Raymond Danon

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Raymond Serge Danon (* 14. April 1930 in Paris) ist ein heute inaktiver, französischer Filmproduzent.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Industriellensohn Raymond Serge Danon besuchte diverse Schulen in seiner Heimatstadt Paris (Lycée Janson-de-Sailly, Ecole supérieure de préparation aux affaires, Ecole technique d’aeréonautique et de construction automobile) und schlug nach seinem Abitur zunächst eine Karriere in der freien Wirtschaft ein. Von 1952 bis 1959 bekleidete er in Afrika die Position eines Verwalters im Textilvertrieb, anschließend (1960) wechselte Danon in die Filmwirtschaft und wurde oberster Chef (offizieller Titel: Président-directeur général) seiner Produktionsfirma ‘Les films Copernic’. Ab 1967 stand er mit derselben Position seiner Firma ‘Lira Films’ vor. Von 1964 bis 1969 fungierte Raymond Danon überdies als Generaldirektor der Filmstudios in Boulogne bei Paris sowie (1969-71) der Gesellschaft ‘Sotexco 5’. 1973 wechselte er für zwei Jahre als Präsident an die Konzernspitze der Unifrance-Film und wurde 1976 Chef der Interessensvertretung von Frankreichs Filmproduzent und -exporteure.

Von Anbeginn seiner Produzententätigkeit stellte Danon mit seinen Firmen ‘Copernic’ bzw. ‘Lira Films’ hochkarätig besetzte Mainstream-Unterhaltung her und arbeitete in den 1960er und 1970er Jahren nahezu durchgehend mit den prominentesten Kassenstars seines Landes zusammen, darunter Jean Gabin („Monsieur“, „Herr auf Schloß Brassac“, „Balduin, das Nachtgespenst“, „Die Katze“), Louis de Funès (diverse ‘Balduin’-Lustspiele), Robert Hossein („Grausame Hände“, „Herr auf Schloß Brassac“, „Ich tötete Rasputin“, „Schüsse aus der Manteltasche“, „Die Schamlosen“), Alain Delon („Mit teuflischen Grüßen“, „Der Sträfling und die Witwe“, „Der Schocker“, „Die Löwin und ihr Jäger“, „Eiskalt wie das Schweigen“, „Der Zigeuner“, „Mr. Klein“, „Der Antiquitätenjäger“), Brigitte Bardot („Oh, diese Frauen“), Romy Schneider („Die Dinge des Lebens“, „Die Geliebte des anderen“, „Das Mädchen und der Kommissar“, „Sommerliebelei“, „Le train“, „Trio infernal“), Michel Piccoli („Die Dinge des Lebens“, „Das Mädchen und der Kommissar“, „Vincent, François, Paul und die anderen“), Simone Signoret („Die Katze“, „Der Sträfling und die Witwe“, „Die Löwin und ihr Jäger“, „Madame Rosa“), Jean-Paul Belmondo („Der Mann aus Marseille“), Annie Girardot („Das späte Mädchen“, „Der Schocker“), Yves Montand („Vincent, François, Paul und die anderen“, „Die schönen Wilden“), Philippe Noiret („Das späte Mädchen“, „Der Uhrmacher von St. Paul“, „Der Richter und der Mörder“), Jean-Louis Trintignant („Mord paßt nicht in sein Konzept“, „Le train“, „Computer morden leise“), Catherine Deneuve („Allein mit Giorgio“, „Die schönen Wilden“), Michel Serrault („Tod eines Schiedsrichters“), Gérard Depardieu („Vincent, François, Paul und die anderen“) und Charles Aznavour („Schüsse aus der Manteltasche“).

Gelegentlich holte sich Danon für seine Arbeiten auch Stars aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum, darunter Samantha Eggar & Oliver Reed (für „Die Dame im Auto mit Brille und Gewehr“) sowie Charles Bronson & Anthony Perkins (für „Der Mörder hinter der Tür“). Zahlreiche seiner Arbeiten entstanden in Co-Produktion mit der Bundesrepublik Deutschland und mit Italien. Für sein einfühlsames Frauenporträt „Madame Rosa“ mit Simone Signoret konnte er 1978 in Hollywood den Oscar in der Sparte ‘Beste fremdsprachige Produktion’ in Empfang nehmen. Nach diesem großen Erfolg unterbrach Danon überraschenderweise seine Produktionstätigkeit für fünf Jahre und zog sich, nach seiner Rückkehr 1982, im Laufe der 80er Jahre sukzessive aus dem Filmgeschäft zurück. Raymond Danons Tochter Géraldine Danon arbeitet als Schauspielerin und Schriftstellerin.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Who's Who in France. Dictionnaire biographique,16. Ausgabe 1983-84. Editions Jacque Lafitte, Paris. S. 385

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]