Reckendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reckendorf
Reckendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reckendorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 1′ N, 10° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Baunach
Höhe: 254 m ü. NHN
Fläche: 13,06 km2
Einwohner: 2047 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 157 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96182
Vorwahl: 09544
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 175
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bamberger Straße 1
96148 Baunach
Webpräsenz: Gemeinde Reckendorf
Bürgermeister: Manfred Deinlein (SPD)
Lage der Gemeinde Reckendorf im Landkreis Bamberg
Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Pommersfelden Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Coburg Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Forchheim Zückshuter Forst Winkelhofer Forst Steinachsrangen Semberg Lindach (gemeindefreies Gebiet) Koppenwinder Forst Hauptsmoorwald Geisberger Forst Eichwald (Oberbayern) Ebracher Forst Ebracher Forst Walsdorf (Oberfranken) Rattelsdorf Baunach Reckendorf Lauter (Oberfranken) Gerach (Oberfranken) Gundelsheim (Oberfranken) Hallstadt Schlüsselfeld Zapfendorf Wattendorf Viereth-Trunstadt Strullendorf Stegaurach Stadelhofen Schönbrunn im Steigerwald Scheßlitz Priesendorf Pommersfelden Pommersfelden Pettstadt Oberhaid (Oberfranken) Litzendorf Lisberg Königsfeld (Oberfranken) Kemmern Hirschaid Frensdorf Ebrach Buttenheim Burgwindheim Burgebrach Breitengüßbach Bischberg Altendorf (Landkreis Bamberg) MemmelsdorfKarte
Über dieses Bild

Reckendorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Baunach.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reckendorf liegt in der Region Oberfranken-Nord-West.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Rentweinsdorf (Landkreis Haßberge, Unterfranken), Rattelsdorf, Baunach und Gerach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf Ortsteile sind (in Klammern Einwohnerzahl):[2]

  • Laimbach (54)
  • Obermanndorf (28)
  • Reckendorf (1952)
  • Untermanndorf (17)
  • Zeitzenhof (5)

Es gibt folgende Gemarkungen: Laimbach, Reckendorf, Daschendorfer Forst, Lußberger Forst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine nachweisbare Ersterwähnung lässt sich auf das Jahr 855 datieren. Die Herren von Schöfstall waren von 1349 bis zu ihrem Aussterben 1544 örtliche Grundbesitzer und Besitzer des örtlichen Schlosses. Das spätere Rittergut der Freiherren von Wiesenthau fiel nach der Mediatisierung durch Bayern bei Grenzbereinigungen (1810) an das Großherzogtum Würzburg des Großherzogs Ferdinand von Toskana, mit welchem es 1814 schließlich an Bayern zurückfiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Am 1. Juli 1971 wurde die Gemeinde Laimbach mit Obermanndorf, Untermanndorf und Zeitzenhof nach Reckendorf eingemeindet.[3] Am 1. Juli 1972 kam Reckendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern vom aufgelösten Landkreis Ebern in Unterfranken zum Landkreis Bamberg und damit zu Oberfranken.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1335 Einwohner
  • 1970: 1526 Einwohner
  • 1987: 1546 Einwohner
  • 1991: 1601 Einwohner
  • 1995: 1644 Einwohner
  • 2000: 1800 Einwohner
  • 2005: 1984 Einwohner
  • 2010: 1998 Einwohner
  • 2015: 2047 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Manfred Deinlein (SPD). Er gewann die Wahl mit 59,19 % der Stimmen im ersten Durchgang gegen einen Gegenkandidaten der CSU (24,15 %) und einen der WBFW (16,66 %). Sein Vorgänger war seit 2002 Klaus Etterer (CSU), der 2002 mit 64,21 % der Stimmen gewann und 2008 mit 74,38 % der Stimmen wiedergewählt wurde. Etterer war der Nachfolger von Helmut Horger (CSU), der sich 1996 mit 59 % der Stimmen gegen Christian Hojer (WB/FW) durchgesetzt hatte.

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

  • SPD 5 Sitze
  • CSU 5 Sitze
  • Werktätige Bürger und Freie Wähler (WBFW) 4 Sitze

Gemeinderatswahl 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

  • CSU 6 Sitze
  • Werktätige Bürger und Freie Wähler (WBFW) 6 Sitze
  • SPD 2 Sitze

Gemeinderatswahl 2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

Gemeinderatswahl 1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

Gemeindesteuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2010 927.000 Euro, davon waren (netto) 103.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 134 und im Bereich Handel und Verkehr 16 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 43 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 656. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 25 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 372 Hektar, davon waren 287 Hektar Ackerfläche und 85 Hektar Dauergrünfläche.

Brauereien

Früher hatte Reckendorf eine Großbrauerei und fünf Kleinbrauereien, von denen es gegenwärtig noch die 'Brauerei Schroll und die Schlossbrauerei gibt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 1999):

  • 75 Kindergartenplätze mit 73 Kindern
  • eine Grundschule, die zur Verbandsschule Baunach gehört.

Öffentliche Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Reckendorf besitzt ein Löschgruppenfahrzeug 20 sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug, die Freiwillige Feuerwehr Laimbach ein Tragkraftspritzenfahrzeug (ein ehemaliges Löschgruppenfahrzeug 8). In Reckendorf befindet sich die BRK-Bereitschaft Baunachtal.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Nikolaus

In Reckendorf gibt es unter anderem folgende Sehenswürdigkeiten:

  • Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus, die generalrestauriert wurde und eine neue Kirchenorgel mit Tremulant und Zimbelstern besitzt
  • Jüdischer Friedhof, er liegt außerhalb von Reckendorf
  • Die ehemalige Synagoge wurde als Haus der Kultur umgebaut. Auf der Frauenempore befindet sich eine Ausstellung über diese Synagoge und die Juden in Reckendorf bis zum Zweiten Weltkrieg
  • Felsengruppe Veitenstein

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reckendorfer Kerwa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jährliche Kirchweih (Kerwa) findet Anfang September statt. Der Kerwa-Sonntag ist immer der erste Sonntag im September. Mittwoch und Donnerstag ist bereits in den Gastwirtschaften Bocksbraten- oder Kesselfleischessen. Am Freitag wird traditionell ab 18:00 Uhr der Kerwabaam (Kirchweihbaum) durch den Ortskulturring Reckendorf am Dorfplatz aufgestellt. Samstag bis Montag ist Festbetrieb im Bierzelt auf der Schloß-Wies’n und in den Gastwirtschaften, zusätzlich sind Schausteller vor Ort. Am Montag veranstaltet der Ortskulturring eine Kerwagaudi mit jährlich wechselnden Spielen wie Fässerrollen oder Hahnenschlag.

Weitere Feste in Reckendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Faschingstanz
  • Weißbierfest im Juni
  • Jungtierschau des Kleintierzuchtvereins im Juni
  • Johannisfeuer
  • Seitenbachkerwa im Juli
  • Feuerwehrfest im Juli
  • Pfarrfest im Juli
  • Oktoberfest
  • Fränkischer Weinabend im Oktober
  • Alle zehn Jahre findet die Altweibermühle statt, ein Faschingsumzug, der eine etwa hundertjährige Tradition hat. Junge Burschen, als Hexen verkleidet, werden von Müllern gefangen und durch einen Jungbrunnen in Form einer Mühle „gedreht“. Unten kommen sie als junge Mädchen heraus und führen einen Tanz mit den wartenden Bräutigamen auf. Am 6. Februar 2005 sahen dieses Spektakel fast 10.000 Besucher. Außerdem waren Funk und Fernsehen anwesend. Die nächste Altweibermühle findet im Jahr 2025 statt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 453.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reckendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien