Re (Piemont)

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Re
Wappen
Re (Italien)
Re
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 46° 9′ N, 8° 34′ OKoordinaten: 46° 8′ 46″ N, 8° 34′ 17″ O
Höhe 600 m s.l.m.
Fläche 27 km²
Einwohner 767 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 28 Einw./km²
Postleitzahl 28030
Vorwahl 0324
ISTAT-Nummer 103060
Volksbezeichnung Reesi
Website Re
Re Village.JPG

Re ist eine Gemeinde mit 767 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB), Region Piemont.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Re liegt im Valle Vigezzo, unweit der Grenze zum Schweizer Kanton Tessin, wo das Tal Centovalli genannt wird. Re ist ein bekannter Wallfahrtsort mit Bahnanschluss (Centovallibahn) nach Domodossola (etwa 20 km westlich) und Locarno in der Schweiz (etwa 20 km östlich).

Die Nachbargemeinden sind Craveggia, Cursolo-Orasso, Malesco und Villette.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Re liegt an der Centovallibahn von Locarno nach Domodossola.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wallfahrtskirche Madonna del Sangue, erbaut 1958

Die Wallfahrtskirche Madonna del Sangue besteht im Wesentlichen aus zwei Kirchenbauten. Der ältere Teil, errichtet 1606 bis 1628, ist eine einschiffige Basilika mit Portikus. Diese Kirche ist San Maurizio geweiht, wurde anstelle eines kleineren Vorgängerbaus errichtet und besitzt den Altar mit dem Bildnis der blutenden Madonna (Madonna del Sangue). Das Madonnenbild erinnert an das Wunder vom 29. April 1494. Ein wütender Bürger von Re, der zuvor beim Spiel unterlegen war, hatte einen Stein auf das Madonnenbildnis geworfen. Danach soll dieses Bildnis zwanzig Tage lang blutige Tränen geweint haben.

Direkt anschließend, steht ohne räumliche Trennung die zweite, deutlich größere Kirche aus dem 20. Jahrhundert. Auch von hier aus kann der Altar mit der blutenden Madonna gesehen werden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, 400 Jahre nach dem Wunder von Re, war die Wallfahrtskirche nicht mehr groß genug, um alle Pilger aufnehmen zu können. Der damalige Pfarrer Don Giovanni Antonio Peretti, setzte sich deshalb mit Nachdruck für den Neubau einer größeren Wallfahrtskirche ein. Für den imposanten Sakralbau mussten zunächst einige Wohnhäuser und Ställe abgerissen werden. 1922 erfolgte die Grundsteinlegung unter der Leitung des aus Bologna stammenden Architekten Edoardo Collamarini. Die Einweihung der neuen, weithin sichtbaren Wallfahrtskirche mit byzantinischen Kuppeln und neogotischen Spitzbögen fand am 5. August 1958 durch den Bischof von Novara statt.

Das Wunder von Re wird jährlich gefeiert. Zwischen dem 29. April und dem 1. Mai findet eine Pilgerwanderung statt, die in Domodossola beginnt.

Kuriosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit vier anderen Gemeinden gehört Re zu den italienischen Gemeinden mit den kürzesten Namen, die nur aus zwei Buchstaben bestehen. Die anderen Gemeinden sind Lu, Ne, Ro und Vo.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Re – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien