Raulhac

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Raulhac
Wappen von Raulhac
Raulhac (Frankreich)
Raulhac
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Cantal
Arrondissement Aurillac
Kanton Vic-sur-Cère
Gemeindeverband Cère et Goul en Carladès
Koordinaten 44° 54′ N, 2° 39′ OKoordinaten: 44° 54′ N, 2° 39′ O
Höhe 539–995 m
Fläche 16,98 km2
Einwohner 276 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 16 Einw./km2
Postleitzahl 15800
INSEE-Code

Raulhac – Ortsansicht

Raulhac (okzitanisch: gleichlautend) ist ein französischer Ort und eine Gemeinde mit 276 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Cantal in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Raulhac gehört zur historischen Region des Carladès.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Raulhac liegt am Flüsschen Goul in einer Höhe von ca. 740 m ü. d. M. Die Entfernung nach Aurillac beträgt ca. 30 km (Fahrtstrecke) in westlicher Richtung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 910 1.017 953 602 332 298

Der Bevölkerungsrückgang im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf den Verlust an Arbeitsplätzen infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Raulhac diente jahrhundertelang den ausschließlich landwirtschaftlich orientierten und sich selbstversorgenden Weilern (hameaux) und Einzelgehöften in der Umgebung als Handwerks-, Handels- und Dienstleistungszentrum. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine nicht unbedeutende Rolle für das Wirtschaftsleben des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter gehörte Raulhac zur Vizegrafschaft Carlat; die Grundherrschaft befand sich sukzessive in den Händen der Armagnaken (1414–1477), der Bourbonen (1495–1505) und der französischen Krone (1531–1643). Im Jahr 1643 erhob der französische König Ludwig XIII. das Carladès zur Grafschaft und gab es der in Monaco residierenden Familie Grimaldi zum Lehen; diese behielt es bis zum Ausbruch der Französischen Revolution.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Château de Messilhac
Château de Cropières
außerhalb
  • Das im Süden der Gemeinde liegende Château de Messilhac (44° 52′ 27″ N, 2° 38′ 0″ O) stammt aus dem 13. Jahrhundert; der dreigeschossige heutige Bau mit seinen beiden Seitentürmen entstand jedoch erst im 16. Jahrhundert. Das in Privatbesitz stehende Landschloss ist seit dem Jahr 1921 als Monument historique eingestuft.[2]
  • Ein weiterer Landsitz ist das Château de Cropières im Norden der Gemeinde (44° 55′ 23″ N, 2° 39′ 38″ O). Es stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde jedoch von seinen jeweiligen Besitzern bis ins 18. Jahrhundert immer wieder umgebaut und durch Anbauten erweitert. Das Obergeschoss enthält einen Saal mit Malereien (Jagdszenen etc.) Die Anerkennung als Monument historique erfolgte im Jahr 1986.[3]
  • Weitere Bauten sind das Château du Mas de Raulhac, das Manoir de Valduchez und das zu einem charmanten Landhotel umgebaute Château de Courbelimagne.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernard Poulhès: L'Ancien Raulhac depuis ses origines jusqu’à la Révolution. 2 Bände, Le Livre d’histoire.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Raulhac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Église Saint-Pierre, Raulhac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Château de Messilhac, Raulhac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Château de Cropières, Raulhac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)