Rebekka Haase

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Rebekka Haase Leichtathletik

Rebekka Haase by Frank Haug.JPG
Rebekka Haase (2014)

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 2. Januar 1993 (24 Jahre)
Geburtsort ZschopauDeutschlandDeutschland Deutschland
Größe 170 cm
Gewicht 57 kg
Beruf Studentin (Psychologie)
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 60 m (Halle): 7,14 s; 200 m (Halle): 22,77 s
100 m: 11,06 s (+1,8 m/s)
200 m: 22,76 s (+1,1 m/s)
Verein LV 90 Erzgebirge
Trainer Jörg Möckel
Nationalkader seit 2010
Status aktiv
Medaillenspiegel
Europameisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
World Relays 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
U23-Europameisterschaften 3 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 2 × Gold 2 × Silber 2 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 3 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Logo der EAA Europameisterschaften
0Bronze0 Amsterdam 2016 4 × 100 m
IAAF World Relays
0Bronze0 Nassau 2015 4 × 200 m
0Gold0 Nassau 2017 4 × 100 m
0Silber0 Nassau 2017 4 × 200 m
Logo der EAA U23-Europameisterschaften
0Gold0 Tallinn 2015 100 m
0Gold0 Tallinn 2015 200 m
0Gold0 Tallinn 2015 4 × 100 m
Deutsche Meisterschaften
0Silber0 2017 Erfurt 100 m
0Bronze0 2016 Kassel 100 m
0Gold0 2015 Nürnberg 200 m
0Silber0 2015 Nürnberg 100 m
0Gold0 2014 Ulm 200 m
0Bronze0 2014 Ulm 100 m
Deutsche Hallenmeisterschaften
0Gold0 2017 Leipzig 200 m
0Silber0 2017 Leipzig 60 m
0Gold0 2016 Leipzig 200 m
0Silber0 2016 Leipzig 60 m
0Gold0 2015 Karlsruhe 200 m
0Bronze0 2015 Karlsruhe 60 m
0Gold0 2014 Leipzig 200 m
letzte Änderung: 18. Juni 2017

Rebekka Haase (* 2. Januar 1993 in Zschopau, Sachsen) ist eine deutsche Leichtathletin, die sich auf 100- und 200-Meter-Läufe spezialisiert hat.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haase studiert Psychologie an der Technischen Universität Chemnitz.[1]

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rebekka Haase wurde bei den Olympischen Jugendspielen 2010 in Singapur Achte im 100-Meter-Lauf. Bei den Junioreneuropameisterschaften 2011 in Tallinn erreichte sie die Halbfinalrunde.

Der Durchbruch in der Aktivenklasse gelang ihr 2014 auf der doppelten Distanz. Im 200-Meter-Lauf siegte sie bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig und bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm. Bei den Europameisterschaften in Zürich erreichte sie über 100 Meter die Halbfinalrunde. Mit der deutschen 4-mal-100-Meter-Staffel schied sie nach einem Wechselfehler zwischen ihr und Tatjana Pinto im Vorlauf aus.

Rebekka Haase (m.) bei der Siegerehrung zur Deutschen Meisterschaft 2015, daneben Anna-Lena Freese und Cindy Roleder

2015 verteidigte Haase ihren Titel über 200 Meter bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe erfolgreich. Bei den IAAF World Relays in Nassau führte sie die deutsche 4-mal-200-Meter-Staffel als Startläuferin zur Bronzemedaille. Bei den U23-Europameisterschaften in Tallinn gewann sie die Titel im 100- und im 200-Meter-Lauf sowie mit der 4-mal-100-Meter-Staffel. Zwei Wochen später siegte sie bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg mit neuer persönlicher Bestleistung von 22,95 s über 200 Meter. Außerdem wurde sie im 100-Meter-Lauf Zweite. Bei den Weltmeisterschaften in Peking belegte sie mit der deutschen 4-mal-100-Meter-Staffel den fünften Platz. Des Weiteren trat sie über 100 Meter an, schied hier jedoch nach der Vorrunde aus.

2016 verteidigte Haase ihren Deutschen Hallenmeistertitel über 200 Meter und wurde über 60 Meter Vize-Hallenmeisterin. Bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel kam sie über 100 Meter auf den dritten und über 200 Meter auf den vierten Platz. Die Normen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro erfüllte Haase Mitte Mai zum Abschluss des Trainingslagers in Clermont (Florida) beim NTC Athletics Pure Elite Meet für die 100- und 200-Meter-Distanz. Bei den Europameisterschaften 2016 in Amsterdam gewann sie mit der deutschen Sprintstaffel die Bronzemedaille. Bei den Olympischen Spielen führte sie die deutsche Staffel als Schlussläuferin zum vierten Platz. Dagegen schied sie im 100-Meter-Lauf bereits nach den Vorläufen aus.

Anfang 2017 hatte Haase drei persönliche Hallenbestleistungen aufgestellt: Über 60, 200 und 300 Meter. Beim Abendsportfest in Erfurt lief sie die 300 Meter in 36,92 s und beendete den 60-Meter-Lauf nach 7,14 s, womit sie sich für die Halleneuropameisterschaften in Belgrad qualifizierte. In Leipzig wurde Haase mit 22,77 s Deutsche Hallenmeisterin über 200 Meter. Im 60-Meter-Lauf wurde sie hinter Gina Lückenkemper mit 7,16 s Vizemeisterin. Im April gewann Haase gemeinsam mit Lara Matheis, Tatjana Pinto und Gina Lückenkemper die Silbermedaille in der 4-mal-200-Meter-Staffel in einer Zeit von 1:30,68 min bei den IAAF World Relays 2017 auf den Bahamas. Die Mannschaft setzte sich dabei knapp gegen das Team aus den Vereinigten Staaten durch.[2] Im nordfranzösischen Lille wurde Haase Team-Europameisterin. Sie startete im beim 200-Meter-Lauf für die eigentlich eingeplante Lisa Mayer und belegte hinter Maria Belibasaki aus Griechenland und Anna Kiełbasińska aus Polen den 3. Platz. Zudem wurde sie in der 4-mal-100-Meter-Staffel eingesetzt und gewann gemeinsam mit Lara Matheis, Alexandra Burghardt und Gina Lückenkemper. In Erfurt wurde sie Deutsche Vizemeisterin hinter Gina Lückenkemper im 100-Meter-Lauf und im 200-Meter-Lauf hinter Laura Müller.

Rebekka Haase startet für den LV 90 Erzgebirge und wird von Jörg Möckel trainiert.

Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 8. Juli 2017)

Halle
  • 60 m: 7,14 s, 27. Januar 2017 in Erfurt
  • 200 m: 22,77 s, 19. Februar 2017 in Leipzig
  • 300 m: 36,92 s, 27. Januar 2017 in Erfurt
Freiluft
  • 100 m: 11,06 s (+1,8 m/s), 25. Mai 2017 in Zeulenroda
  • 200 m: 22,76 s (+1,1 m/s), 18. Juni 2017 in Stockholm

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan-Henner Reitze: Rebekka Haase - schnell und musikalisch. leichtathletik.de. 28. Januar 2014. Abgerufen am 10. August 2014.
  2. Bob Ramsak: Women's 4x200m final - IAAF/BTC World Relays Bahamas 2017 (englisch) IAAF. 22. April 2017. Abgerufen am 23. April 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rebekka Haase – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien