Razavi-Chorasan

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خراسان رضوی
Razavi-Chorasan
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Lage der Provinz Razavi-Chorasan im Iran
Basisdaten
Staat Iran
Hauptstadt Maschhad
Fläche 118.851 km²
Einwohner 6.434.501 (Volkszählung 2016)
Dichte 54 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 IR-30

Koordinaten: 36° 17′ N, 59° 36′ O

Moschee in Maschhad

Razavi-Chorasan bzw. Chorāsān-e Razawī (persisch خراسان رضوی, DMG Ḫorāsān-i Rażavī) ist eine iranische Provinz im Nordosten des Landes. Die Hauptstadt ist Maschhad.

In der Provinz leben 6.434.501 Menschen (Volkszählung 2016). Die Fläche der Provinz erstreckt sich auf 118.851 Quadratkilometer. Die Bevölkerungsdichte beträgt 54 Einwohner pro Quadratkilometer.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Razavi-Chorasan liegt im nordöstlichen Teil des Iran. Wichtige Städte in der Provinz sind Ghouchan, Dargaz, Chenaran, Sarakhs, Fariman, Torbat-e Dschām, Taybad, Khaf, Rashtkhar, Kashmar, Bardaskan, Nischapur, Sabzevar, Gonabad, Kalat und Khalil Abad.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsbezirke von Razavi-Chorasan

Razavi-Chorasan gliedert sich in 28 Verwaltungsbezirke (Schahrestan):[1]

  • Bajestan
  • Bakharz
  • Bardeskan
  • Binalud
  • Chenaran
  • Dargaz
  • Davarzan
  • Fariman
  • Firuzeh
  • Gonabad
  • Joghatai
  • Jowayin
  • Kalat
  • Kaschmar
  • Khaf
  • Khalil Abad
  • Khushab
  • Mahvalat
  • Maschhad
  • Neyshabur
  • Quchan
  • Raschtkhar
  • Sabzevar
  • Sarakhs
  • Taybad
  • Torbat-e-Heydariyeh
  • Torbat-e Dschām
  • Zaveh
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Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Provinz besteht zum größten Teil aus Persern. Daneben leben noch um die 400.000 Kurden hier. Sie leben vor allem im Norden der Provinz. Turkmenen bilden ebenfalls einen hohen Prozentanteil der Bevölkerung. Daneben leben in der Provinzhauptstadt einige angesiedelte Araber. Außerdem gibt es große Gemeinden von geflüchteten Afghanen, die zwar noch den Status von Flüchtlingen besitzen, aber sich von Einheimischen wenig bis gar nicht mehr unterscheiden, da sie bis zu 90 % aus den Provinzen Herat, Farah oder Nimrus stammen und von daher selbst Chorasanier sind.

Nach der Gründung Afghanistans im 18. Jahrhundert hatten die persischstämmigen Einwohner des nun nordafghanischen Teils Chorasans, darunter die afghanischen Provinzen Herat und Farah, weiterhin verwandtschaftliche, ethnisch-religiöse oder wirtschaftliche Beziehungen zur iranischen Provinz Razavi-Chorasan unterhalten. Im Zuge der iranischen Flüchtlingspolitik nach der Besetzung Afghanistans durch die Sowjetunion 1979 werden diese Beziehungen aus iranischer Sicht allerdings nicht in den Fokus des vormaligen Status quo gezogen, denn auf Grund der massenhaften Fluchtbewegung von Afghanistan nach Iran seit jenem Jahr, die nach dem anschließenden Bürgerkrieg ab 1989 auf mehrere Millionen Geflüchtete[2] anstieg, nahm die damit verbundene infrastrukturelle und gesellschaftliche Problematik in diesem Teil Irans beträchtliche und zunächst kaum zu bewältigende Ausmaße an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Jahr 2004 war Razavi-Chorasan Teil der ehemaligen Provinz Chorasan.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz besitzt viele historische und landschaftliche Attraktionen wie Seen, Höhlen, Naturschutzgebiete, Burgen und antike Orte. Außerdem gibt es viele religiös wichtige Orte wie Schreine, Pilgerstätten und Moscheen. Laut offiziellen Angaben hat diese Provinz zusammen mit den anderen ehemaligen Teilen von Chorasan 1179 historische und kulturelle Stätten.

Einige wichtige Orte sind:

  • Tūs, wo sich das Mausoleum des Dichters Ferdousī befindet
  • die Gouharschad-Moschee
  • das Grab von Nadir Schah
  • Imam-Reza-Schrein
  • Achangan-Turm
  • Haruniyeh-Dom
  • Die Zitadelle von Tūs
  • See Bazangan
  • Band-e-Golestan (Golestan-Staudamm)
  • Kardeh-Staudamm
  • Vakilabad und Mellat Parks
  • Höhlen von Zari, Hendelabad, Mozdooran, Moghan und Kardeh
  • Burg Robat Scharaf
  • Gräber von Khajeh Abasalt, Khajeh Morad und Ravi
  • Mausoleum von Sultan Mahmud Ghaznavi
  • Mausoleum von Yahya und Khajeh Rabi
  • Sabz (Grüner) Dom

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sangan im Süden von Razavi-Chorasan befindet sich das Zentrum des Eisenerzabbaus im Iran.[3][4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Razavi-Chorasan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Thomas Brinkhoff: Iran: Administrative Division. In: www.citypopulation.de. 19. März 2017; abgerufen am 26. September 2017 (englisch).
  2. vgl. hier
  3. 2 Iron Ore Pellet Plants to Come on Stream by Yearend. In: Financial Tribune. 19. September 2016.
  4. Jürgen Kretschmann, Ravanbakhsh Amiri: The Sangan Iron Ore Mines: A Role Model for Sustainable Development in Iran