Realunion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Realunion ist die völkerrechtliche Verbindung selbständiger Staaten durch ein gemeinsames Staatsoberhaupt (wie bei der Personalunion, in der Staatspraxis stets ein Monarch), darüber hinaus aber auch durch weitere gemeinsame Institutionen, also Staatsorgane oder Verwaltungseinrichtungen. Die Verbindung ist also intensiver und stärker verrechtlicht als bei der bloßen Personalunion. Anders als beim Bundesstaat wird aber kein den verbundenen Staaten übergeordnetes Rechtssubjekt geschaffen.[1]

Beispiele sind:

Der nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Gewissermaßen ein Gegenstück zur Realunion sind Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz gewesen mit gemeinsamem ständischen Landtag (und damit hier vereinter als Österreich-Ungarn), aber verschiedenen Großherzögen, mithin ohne Union.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Burkhard Schöbener, Matthias Knauff: Allgemeine Staatslehre. 2. Auflage, C.H. Beck, München 2013, § 6, Rn. 47 (S. 270)
  2. a b c d e Karl-Michael Reineck: Allgemeine Staatslehre und Deutsches Staatsrecht. 15. Auflage, 2007, Rn. 62 (S. 58)
  3. Jürgen Erdmann: Coburg, Bayern und das Reich 1918–1923. Rossteutscher, Coburg 1969.
  4. Georg Jellinek bestritt die verbreitete Zuordnung Sachsen-Coburg und Gothas nach der Verfassung 1852 als Realunion und klassifizierte es stattdessen als Einheitsstaat. (G. Jellinek: Die Lehre von den Staatenverbindungen. Alfred Hölder, Wien 1882, S. 208–209)