Red Bull GmbH

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Red Bull GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1984
Sitz Fuschl am See, Osterreich Österreich
Leitung Dietrich Mateschitz
Mitarbeiterzahl 13.574 (Ende 2018)[1]
Umsatz 6,1 Mrd. EUR (2019)[2]
Branche Getränkeproduktion und -Vertrieb, Medien, Sport
Website www.redbull.com

Die Red Bull GmbH (englisch „roter Stier“) ist ein 1984 von Dietrich Mateschitz zusammen mit der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidhya gegründetes österreichisches Unternehmen mit Hauptsitz in Fuschl am See. Ihr bekanntestes Produkt ist der gleichnamige Energydrink Red Bull. Das Unternehmen ist in den Geschäftsfeldern Getränke, Sportmanagement und Medien tätig.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red-Bull-Konzernzentrale in Fuschl am See

1982 wurde Dietrich Mateschitz während einer Dienstreise in Thailand auf die damals in Asien sehr beliebten Energydrinks aufmerksam. Mateschitz erwarb 1984 die internationalen Lizenzrechte an der thailändischen Marke Krating Daeng (thailändisch: กระทิงแดง, deutsch „Roter Gaul“; i. w. S. „roter Stier“, Red Bull) und gründete zusammen mit der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidhya die Red Bull GmbH mit Sitz in Fuschl am See.

Im Jahr 2014 berechnete „Brand Finance“ für Red Bull einen Markenwert von 6,2 Mrd. US-Dollar. Damit ist das Unternehmen die drittwertvollste Getränkemarke weltweit, nach Coca-Cola (33,7 Mrd.) und Pepsi (19,4 Mrd.)[3].

Eigentümerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: März 2020

Die Anteile der Red Bull GmbH halten derzeit drei Gesellschafter. Je 49 % halten Dietrich Mateschitz über die Distribution & Marketing GmbH und die Hongkonger 天書泰土產有限公司 (TC Agro Agrotrading Company Ltd.), die im Besitz der Familie Yoovidhya ist. 2 % hält der thailändische Unternehmer Chalerm Yoovidhya.[4][5][6]

Anteilseigner Anteil
Distribution & Marketing GmbH (im Besitz von Dietrich Mateschitz) 49 %
天書泰土產有限公司 (TC Agro Agrotrading Company Ltd., im Besitz von Familie Yoovidhya) 49 %
Chalerm Yoovidhya 2 %

Beteiligungen im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Red Bull GmbH ist – besonders im Bereich des Sports – weltweit an zahlreichen Unternehmen beteiligt. Die folgende Liste zeigt eine Auswahl der bekanntesten Beteiligungen.[7]

Beteiligungen
Unternehmen Branche Anteil
Osterreich Red Bull Air Race GmbH Luftsport 100 %
Osterreich Red Bull Hangar-7 GmbH Motorsport, Luftsport 100 %
Osterreich Red Bull Media House GmbH Medien 100 %
Osterreich Terra Mater Factual Studios GmbH Fernsehen 100 %
Osterreich The Flying Bulls GmbH Luftsport 100 %
Osterreich UBIMET GmbH Meteorologische Dienstleistungen 050 %
Brasilien Red Bull do Brasil Ltda. Fußball 100 %
Brasilien Red Bull Bragantino Fußball 100 %
Deutschland EHC Red Bull München GmbH Eishockey 100 %
Deutschland RasenBallsport Leipzig GmbH Fußball 99 %[8]
Vereinigtes Konigreich Red Bull Racing Ltd. Formel 1 100 %
Italien Scuderia AlphaTauri S.p.A. Formel 1 100 %
Vereinigte Staaten Red Bull New York, Inc. Fußball 100 %
Osterreich FC Red Bull Salzburg Fußball 100 %
OsterreichÖsterreich Berger Logistik GmbH Spedition, Transport 50 %[9]

Marketing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marketingkonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Red Bull gesponserte Flugschau
Von Red Bull gesponserter Audi RS5 DTM von Matthias Ekström in der DTM
Formel-1-Rennwagen von Red Bull Racing (Red Bull RB11)
Formel-1-Rennwagen der Scuderia Toro Rosso (Toro Rosso STR10)
Red Bull Flugtag 2006

Das Marketingbudget von Red Bull wird im Jahresabschluss unter „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ geführt. Diese Aufwendungen machen mit einer Höhe von 1,4 Mrd. Euro ca. ein Drittel des Umsatzes von 3,785 Mrd. Euro aus (Stand 2010).

Dabei werden sowohl regionale Events wie zum Beispiel die Red Bull Flugtage als auch überregionale und internationale Extremsportevents wie der Red Bull Dolomitenmann, Red Bull Vertigo, die Red Bull X-Alps, Red Bull Crashed Ice, die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft, die Red Bull X-Fighters, das Red Bull Hare Scramble am steirischen Erzberg oder die Taurus Awards in Los Angeles unter eigenem Namen veranstaltet. Red Bull Paper Wings veranstaltet die weltweit größten Papierfliegerwettbewerbe.

Weiter ist Red Bull im Besitz einer privaten Kunstflugflotte, den Flying Bulls, für die extra der Hangar-7 am Salzburger Flughafen errichtet wurde.

Ebenfalls Teil des Marketingkonzepts ist die aktive Teilnahme in verschiedenen Sportarten mit eigenen Teams. So stellt Red Bull mehrere Teams im Motorsport, im Fußball und im Eishockey.

Automobilsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Formel 1 war Red Bull von 1995 bis 2004 hauptsächlich als Sponsor von Sauber, kurzzeitig aber auch von Arrows und Jaguar, vertreten. Seit 2005 besitzt der Konzern mit Red Bull Racing ein eigenes Formel-1-Team, das aus dem im Vorjahr scheidenden Jaguar Racing hervorging. Am 1. November 2005 hat Red Bull zusätzlich das Formel-1-Team Minardi übernommen und es auf Scuderia Toro Rosso (italienisch für Rennstall roter Stier) getauft. Zur Saison 2020 tritt das Team unter dem Namen Scuderia AlphaTauri an.[10] Jedoch liegt der Fokus eindeutig bei Red Bull Racing, das in der Formel-1-Saison 2010 erstmals sowohl den Konstrukteurs- als auch mit Sebastian Vettel den Fahrer-WM-Titel erringen konnte. 2011, 2012 und 2013 konnten beide Titel erfolgreich verteidigt werden.

Ebenfalls wurde das Projekt Formula Una im Jahre 2005 ins Leben gerufen, das für jedes Rennwochenende junge, motorsportbegeisterte Frauen sucht. Das Projekt zur Errichtung eines Motorsportzentrums in Spielberg wurde nach Problemen im Genehmigungsverfahren zunächst wieder fallengelassen. Doch nach Einigungen wurde die Strecke ab 2008 wieder aufgebaut und renoviert und 2011 als Red Bull Ring wiedereröffnet. Als Hauptsponsor zahlreicher Teams und Fahrer ist Red Bull u. a. auch in der WTCC, DTM, Formel 3, Formel 3000 und GP2-Serie vertreten. Darüber hinaus unterstützt Red Bull neben einigen Rallye-Teams das Citroën Total World Rally Team sowie das Volkswagen-Werksteam in der Rallye-Weltmeisterschaft. Red Bull hat zusammen mit dem österreichischen Motorradhersteller KTM auch mehrere Teams in der Motorrad-Straßenweltmeisterschaft unter Vertrag. Von 2006 bis 2011 sponserte Red Bull das NASCAR-Red Bull Racing Team.[11]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 ist Red Bull auch im Fußball aktiv vertreten. Am 6. April 2005 übernahm der Getränkehersteller den SV Austria Salzburg und benannte ihn in FC Red Bull Salzburg um. Seit dem Einstieg Red Bulls konnte der Verein bisher zehn Mal die österreichische Meisterschaft für sich entscheiden. Das Hauptziel, die Teilnahme an der Champions League, blieb allerdings bis zur Saison 19/20 verwehrt. Die Teilnahme gelang dank der Top 11-Platzierung von Österreich in der UEFA-Fünfjahreswertung, was für den Meister der Liga einen Fixplatz in der kommenden Champions-League-Saison bedeutet. Weiterhin ist Red Bull seit dem 9. März 2006 Eigentümer des US-amerikanischen Fußballclubs MetroStars, der mittlerweile in New York Red Bulls umbenannt wurde. Seit 2007 führt man auch einen Verein im brasilianischen Bundesstaat São Paulo namens Red Bull Brasil und seit 2020 zusätzlich mit Red Bull Bragantino einen Verein in der erstklassigen Campeonato Brasileiro de Futebol Série A. Seit Juni 2009 unterhält Red Bull ein Engagement bei dem eigens gegründeten Fußballverein RB Leipzig, der aufgrund der DFB-Statuten die Firma nicht im Vereinsnamen tragen darf. Dem Verein gelang 2016 der Aufstieg in die Bundesliga, 2022 der Gewinn des DFB-Pokals.[12] 2012 übernahm Red Bull den USK Anif, benannte ihn in FC Liefering um und übersiedelte den Verein in den Salzburger Stadtteil Liefering, wo sich die Red-Bull-Fußballakademie befindet. Der Verein soll als Farmteam des FC Red Bull Salzburg fungieren und stieg gleich in der ersten Saison seines Bestehens in die zweithöchste österreichische Spielklasse auf, was dem Amateurteam des FC Red Bull Salzburg untersagt ist. Zwischen 2008 und 2014 besaß der Konzern die Fußballakademie Red Bull Soccer Academy West Africa mit eigenem Fußballclub Red Bull Ghana.

Eishockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Jahr 2000 übernahm Red Bull das Salzburger Eishockeyteam und errang unter dem Namen EC Red Bull Salzburg bisher acht Meistertitel. Zudem veranstaltet der Verein seit 2005 (mit Unterbrechung von 2013 bis 2017) das Red Bulls Salute, ein saisonvorbereitendes und international besetztes Einladungsturnier. Von 2010 bis 2013 diente dieses als Finalturnier der European Trophy. Seit Mai 2012 sponsert Red Bull auch den angeschlagenen EHC München und benannte dessen DEL-Mannschaft in EHC Red Bull München um. Diese Zusammenarbeit lief vorerst nur für eine Saison. Seit 1. Mai 2013 gehört der EHC Red Bull München offiziell zum Red-Bull-Konzern. In den Spielzeiten 2015/16 bis 2017/18 gewannen die Münchner drei Mal in Folge die deutsche Meisterschaft.[13][14]

Sonstige Sportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiterhin betreibt Red Bull auch Sponsoring von einzelnen Sportlern wie der Skiläuferin Lindsey Vonn, den Skispringern Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer oder dem Fußballspieler Neymar.

Beim Wings for Life World Run finden seit 2014 jährlich Volksläufe in mehr als 30 Ländern zeitgleich statt. Red Bull übernimmt als Hauptsponsor die Veranstaltungskosten. Startgelder und andere Einnahmen fließen an die gemeinnützige Stiftung Wings for Life, die das Ziel verfolgt, durch Rückenmarksverletzungen verursachte Querschnittlähmungen heilbar zu machen.

Extremsportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red-Bull setzt für sein Marketing Extremsportler ein, die waghalsige Aktionen vorführen oder Rekorde aufzustellen versuchen. Der Konzern unterstützt Extremsportler in Disziplinen wie Base-Jumping, Gleitschirm-Akro, Windsurfen, Kitesurfen, Wellenreiten, Snowboarden, Skateboarden, Wildwasserkajak, Mountainbike oder Freerunning. Im Jahr 2010 standen fast 600 Athleten weltweit bei Red Bull unter Vertrag.[15] Ein Sponsoring von Red Bull gilt bei vielen Extremsportlern als Ehre und Auszeichnung.[16]

Einer dieser Extremsportler war der Österreicher Felix Baumgartner. Dieser stellte am 14. Oktober 2012 im Rahmen des Projekts Red Bull Stratos bei einem Sprung aus über 39 Kilometer Höhe drei Weltrekorde auf. Baumgartner erreichte dabei eine geschätzte Geschwindigkeit von 1342 km/h (Mach 1,24) und ist damit der erste Mensch, der im freien Fall die Schallmauer durchbrach.[17] Der Rekordsprung wurde live im Internet sowie in vielen Ländern im TV übertragen und wurde somit zum Medienereignis.

Sonstige Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wirkt außerdem auch noch bei anderen, nicht sportbezogenen Veranstaltungen mit. Vor allem im Bereich Musik und Tanz ist das Unternehmen tätig. Zwei der berühmtesten Projekte diesbezüglich sind die Red Bull Music Academy, Red Bull BC One oder Red Bull Flying Illusion (Breakdance). Eine weitere Veranstaltungsreihe, die jährlich für Aufsehen sorgt, sind die Red Bull Flugtage oder das Red Bull Soap Box Race (Seifenkistenrennen). Zudem ist Redbull auch der Sponsor von bekannten Musikern wie RIN.

Kritik am Marketing mit Extremsportlern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 2008 bis 2017 kam im Schnitt ein Extremsportler pro Jahr im Zusammenhang mit der Werbung für Red Bull ums Leben.[16][18][19]

Zu den bekannt gewordenen Unglücken zählen unter anderem folgende:

  • Der 14-jährige Motorradfahrer Toriano Wilson verunglückte beim „Red Bull AMA U. S. Rookies Cup“ am 17. August 2008 tödlich. Er wurde von den nachfolgenden Fahrern überrollt.[20]
  • Shane McConkey kam am 26. März 2009 bei einem Stunt für den von Red Bull produzierten Film über sein Leben um. Er wollte auf Skiern von einer Klippe vom Sass Pordoi springen, zwei Backflips machen und anschließend mit einem Wingsuit den Berg hinabgleiten. Da sich ein Ski nicht vom Fuß löste, verlor er die Kontrolle und schlug tödlich auf dem Boden auf. Der Film wurde dennoch fertiggestellt.[20]
  • Eli Thompson kam am 28. August 2009 bei einem Sprung mit dem Wingsuit in der Schweiz um. Im Lauterbrunnental sollte er für den Promotionsfilm Human Flight 3D von Red Bull aus einem Hubschrauber springen und im Wingsuit knapp an einer Felskante vorbeifliegen. Doch er kollidierte mit der Felswand.[20]
  • Der Basejumper Ueli Gegenschatz verunglückte am 11. November 2009 beim Sprung vom Sunrise Tower in Zürich und starb zwei Tage später.
  • Der US-Amerikaner Caleb Moore wurde am 24. Januar 2013 bei den von Red Bull gesponserten „Winter X-Games“ bei einem Backflip von seinem Schneemobil getroffen. Er verstarb eine Woche später.[21]
  • Am 28. Februar 2013 starb der japanische Motocrossfahrer Eigo Sato beim Training für „Red Bull X-Fighters“ bei einem missglückten Backflip.
  • Am 8. Oktober 2013 starb der Ungar Viktor Kovats bei einem Übungssprung für die von Red Bull organisierte Weltmeisterschaft im Wingsuit-Fliegen in der chinesischen Provinz Hubei. Sein Fallschirm hatte sich nicht geöffnet.[22]
  • Am 11. November 2017 starb der russische Basejumper Waleri Rosow bei einem Sprung vom Berg Ama Dablam im Himalaya.[23][24]

Nach der Häufung der Todesfälle im Jahr 2009 wurde öffentliche Kritik an Red Bulls Marketingkonzept laut.[25] Das Unternehmen reagierte mit einer Kondolenzseite für Ueli Gegenschatz und schrieb: „Wir werden die Arbeit mit unseren vielen Athleten weiterführen und ihnen weiterhin dabei helfen, ihre Träume zu erfüllen und ihre Visionen zu verwirklichen.“[26]

Die ARD-Dokumentation Die dunkle Seite von Red Bull (2013) thematisiert den Tod von Gegenschatz und fünf weiteren Extremsportlern, die von Red Bull gesponsert wurden.[27]

Unternehmenszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Umsatz von Red Bull betrug im Jahr 2019 6,1 Mrd. Euro. Der Großteil der Umsätze erwirtschafte das Unternehmen in den USA mit 2,66 Mrd. Euro und in Europa mit 2,17 Mrd. Euro. Für das Marketing investierte Red Bull 1,82 Mrd. Euro. Nach Abzug der österreichischen Körperschaftsteuer in Höhe von 327 Mio. Euro erzielte das Unternehmen im Jahr 2019 ein Konzerngewinn von 937 Mio. Euro.[28]

Markenwert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut einer Studie aus dem Jahr 2008 des European Brand Institute wird der Markenwert mit 12 Mrd. Euro bewertet, was Platz 12 in der Liste der europäischen Top-Marken bedeutet.[29] Im Juli 2005 betrug der Wert der Marke noch 7,96 Mrd. Euro und konnte gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 21,6 % verbuchen.[30]

Die Red Bull GmbH wurde 2019 durch eine Markenrechtsstreitigkeit wieder in den Medienfokus gerückt. Die Jugend-Basketball-Mannschaften des VfL Oldesloe wurde mit Drohung auf Unterlassungsklage des Mannschaftsnamens „Blue Bulls“ bedacht. Der kleine Verein, dessen Jugendwappen einen blauen Bullenkopf zeigte, der an das Logo der Chicago Bulls erinnert, konnte sich eine anwaltliche Auseinandersetzung nicht leisten und muss eigene Marketingmaßnahmen im Wert von rund 7000 Euro vernichten.[31]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Tochter Red Bull Media House GmbH, deren Geschäftsführer Dietrich Mateschitz, Gerrit Meier, Dietmar Otti und Christopher Reindl sind, gehören verschiedene Medienunternehmen zur Red Bull.

Fernsehen, Online-Video und Wetterdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red Bull betreibt seit September 2006 einen YouTube-Kanal, der heute der meistabonnierte Kanal aus Österreich ist.[32] Die Red Bull TV betreibt seit Juni 2008 auch das Mobile-Fernsehen Red Bull TV, das mittels DVB-H empfangbar ist.[33] Seit Oktober 2009 ist Servus TV auf Sendung. Servus TV ging aus dem Lokalsender Salzburg TV hervor, der im April 2007 zu 100 Prozent übernommen wurde.[34][35] Weiterhin wird Red Bull TV über ein wöchentliches Fenster jeden Samstag und Sonntag Nacht über Servus TV ausgestrahlt.

Seit 2012 ist Red Bull mit 50 % an UBIMET, dem Betreiber der Österreichischen Unwetterzentrale, dem größten privaten Wetterdienst des Landes, beteiligt. Die Wetterdaten finden Verwendung in den Medien des Red-Bull-Konzerns.[36]

Der Kamerahersteller GoPro und Red Bull kündigten im Jahr 2016 eine mehrjährige, globale Partnerschaft an, die Content Produktion, Vertrieb und Cross-Promotion der Produkte beinhaltet. Außerdem will man gemeinsam die Kameras weiter entwickeln. Als Teil der Vereinbarung erhielt Red Bull Aktienanteile von GoPro. Gleichzeitig wurde GoPro exklusiver Partner für Point-of-View-Shot-Kameras bei allen Red-Bull-Medienproduktionen und Veranstaltungen. Crossmedial sollen der GoPro Channel, Red Bull TV, Red Bull.com und die hauseigene Medienservice Plattform Red Bull Content Pool bespielt werden.[37]

Print[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Red Bull Media House gibt seit November 2007 das monatlich erscheinende The Red Bulletin heraus. Das kostenlose Lifestylemagazin berichtet über die vielfältigen Sponsoringaktivitäten des Unternehmens. Es liegt mehreren österreichischen und deutschen Tageszeitungen bei. Eine englische Version des Magazins wird über britische und irische Zeitungen vertrieben.[38] Im gleichen Verlag erscheint seit November 2010 die Zeitschrift Servus in Stadt & Land, die mit einer verbreiteten Auflage gem. Österreichischer Auflagenkontrolle (ÖAK) 1. HJ 2014[39] von über 163.000 Exemplaren bereits seit 2011 Österreichs meistverkauftes Monatsmagazin ist; seit März 2012 gibt es auch eine Ausgabe für Bayern.

Im April 2013 übernahm Red Bull den Salzburger Ecowin Verlag. Im Oktober 2016 wurde bekannt, dass Red Bull Media House das Seitenblicke Magazin einstellen werde und stattdessen der Fokus auf den Onlineauftritt Seitenblicke.at gelegt werden soll. Das Printprodukt soll am 7. Dezember 2016 zum letzten Mal erscheinen.[40]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Red Bull Media House betreibt ein weltweites Netz von Tonstudios, die unter dem Label Red Bull Studios firmieren. Standorte befinden sich in Amsterdam, Auckland (Neuseeland), Berlin, Kapstadt (Südafrika), London, Los Angeles, New York, São Paulo, Tokyo und Paris. Dort wurden unter anderem Disclosure, Diplo, Lee Scratch Perry, Mike Skinner, ASAP Rocky, Jessie J, Skrillex, TNGHT, Labrinth, AlunaGeorge produziert. Ein Schwerpunkt der Produktionen liegt auf Pop und Rap.[41]

Mobilfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Oktober 2008 wird ein Mobilfunkvertrag der A1 Telekom Austria unter dem Namen Red Bull Mobile angeboten.[42] Später startete in der Schweiz in Kooperation mit Sunrise Communications ein ähnliches Angebot unter gleichem Namen, welches im Februar 2012 mangels Erfolg wieder eingestellt wurde.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem bekannten Energydrink Red Bull (inklusive Sugarfree,[43] Total Zero,[44] Orange Edition, Yellow Edition,[45] Summer Edition (Kiwi-Apfel und Mandarine), Spring Edition (Kirschblüte) und Special Editions (Cranberry, Heidelbeere und Limette)[46]) produziert Red Bull noch ein Colagetränk namens Red Bull Cola und Wasser namens Red Bull Lunaqua. Bei Red Bull Lunaqua handelt es sich um ein in Nüziders (Vorarlberg) abgefülltes stilles Quellwasser, welches laut Herstellerangaben nur bei Vollmond entnommen wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Red Bull GmbH – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Kategorie: Red Bull – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.redbull.com/de-de/energydrink/red-bull-unternehmen
  2. Energy Drinks: Red Bull mit Rekord-Umsatz von 5,5 Milliarden Euro, Kurier, 20. November 2020
  3. Red Bull nach Coca-Cola/Pepsi wertvollste Getränkemarke Die Presse vom 18. Februar 2014
  4. Ausschüttung an Mateschitz dank Sonderdividende fast verdoppelt. In: diepresse.com. 10. Januar 2020, abgerufen am 14. März 2022.
  5. Bangkok Post Public Company Limited: Thailand's rich list. In: Bangkok Post. (bangkokpost.com [abgerufen am 14. März 2022]).
  6. Das Geheimnis von Red Bull (Memento vom 3. April 2015 im Internet Archive)
  7. Vgl. Die Beteiligungen der Red Bull GmbH (Memento vom 3. April 2015 im Internet Archive) auf trendtop500.at
  8. Um die 50+1-Regel zu wahren, muss die Mehrheit der Stimmen in der Gesellschafterversammlung beim RasenBallsport Leipzig e. V. liegen, der den übrigen Prozent an der GmbH hält. Die dortige Stimmenverteilung ist allerdings unbekannt.
  9. Facts ǀ Berger Logistik / Transporte. Abgerufen am 25. August 2021.
  10. Eugen Waidhofer: Scuderia AlphaTauri: So anziehend wird die Formel 1! Red Bull GmbH, 11. Februar 2020, abgerufen am 16. August 2020.
  11. Red Bull’s nascar team set for final run (Memento vom 23. März 2015 im Internet Archive) auf redbull.com
  12. tagesschau.de: 4:2-Sieg gegen SC Freiburg: RB Leipzig erstmals DFB-Pokalsieger. Abgerufen am 23. Mai 2022.
  13. Johannes Schnitzler: Deal mit der Brause. In: sueddeutsche.de. Abgerufen am 14. März 2022.
  14. Red Bull kommt, Gröbner muss gehen. In: merkur.de. Abgerufen am 14. März 2022.
  15. Die schnellste Werbekolonne der Welt faz.net, 25. November 2010.
  16. a b Uwe Buse: Red Bull als Sportsponsor: Spiel ohne Grenzen. In: Der Spiegel. 2. Januar 2017, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 14. März 2022]).
  17. Red Bull Stratos: Mission to the Edge of Space. Abgerufen am 14. März 2022 (englisch).
  18. «Sterben für Red Bull?» tagesanzeiger.ch, 11. Januar 2017.
  19. Todesfälle bei Red-Bull-Extremsportlern finden traurige Fortsetzung derstandard.de, 15. November 2017.
  20. a b c Red Bull Unfälle: Die Schattenseiten des Event-Marketings? In: bluemind.tv. 30. Juni 2016, archiviert vom Original am 30. August 2018; abgerufen am 17. Oktober 2016.
  21. Caleb Moore has died after snowmobile accident at X Games Aspen. In: espn.com. Abgerufen am 14. März 2022.
  22. Frank Patalong: Schützt Extremsportler vor sich selbst! In: Spiegel Online. 12. Oktober 2013, abgerufen am 21. November 2016.
  23. Gefallen für Red Bull, Der Standard, 7. Januar 2018
  24. Extremsport: Todesfälle bei Red-Bull-Extremsportlern finden traurige Fortsetzung, Der Standard
  25. Tod eines Extremsportlers: Scharfe Kritik an Red Bull diepresse.com, 17. November 2009.
  26. Trauer um Ueli Gegenschatz (Memento vom 8. September 2012 im Webarchiv archive.today) redbull.ch, 16. November 2009.
  27. Angaben zur ARD-Dokumentation Die dunkle Seite von Red Bull (2013) auf programm.ard.de
  28. Konzernabschluss 2019 Red Bull GmbH, auf dossier.at
  29. Nokia ist wertvollste Marke, Red Bull auf Platz zwölf in Die Presse vom 17. September 2008
  30. Österreichs Leading Brand Red Bull knapp 8 Mrd. Euro wert (Memento vom 29. März 2013 im Internet Archive) (PDF-Datei; 24 kB), RNG Presseinformation Seite 2, vom 5. Juli 2005
  31. NDR: Red Bull verbietet Blue Bulls den Namen. Archiviert vom Original am 8. Juni 2019; abgerufen am 31. August 2019.
  32. Top 100 YouTubers in Austria by Subscribed auf socialblade.com vom 1. Dezember 2014
  33. Red Bull sendet via DVB-H (Memento vom 24. September 2008 im Internet Archive) auf horizont.at vom 5. Juni 2008
  34. Red Bull kauft „Salzburg TV“ auf ORF.at vom 20. Dezember 2007
  35. Salzburg TV-Gründer geht: Red Bull-TV-Pläne werden konkreter (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive) auf salzburg24.at vom 21. März 2008
  36. Red Bull entdeckt die Wettervorhersage, Handelsblatt, 7. August 2012
  37. GoPro und Red Bull gehen globale Partnerschaft ein. In: Production Partner. 27. Mai 2016 (GoPro und Red Bull gehen globale Partnerschaft ein [abgerufen am 4. November 2016]). GoPro und Red Bull gehen globale Partnerschaft ein (Memento vom 4. November 2016 im Internet Archive)
  38. Archivierte Kopie - Redbulletin (Memento vom 17. April 2009 im Internet Archive)
  39. Österreichische Auflagenkontrolle: Auflagenliste 1. Halbjahr 2014 (Memento vom 6. Februar 2015 im Internet Archive) (PDF; 2,1 MB). Abgerufen am 15. Februar 2015
  40. orf.at - Red Bull Media House stellt „Seitenblicke“-Magazin ein. Artikel vom 14. Oktober 2016, abgerufen am 14. Oktober 2016.
  41. Red Bull Studios. In: real life pr. Abgerufen am 4. November 2016.
  42. Red Bull steigt ins Handy-Geschäft ein (Memento vom 5. November 2016 im Internet Archive) in Der Standard vom 30. September 2008
  43. Produktbeschreibung: Redbull sugarfree (Memento vom 27. April 2015 im Internet Archive) auf redbull.at
  44. Red Bull Total Zero coming to US / Novinka pro USA
  45. Red Bull Yellow Edition
  46. Special Editions (Memento vom 2. Mai 2014 im Internet Archive) auf redbull.at