Razorblade Romance

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Razorblade Romance
Studioalbum von Him-logo.svg
Veröffentlichung 19. Dezember 1999
Label Super Sonic/Gun Records
Format CD, LP
Genre Dark Rock
Anzahl der Titel 11
Laufzeit 54:33

Besetzung

Produktion John Fryer
Studio Rockfield, Strongroom, Finnvox
Chronologie
Greatest Lovesongs Vol. 666
(1997)
Razorblade Romance Deep Shadows and Brilliant Highlights
(2001)

Razorblade Romance (englisch für Rasierklingenromanze) ist das zweite Studioalbum der finnischen Rockband HIM. In Finnland erschien es am 19. Dezember 1999, in Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Ländern Europas wurde es am 24. Januar 2000 veröffentlicht. In Großbritannien erschien das Album am 15. Mai 2000.

Dieses Album bedeutete für die Finnen, die bis dahin ein Geheimtipp waren und vor allem in Metal-Kreisen bekannt waren, den großen Durchbruch in Europa. Aus dem Album wurden vier Singles ausgekoppelt (Join Me, Right Here in My Arms, Poison Girl, Gone with the Sin), die auch eigene Musikvideos erhielten. Drei davon wurden Nummer-eins-Hits (in Finnland und Deutschland).

Albumtitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuerst gab es die Idee das Album A Razorblade Romance (Eine Rasierklingenromanze) zu nennen.[1] Danach folgten noch andere Ideen (z. B. Slippery when dead, Goth’n’Roll), aber man kam dann doch wieder auf Razorblade Romance (Rasierklingenromanze bzw. Rasierklingenromantik) zurück.

Albumcover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für dieses Albumcover wurde als Hauptfarbe pink verwendet. Das Design lehnt an das vom vorherigen Album Greatest Lovesongs Vol. 666 an. Wieder ist Sänger Ville Valo abgebildet. Er steht mit pinkem Lidschatten und pinkem Lippenstift, aber trotzdem mit Zigarette im Mund, vor dem pinken Hintergrund, auf dem sich, auch in pink gehaltene, Ornamente, Engelchen und Schlangen befinden. Außerdem trägt er eine schwarze Lederhose und einen schwarzen, offenen, Ledermantel mit Pelzkragen. Um seinen Kopf herum wurde ein weißer Heiligenschein platziert. Auf dem Booklet wurde zum ersten Mal das Bandlogo Heartagram verwendet. Man sieht es deutlich auf der Rückseite des Booklets und bei genauerem Hinschauen kann man es auch auf dem Coverbild entdecken. Das Cover wurde wieder von Janne Uotila designt, allerdings unter dem Pseudonym Lucifer. Wenn man die CD aus der Hülle nimmt, kann man dahinter ein Foto mit den Bandmitgliedern sehen. Die Fotos stammen von Jouko Lehtola. Auf die Frage warum das Album pink geworden ist, antwortete Valo, er wolle eine "Barbie-Optik" um die Gothikfans zu ärgern, die immer alles zu ernst nehmen. Außerdem seien die meisten Gothic-Alben in dunklen Farben gehalten und es sollte mehr hervorstechen.[2]

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich sollte Razorblade Romance in Finnland, wieder mit Hiili Hiilesmaa als Produzent, entstehen. Die Band hatte mit ihm sogar schon Anfang 1999[3] einige Demos in den Finnvox Studios aufgenommen.[4] Ende 2014 sind höchstwahrscheinlich genau diese Demoaufnahmen wieder im Internet aufgetaucht (unter dem Namen HIM Demos 1998 oder Slippery when Dead). Das Lied Too happy to be alive, das sich auch unter den Demos befindet, kursiert allerdings schon seit mindestens 2004 im Internet. Die sonstigen Demos sind: Poison Girl, Join Me In Death, Right Here In My Arms, Gone With The Sin, Razorblade Kiss, Bury Me Deep Inside Your Heart und Resurrection. Es fehlen also: I love you, Heaven tonight, Death is in love with us und One last time. Dies lässt vermuten, dass sie erst später entstanden sind.

Aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem Produzenten über die musikalische Ausrichtung der Stücke, und Aufgrund von Unstimmigkeiten über die Lieder innerhalb der Band, wurde die Zusammenarbeit mit Hiili abgebrochen:[4]

Interviewer: […] Immerhin habt ihr Teile des aktuellen Albums wieder eingeäschert und in Wales neu aufgenommen. Ville: […] Stimmt, obwohl ich dazu sagen muss, dass einige der Aufnahmen auch nur als Demoversionen gedacht waren. Aber zugegeben, das Material klang nicht so, wie es hätte klingen sollen. Unser Schlagzeuger hatte nie Zeit zum Proben, und darunter litten letztendlich die Aufnahmen. […] Viele Arrangements waren zu lang, außerdem der Gesamtsound zu poppig, nicht rockig genug. […]“

Ville Valo; Magazin-Interview (unbekannt von welchem Magazin)[5], Titel: Suomi-Superstars, 2000

„[…] Ville hatte Wutausbrüche im Studio und wir spielten nur, um so schnell wie möglich wieder heimgehen zu können. Ich war es leid zu sagen, dass es mich ankotzt. Es hörte sich für mich nach Müll an, aber das konnte man nicht laut sagen, weil wir soviel Energie in den Prozess des Musikmachens steckten. Als wir die Tapes anhörten, fragte Ville ob es sich okay anhört. Ich sagte ja. Ich wollte die Lieder nur noch fertig haben und dann den ganzen Mist vergessen.“

Migé Amour (Bass); Buch: Synnin Viemää (Original in Finnisch), Kapitel 14, 2002

Im Frühling 1999 nahmen HIM probeweise drei Lieder in den Rockfield Studios in Wales (England) auf.[6][4] Die eigentlichen Aufnahmen fanden dann im Juli[7] (wieder in den Rockfield Studios) statt und dauerten 22[8] Tage.[9] Produzent war diesmal John Fryer.[10] Zu den Aufnahmen sagte Ville Valo folgendes:

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Razorblade Romance[11]
  DE 1 24.01.2000 (58 Wo.)
  AT 1 24.01.2000 (16 Wo.)
  CH 8 24.01.2000 (32 Wo.)
  FI 1 19.12.1999 (30 Wo.)
Singles
Join me (in death)[11]
  DE 1 02.11.1999 (23 Wo.)
  AT 2 02.11.1999 (13 Wo.)
  CH 8 02.11.1999 (26 Wo.)
  FI 1 02.11.1999 (37 Wo.)
Right here in my arms[11]
  DE 22 06.03.2000 (10 Wo.)
  CH 45 06.03.2000 (12 Wo.)
  FI 1 06.03.2000 (15 Wo.)
Poison Girl[11]
  DE 34 03.07.2000 (6 Wo.)
  FI 3 03.07.2000 (5 Wo.)
Gone with the sin[11]
  DE 19 21.10.2000 (12 Wo.)
  CH 89 21.10.2000 (7 Wo.)
  FI 1 21.10.2000 (11 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/ohne Quellen

„[…] Wir feierten eine Party, ein Teil der Jungs tanzte nackt durchs Studio und wir betranken uns fürchterlich. Ich sang die Texte eines jeden Songs dreimal hintereinander, das macht 45 Takes in einer Nacht. Im Gegensatz zum Debüt nahmen wir große Blöcke dieser Session und reihten sie aneinander, anstatt ein "Vocalpuzzle" zu veranstalten […] Während sein Vorgänger von der Liebe im Allgemeinen handelte, bezieht sich Razorblade Romance nur auf eine bestimmte Person, meine Inspiration, meine Muse.“

Ville Valo; Hammer-Magazin, Titel: Satans schönster Sohn,[12] Februar 2000

Veröffentlichungen und Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die vorangegangene Single und dem wohl bekanntesten Hit Join Me, der 4 Wochen lang die Nummer 1 der deutschen Single-Charts war, war wohl auch der Erfolg des Albums vorhersehbar. Insgesamt verkaufte sich Razorblade Romance über 750.000 mal[13], war ebenfalls wochenlang die Nummer 1 der Albumcharts und erhielt in Deutschland drei goldene und eine Platin-Schallplatte.[14][15] Somit war der internationale Durchbruch, wenn auch zunächst nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz geschafft. Das Album wurde auch in einer Limitierten Version mit zwei Bonustracks, Sigillum Diaboli und The 9th Circle (OLT) herausgebracht, die wiederum Alternativ-Versionen der Lieder Stigmata Diaboli und One last time sind.

Das Album erschien erst 2005 offiziell in den USA. Doch wurde Razorblade Romance dort bereits 2003 unter dem Bandnamen HER (His Evil Royalty) in Import-Musikläden verkauft. Eine andere, einheimische Jazz-Band beanspruchte dort bereits den Namen HIM für sich, weshalb diese Notlösung nötig war. Später wurden die Rechte des Bandnamens in den USA an die Finnen verkauft. Nun konnte die Band auf späteren Pressungen ihren eigentlichen Namen benutzen. Die wenigen Razorblade-Romance-Exemplare, die als HER erschienen, sind heute gesuchte Sammelobjekte.[16] In Großbritannien und den Vereinigten Staaten erschienen Versionen mit unterschiedlicher Titelliste. Dafür wurden die beiden Lieder Wicked Game (Coverversion von Chris Isaak) und Your Sweet 666, die eigentlich vom ersten Album der Band stammen, neu eingespielt.

Aufgrund des anhaltenden Erfolges des Albums, erschien im Laufe des Jahres noch eine weitere limitierte Fassung, die neben dem Album (UK-Fassung) eine Live-CD beinhaltet, mit sechs Liedern vom Werchter Festival (Juli 2000). Neben der CD-Fassung, ist von dem Album auch eine Vinyl-Schallplatte mit veränderter Trackliste erschienen. Die in Osteuropa erschienene Fassung unterscheidet sich von der Standardfassung im Coverdesign. Statt rosa ist der Hintergrund hellblau.

Join Me in Death wurde für den Soundtrack des Films „The 13th Floor – Bist du was du denkst?“ benutzt. In ihrem Heimatland Finnland erreichte die Band mit der Single zweimal Platz #1 und blieb dort 13 Wochen.[17] Gone with the Sin ist eine Anspielung auf den Roman bzw. Film „Vom Winde verweht“ (Originaltitel: Gone with the Wind).

Außerdem war die CD in der ersten Auflage neben My Private War von Phillip Boa & The Voodoo Club eine der ersten, die mit einem damals neuartigen Kopierschutz in Form einer manipulierten TOC ausgerüstet waren. Die zweite Auflage erschien dann ohne diesen Kopierschutz.[18]

Musikstil und Thematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einordnung in Musikgenres
  • I Love You (Prelude To Tragedy)Pop-Rock
  • Poison Girl – Pop-Rock
  • Join Me in DeathPop, Gothic
  • Right Here in My ArmsRock
  • Gone with the Sin – Gothic-Ballade
  • Razorblade Kiss – Rock, Gothic
  • Bury Me Deep Inside Your Heart – Pop-Ballade
  • Heaven Tonight – Pop-Ballade
  • Death is in Love with Us – Rock, Gothic
  • Resurrection – Pop-Rock, Gothic
  • One Last Time – Pop-Ballade

Bonus-Tracks:

  • Sigillum DiaboliDark Rock, Gothic
  • The 9th Circle – Pop
  • Your sweet 666 – Dark Rock oder Rock
  • Wicked Game – Dark Rock oder Rock

Musikstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damals überraschend wendete sich die Band von den Metal-Einflüssen des ersten Albums ab. Das Album entwickelte sich weg vom düsteren, harten Sound, in eine rockigere Richtung und enthält eine abwechslungsreiche Mischung aus schnellen und langsamen Songs. Dadurch gewinnt es an Dynamik und wirkt weniger schwermütig und schleppend. Die Lieder reichen, grob eingeordnet, von Pop über Pop-Rock zu Rock, wobei manche Lieder (vor allem auch in Bezug auf die Texte) Gothic-Einflüsse aufweisen und Gone with the sin eigentlich als reine Gothic-Ballade bezeichnet werden kann.

Die Demo-Aufnahmen für Razorblade Romance waren noch deutlich von einem 80er-Jahre-Sound geprägt. Die letztendlich auf dem Album veröffentlichen Lieder entsprechen musikalisch dem Zeitgeist in dem sie entstanden (Ende 90er/Anfang 2000er).

Thematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Liedern des Albums geht es um Liebe und Tod. Der Schreibstil der Texte reichen von naiv über romantisch-dramatisch bis zu makaber.

Romeo und Julia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Ville Valo handelt Join me in death von der Liebesgeschichte von Romeo und Julia.[19] Das Lied beginnt mit: "We are so young our lives have just begun, but already we are considering escape from this world and we've waited for so long for this moment to come we’re so anxious to be together, together in death." ("Wir sind so jung, unser Leben hat gerade erst begonnen, aber schon erwägen wir dieser Welt zu entfliehen. Und wir haben so lange darauf gewartet, dass dieser Moment kommt, wir sind so begierig darauf zusammen zu sein, zusammen im Tod"), was eine Eindeutig Anspielung auf Selbstmord ist und mit der Zeile "we are so young" auf Romeo und Julia hinweist, die bekanntlich noch Teenager waren. Aber auch die Lieder Poison Girl und Resurrection würden auf das Romeo und Julia-Motiv zutreffen. Poison Girl könnte auf den Giftmord von Julia anspielen: "The fire in her eyes grew dim and then died as the poison inside reached her heart" ("Das Feuer in ihren Augen erlosch und starb, als das Gift im Inneren ihr Herz erreichte"). Bei Resurrection (Auferstehung) hat man den Eindruck es geht um die Szene in der die angeblich tote Julia wieder erwacht, aber Romeo gerade Selbstmord begann: "[…] one by one your pale fingers started to move […] you kissed my lips with those once cold fingertips […] You touched my face and all life was erased." ("Nacheinander begannen sich deine blassen Finger zu bewegen […] Du küsstest meine Lippen, mit diesen einst so kalten Fingerspitzen […] Du berührtest mein Gesicht und alles Leben war ausgelöscht").

Makabere Texte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Paar Textzeilen mancher Lieder gehen allerdings in eine etwas makabere Richtung als Romeo und Julia oder können zumindest makaber interpretiert werden. Ville Valo entwickelt schon als Kind eine Vorliebe für die Englische Sprache. Auch englischsprachige Klassiker, vor allem von H. P. Lovecraft und Edgar Allan Poe, dienten ihm als Inspirationsquelle. Daher stammt wohl auch die textliche Neigung zum morbiden, weshalb manche seiner (vor allem frühen) Texte wie Lyrik aus der Schwarzen Romantik wirken, was für die Gothic-Szene nicht unüblich ist. So wird zum Beispiel im Kontrast zur ruhigen, schönen Melodie von Gone with the sin, inhaltlich von Mord erzählt:

Ohohohohoh my Baby, how beautiful you are
Ohohohohoh my Darling, completely torn apart
You're gone with the sin my Baby
and beautiful you are
So gone with the sin my Darling
I adore the despair in your eyes
I worship your lips once red as wine
And I crave for your scent sending shivers down my spine
I just love the way you're running out of life
Ohohohohoh mein Baby, wie schön bist du
Ohohohohoh mein Schatz, völlig auseinander gerissen
Du bist in Sünde gegangen (/dahingeschieden) mein Baby
und schön bist du
So (/Also), gehe in Sünde mein Schatz (oder: So dahingeschieden in Sünde, mein Schatz)
Ich bete die Verzweiflung in deinen Augen an
Ich verehre deine Lippen, einst rot wie Wein
Und ich lechze nach deinem Geruch, der mir Schauer über den Rücken jagt
Ich liebe einfach die Art wie dir dein Leben entrinnt (/ wie du dem Leben entschwindest)
- Textauszug aus Gone with the sin

Interpretationsmöglichkeiten des Lyrischen Ichs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie schon erwähnt kann in manche Texte die Geschichte von Romeo und Julia hineininterpretiert werden. Es bieten sich aber noch andere Interpretationsmöglichkeiten der Texte bzw. des Lyrischen Ichs an. Razorblade Kiss stellt mit "Only inside you I'm free. I'm tired of waiting. You've got to let me dream – Inside you, Baby." ("Nur in dir bin ich frei. Ich habe das Warten satt. Du musst mich träumen lassen – In dir, Baby.") eine Anspielung auf Sex dar. In Bezug zu vielen anderen Texten auf Razorblade Romance kann auch Razorblade Kiss so interpretiert werden, dass es sich um eine Vergewaltigung handelt. Wobei das Lyrische Ich einen wahnsinnigen Typ darstellt, der die Realität nicht mehr richtig wahrnehmen kann und denkt sein Opfer liebt ihn auch (Right here in my arms). Vor allem, da es sich in manchen Zeilen in anderen Liedern des Albums, eindeutig um eine Anspielung auf Mord handelt, bietet sich diese Interpretation an. Er ist erst Stalker ("The colder your tuch, the more it turns me on" Text aus I love you), dann Vergewaltiger ("So, hard she's trying, but her heart won't turn to stone...oh no. And she keeps on crying, but I won't leave her alone" Text aus Right here in my arms), dann Mörder ("I did it all just for her [...] and love wants us dead, just me and my poison girl" Text aus Poison Girl, Gone with the sin).

Man kann jedoch auch zu harmloseren Interpretationsmöglichkeiten kommen, wenn man die Lieder nicht im Kontext zu den anderen Liedern des Albums betrachtet. Bei Razorblade Kiss, kann es auch einfach eine Geschichte von zwei Teenagern sein, die sich verliebt haben. Aber das Mädchen lässt den Jungen zappeln und deshalb muss er sich in Geduld üben, was ihm sichtlich schwerfällt. Bei I love you kann es sich auch einfach um ein Paar halten, bei dem sich die Frau langsam dem Mann entfremdet hat und bei Right here in my arms könnte diese Frau es sich doch noch einmal überlegt haben und zu ihrem Liebsten zurückgekehrt sein, weshalb ihr "Herz nicht zu Stein wird", obwohl sie es doch versucht hat ("So, hard she's trying, but her heart won't turn to stone").

Infos zu den Videoclips[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Join me (in death) gibt es zwei Videos:

  • Join me (Laser-Version): Dieses Lied wurde für den Abspann des Films The 13th Floor verwendet. Deshalb entstand in den VTTV-Studios[20] (inzwischen in Havelstudios umbenannt) in Berlin, passend zum Film, ein Videoclip. Die Band spielt in einem stockdunklen Raum und man sieht, wie im Film, grünes Laserlicht. Es wurde auch eine blonde Frau gefilmt, die aber nur sehr wenige Szenen im Videoclip hat. Hauptaugenmerk liegt auf Ville Valo, der ein Glitter-Make-Up im David-Bowie-Stil trägt. Die Laserversion gibt es in mindestens drei Schnittfassungen. In zwei der Fassungen wurden Szenen aus dem Film integriert, wobei eine mit Filmszenen endet, die andere mit einer Szene in der man Valo sieht. Die dritte Fassung enthält nur Szenen vom Dreh mit der Band (also keine Filmausschnitte). Dieser Videoclip entstand Ende 1999 unter der Regie von Robert Wilde.[21] In Deutschland wurde ursprünglich nur diese Version des Videos gezeigt.
  • Join me (Eisversion / Version für den südeuropäischen Raum): Für den Südeuropäischen Raum wurde im Jahr 2000 noch einmal ein ganz anderer Videoclip für Join me gemacht. Drehort war London, obwohl das Video damals nicht im englischen Fernsehen gezeigt wurde.[22] Es war die erste Zusammenarbeit der Band mit Regisseur Bill Yukich, der später noch die Videos für Wicked Game (2000 Version) und Gone with the sin für die Band machte.[22][23] Im Join me-Video spielt die Band vor einer künstlichen Styroporkulisse,[22] die das Innere eines Eisschlosses darstellt. Das Video ist sehr märchenhaft und man kann auch eine Frau sehen die eine Art Eiskönigin darstellt.

Right Here In My Arms wurde in einer Glasfabrik gedreht.[22] Am Set wurde eine Art Glasraum aufgebaut in dem die Band spielte. Im Videoclip sieht man auch Ninja Sarasalo, ein damals in Skandinavien sehr erfolgreiches Model. Regie führte Pasi Pauni.

Poison Girl enthält Aufnahmen von einem Auftritt der Band am 29. März 2000 in der Arena Berlin.

Gone with the sin wurde im Jahr 2000 auf dem Land und auf einem Friedhof in der Nähe von London gefilmt.[22] Regisseur war wieder Bill Yukich. Einen Tag zuvor hatte die Band mit ihm den Wicked Game-Videoclip für Südeuropa (in Deutschland wurde er nicht gezeigt) gedreht (für Infos zu den Wicked Game-Videos siehe: Greatest Lovesongs Vol. 666).[22] Die ursprüngliche Idee für Gone with the sin war es in 50er-jahre Pastellfarben zu filmen und eine düster Person, die durch eine blühende Wiese läuft, darzustellen.[22] Das Farbkonzept wurde nicht ganz getroffen, zumindest sagte Ville Valo, dass es nicht seinen Vorstellungen entsprach. Das Filmmaterial wurde nämlich eingefärbt. Valo in schwarz-weiß, um die düstere Person darzustellen und die Landschaft in grell bunten Farben. HIMs Plattenfirma in Deutschland war anscheinend auch nicht hundertprozentig zufrieden und deshalb gibt es eine zweite Version des Musikvideos. Ein anderer Regisseur (Ercin Filizli) projizierte das originale, uneingefärbte Filmmaterial auf die nackten Körper von drei Frauen und zwei jungen Männern, die sich in einem dunklen Raum aufhielten. Die Körper dienen also nur als Leinwand und erscheinen so fast durchsichtig. In Deutschland wurde ursprünglich nur diese Version des Videos gezeigt.

Infos zu einzelnen Songs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • I love you (Prelude to Tragedy) wurde in der Album-Version nie live gespielt. HIM haben das Lied allerdings zu Testzwecken, in einer etwas anderen Demoversion live bei Konzertauftritten vor Veröffentlichung von Razorblade Romance gespielt.[24]
  • Im Text von Join me in death geht es um die Liebesgeschichte von Romeo und Julia
  • Join me und Poison girl waren ursprünglich ein Lied aus dem später zwei gemacht wurden
  • Gone with the sin handelt von einem Mädchen von dem Ville betrogen wurde, als er noch ein Teenager war (1992). Er sagte mit dem Lied und Videoclip wollte er die Beziehung endgültig begraben.[25]
  • Razorblade Kiss, hieß ursprünglich Razorblade Romance, dies wurde dann aber der Albumtitel.
  • Heaven tonight wurde nie live von HIM gespielt
  • Von Resurrection gibt es zwei Demo-Versionen. Eine davon muss die Demoaufnahme für Razorblade Romance, die mit Hiili Hiilesmaa entstand, sein. Die andere trägt den Titel I’ve crossed oceans of wine to find you und ist noch viel älter. Dieses Demo weicht textlich und vor allem musikalisch stark von den beiden anderen Ressurection-Versionen ab. Der Anfangstext ist aber fast identisch: "There was a time, when I could breath my life in you. And one by one, your pale fingers started to move. And I touched your face and all life (Resurrection) / and all death (I’ve crossed oceans of wine to find you) was erased and you smiled like an angel falling from grace (Resurrection) /falling from heaven (I’ve crossed oceans of wine to find you)."
  • One last time hat die Band so gut wie nie live gespielt. Es gibt eine Audioaufnahme aus dem Jahr 2000[26] und zwei Aufnahmen von Rock am Ring und Rock im Park 2001. Danach haben sie das Lied nie wieder gespielt.

Rückwärtsbotschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn man Gone with the sin rückwärts abspielt,[27] kann man mit etwas Fantasie eine Rückwärtsbotschaft hören, die sogar einigermaßen Sinn ergibt:

Abschnitt A:
Hmm, hell I liked.
I miss you (oh/a lot), Iris oder I'm Lucifer, Iris.
I'm in love, believe me.
In the end I miss you a lot. oder In the end I'm Lucifer.
Like me!
I'm lost. Believe me…that I (am) mourn. oder You must believe me…that I (am) mourn.
I'm in love, believe me. In the end I mourn.
Gitarrensolo (rückwärts)
Abschnitt A (1x)
Abschnitt B:
(Where was I?)
I love her (, Sven) – and her hips (/lips)
I'm right. Hope she is nice to you. Fear again.
I was there. Her lips (once/were) pale – I'm sure.
Where were you? Her hips (/lips) belong to (?/me/her)
Abschnitt A (1x)
Abschnitt A (Übersetzung):
Hmm, Hölle mochte ich.
Ich vermisse dich (oh/sehr), Iris. oder Ich bin Luzifer, Iris.
Ich bin verliebt, glaube mir.
Letztendlich vermisse ich dich sehr. oder Letztendlich bin ich Luzifer.
Wie ich! oder, vielleicht auch: Du sollst mich gern haben!
Ich bin verloren. Glaube mir…dass ich trauere. oder Du musst mir glauben… dass ich trauere.
Ich bin verliebt, glaube mir. Am Ende traure ich.
Gitarrensolo (rückwärts)
Abschnitt A (1x)
Abschnitt B:
(Wo war ich?)
Ich liebe sie (, Sven) – und ihre Hüften (/Lippen)
Ich habe Recht. Hoffe, sie ist nett zu dir. Angst, schon wieder.
Ich war dort. Ihre Lippen (einst/waren) blass – Ich bin sicher.
Wo warst du? Ihre Hüften (/Lippen) gehören zu (?/mir/ihr).
Abschnitt A (1x)

Im Anschluss hört man Worte die keinen Sinn mehr ergeben.

Titellisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stücke ohne weitere Angaben wurden von Ville Valo geschrieben.

Razorblade Romance (Deutsche Standard Version)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. I Love You (Prelude To Tragedy) - 3:09
  2. Poison Girl - 3:51
  3. Join Me in Death -3:36
  4. Right Here in My Arms - 4:03
  5. Gone with the Sin - 4:22
  6. Razorblade Kiss - 4:18
  7. Bury Me Deep Inside Your Heart - 4:16
  8. Heaven Tonight - 3:18
  9. Death is in Love with Us - 2:58
  10. Resurrection - 3:39
  11. One Last Time - 5:10

Bonustitel der Limited Edition (Finnland und Deutschland)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sigillum Diaboli
  2. The 9th Circle

Razorblade Romance (UK Standard Version)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • One Last Time ist nicht enthalten!
  1. Your sweet 666
  2. Poison Girl
  3. Join Me in Death
  4. Right Here in My Arms
  5. Bury Me Deep Inside Your Heart
  6. Wicked Game
  7. I Love You (Prelude To Tragedy)
  8. Gone with the Sin
  9. Razorblade Kiss
  10. Resurrection
  11. Death is in Love with Us
  12. Heaven Tonight

Razorblade Romance (US Standard Version)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Your sweet 666
  2. Poison Girl
  3. Join Me in Death
  4. Right Here in My Arms
  5. Bury Me Deep Inside Your Heart
  6. Wicked Game (Chris Isaak)
  7. I Love You (Prelude To Tragedy)
  8. Gone with the Sin
  9. Razorblade Kiss
  10. Resurrection
  11. Death is in Love with Us
  12. Heaven Tonight
  13. Sigillum Diaboli
  14. One Last Time

Bonustitel der limitierten Ausgabe mit 2CDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CD1: Gleiche Titelliste und Reihenfolge wie in der UK Standard Version.
  • CD2: Live-Tracks vom Werchter Festival (Juli 2000):
  1. Right Here in My Arms – live
  2. Your sweet 666 – live
  3. Poison Girl – live
  4. Death is in Love with Us – live
  5. Wicked Game – live (Chris Isaak)
  6. Join Me in Death – live

Charts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den österreichischen Charts hielt sich das Album 2 Wochen auf Platz 1 und 16 Wochen in den Charts und wurde mit Goldausgezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1], Quelle: himforfans.beepworld.de/magazines.htm (alte Fanseite mit Interviewabschrieben) zu finden in der Rubrik „Magazines2000“ unter dem Titel HIM - AUS DER PARADIESISCHEN HöLLE, Magazin: Break Out, Interview von 1998, Zitat: „Der Titel des nächsten HIM-Werkes steht angeblich auch schon fest.“ Valo: „Wir dachten an A Razorblade Romance, aber das kann sich noch ändern. […]“; abgerufen am 4. August 2015.
  2. [2]Videotitel: "HIM at Breakfast with Markus Kavka 1999" VIVA Zwei-Interview mit Ville, Mige und Markus Kavka, Sendung: 2Rock, ab Minute 4:20; zuletzt abgerufen am 4. August 2015
  3. [3], Quelle für die Jahreszahl: himforfans.beepworld.de/magazines.htm (alte Fanseite mit Interviewabschrieben) Titel: Sterben für die Liebe aus dem Magazin Divine6 vom Januar 2000, Zitat: „[…] Zwar fand man sich bereits im Frühjahr 1999 mit dem Produzenten Hiili […] zusammen und konnte recht bald neue Stücke vorweisen. Doch der Band schien diesen Stücken dass gewisse Etwas zu fehlen, so dass sie sich kurzerhand entschlossen, das vorhandene Material nicht zu verwenden und das Album ganz neu einzuspielen. Hierzu bediente man sich der Hilfe von John Fryer […].“
  4. a b c Juho K. Juntunen: Synnin Viemää. WSOY, 2002, ISBN 951-0-27304-X, Kapitel 14 = S. 122–135 (finnisch)
  5. [4], Quelle: himforfans.beepworld.de/magazines.htm (alte Fanseite mit Interviewabschrieben)
  6. [5], Videotitel: "HIM in studio - 'I Love You' Recording (1999)", Probeaufnahmen für 3 Lieder in Wales
  7. [6]Videotitel: "Ville Valo short Interview 1999", Interview mit Valo und Robert Wilde am Set zu Join me. Bei Minute 3:47 sagt Valo, dass das Album im Juli aufgenommen wurde.
  8. Juho K. Juntunen: Synnin Viemää. WSOY, 2002, ISBN 951-0-27304-X, Kapitel 14 = S. 136–137 (finnisch)
  9. [7] HIM-Seite aus dem Gästebuch der Rockfield Studios
  10. siehe: Razorblade Romance-Booklet
  11. a b c d e Wenn nicht anders vermerkt, siehe für Chartplatzierungen und Datum der Veröffentlichung: HIM/Diskografie
  12. [8], Quelle: himforfans.beepworld.de/magazines.htm (alte Fanseite mit Interviewabschrieben) zu finden unter dem Titel Satans schönster Sohn
  13. Starfacts: HIM (Magazin)
  14. http://www.charts-surfer.de/musiksuche.php
  15. Gold-/Platin-Datenbank – Bundesverband Musikindustrie e. V.
  16. HIM – Razorblade Romance
  17. http://www.musicmight.com/linkto/artist/{084FBC89-2871-4E29-AE4D-972E067
  18. http://www.brennmeister.com/articles/audioprot/
  19. [9] Videotitel: "Ville & Mige Interview 2000", ab Minute: 4:13
  20. [10], Quelle: himforfans.beepworld.de/magazines.htm (alte Fanseite mit Interviewabschrieben), Magazininterview von Ende 1999, zu finden in der Rubrik "Magazines2000" unter der Überschrift Die Lichtgestalt, Zitat eines Journalisten der die Band beim Videoclipdreh von Join me besuchte: „In den Berliner VTTV-Studios sieht man die Hand vor Augen nicht […]. Es ist so dunkel, dass ich mir dreimal das rechte Knie anschlage […].“
  21. [11]Videotitel: "Ville Valo short Interview 1999", Interview mit Valo und Robert Wilde am Set zu Join me. Bei Minute 3:10 wird der Name des Regisseurs eingeblendet.
  22. a b c d e f g Juho K. Juntunen: Synnin Viemää. WSOY, 2002, ISBN 951-0-27304-X, Kapitel 24 = S. 234–237 (finnisch)
  23. [12] Videotitel: "Ville & Mige Interview in bed 1/4", bei Minute 2:10 sagt Valo, dass Yukich bei jeweils einer Version von Gone with the sin, Join me und Wicked Game Regie führte. Anmerkung: fälschlicherweise wurde oft John Hillcoat als Regisseur für Join me benannt, da er auf der DVD Love Metal Archives Vol 1 als Regisseur vermerkt ist. Dabei muss es sich um einen Fehler handeln, da sowohl in der HIM Biografie Synnin Viemää als auch in Interviews von Bill Yükich die Rede ist.
  24. [13] Videotitel: "HIM - I Love You (Live Frankfurt 1998)", zuletzt abgerufen am 15. Juli 2015
  25. Artikelscan von Yam zu finden unter Pix – Magazine photos - Yam (es ist der Scan auf dem ein Foto mit Ville zu sehen ist, auf dem er eine Hand in der Hose hat); Yam!, Interview vom 29. November 2000 Tabelle mit dem Datum des Interviews, Titel: Total abgedreht – Ville: Meine Sünden! oder: "alte HIM-Fan-Seite mit Interviews" – Magazin-Interview (Yam!) in Deutsch, Artikelabschrieb (ist besser zu lesen als der Scan), Titel:„Meine Sünden“, November 2000; Zitat: "Es ist ein trauriges Liebeslied über eine zerbrochene Beziehung. Sie betrügt ihn und zerstört damit ihre große Liebe. Der Song hat einen realen Hintergrund: Eine meiner ersten Freundinnen hat mich betrogen. Das war so vor 8 Jahren. Danach stand ich aus Verzweiflung Monate lang neben mir. Ich hatte dieses Girl geliebt wie keinen anderen Menschen zuvor – und dann das: Sie steigt mit einem anderen ins Bett!" Interviewer: "Im Video sieht man dich unter anderem auf einem Friedhof..." Ville: "Das war meine Idee. Mit dem Song und dem Clip wollte ich die Beziehung endgültig begraben."; Vor 8 Jahren wäre zu diesem Zeitpunkt 1992 gewesen, Ville war damals 15 bzw. 16 Jahre alt. abgerufen 15. Juli 2015
  26. [14]Videotitel: "HIM - One Last Time (Live at Ruisrock 2001)", Anmerkung: genau die gleiche Liveversion war früher im Internet unter der Bezeichnung HIM-Kelo Club 2000 zu finden, also ist nicht ganz klar welche Jahreszahl stimmt, vermutlich 2000, weil das Lied zuerst unter dieser Beschriftung zu finden war
  27. [15], Videotitel: "HIM- GONE WITH THE SIN (REVERSE)", Audio von Gone with the sin rückwärts abgespielt. Zuletzt abgerufen am 30. Juli 2015