, trockenen Böden verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Rauen Alant handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimeter erreichen kann. Die ganze Pflanze (Blätter und Stängel) ist stark rauhaarig. Die etwas ledrigen Laubblätter sind schmal elliptisch, mehr oder weniger ganzrandig und beidseitig behaart. Die oberen Stängelblätter haben einen verschmälerten oder abgerundet sitzenden Grund, sind aber nicht stängelumfassend. Häufig besitzen sie eine hervortretende Aderung.

Die Blütenkörbchen stehen alleine, selten auch in Gruppen von bis zu dreien am Ende der Stängel. Sie haben einen Durchmesser von 2 bis 5 Zentimeter. Die steifhaarigen Hüllblätter sind alle fast gleich lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rauhaariger Alant ist von Westasien über Ost- und Südosteuropa bis nach Mitteleuropa verbreitet. In Deutschland erreicht er die Westgrenze seines Verbreitungsgebietes.

Diese Art wächst auf Trocken- oder Halbtrockenrasen in oder in der Nähe von lichten Eichen- oder Kiefernwäldern. Sie zieht kalkhaltige Böden vor. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Potentillo albae-Quercion petraeae, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Geranion sanguinei oder Festucion valesiacae vor.[1]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Art bildet gelegentlich Hybriden mit dem Weidenblättrigen Alant (Inula salicifolia).

Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz Deutschland. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4
  • Werner Rothmaler: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen, 14. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-060-12539-2.
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8252-1828-7

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 922.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]