Red Dead Redemption

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Red Dead Redemption
Red-Dead-Redemption-Logo.svg
StudioRockstar San Diego
PublisherRockstar Games
Leitende EntwicklerChristian Cantamessa
Leslie Benzies
KomponistBill Elm, Woody Jackson
Erstveröffent-
lichung
Xbox 360/PlayStation 3:
NordamerikaNordamerika 18. Mai 2010
WeltWelt 21. Mai 2010[1]
Xbox One:
WeltWelt 8. Juni 2016[2]
PlattformPlayStation 3, Xbox 360, Xbox One
Spiel-EngineRAGE, Euphoria
GenreAction-Adventure, Open World
ThematikWestern, Wilder Westen
SpielmodusEinzelspieler, Mehrspieler
SteuerungGamepad
MediumDVD-ROM, Blu-ray
SpracheEnglisch mit deutschen Untertiteln
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 18

Red Dead Redemption ist ein Videospiel von Rockstar Games aus dem Action-Adventure-Genre. Es spielt in einer offenen Welt im Wilden Westen. Das Spiel erschien für die Spielekonsolen Xbox 360 und PlayStation 3 im Mai 2010. Red Dead Redemption ist als Nachfolger von Red Dead Revolver das zweite Red-Dead-Spiel und zugleich Auftakt einer eigenen Reihe. Im Oktober 2018 erschien mit Red Dead Redemption 2 ein Nachfolger.

Das Spiel erhielt ein durchweg positives Presseecho und wurde 14 Millionen Mal verkauft.[3]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red Dead Redemption spielt 1911 gegen Ende des Wilden Westens im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet. Der Protagonist John Marston trifft in der kleinen Wüstenstadt Armadillo im (fiktiven) amerikanischen Bundesstaat „New Austin“ ein. Im nahe gelegenen Fort Mercer will er einen Gesetzlosen namens Bill Williamson ausschalten. Die Aktion schlägt fehl; Marston wird niedergeschossen und bleibt bewusstlos am Straßenrand liegen. Er wird von der zufällig vorbeireisenden Bonnie MacFarlane gerettet und auf MacFarlanes Ranch versorgt. Hier endet der Prolog und beginnt die eigentliche Haupthandlung.

Im Verlaufe der Haupthandlung wird nach und nach die Vorgeschichte offenbart: Marston war ein Gesetzloser, der gemeinsam mit Bill Williamson in der Bande von Dutch van der Linde Verbrechen beging. Bei einem fehlgeschlagenen Raub ließen die Bandenmitglieder Marston sterbend zurück. Dieser ließ sich daraufhin mit seiner Frau Abigail, einer ehemaligen Prostituierten, und ihren gemeinsamen Kindern (Sohn Jack und eine Tochter, die noch vor der Spielhandlung verstarb) in West Elizabeth nieder und wurde Farmer. Kurz darauf entführten Agenten einer Bundesbehörde namens „Bureau“ Marstons Frau und seinen Sohn und erpressten ihn, seine ehemaligen Kameraden dingfest zu machen oder zu töten.[4][5]

Nach einiger Zeit in und um Armadillo und MacFarlanes Ranch kann sich Marston der Hilfe mehrerer Personen versichern, mit denen es ihm schließlich gelingt, Fort Mercer auszuheben. Williamson jedoch ist zuvor nach Mexiko geflohen, wohin ihm Marston folgt.

Dort angekommen, unterstützt Marston als Gegenleistung für Hilfe auf der Suche nach Bill Williamson die tyrannische Lokal-Regierung, indem er Sabotageakte mexikanischer Rebellen verhindert. Marston erfährt, dass sich Bill Williamson bei Javier Escuella, einem weiteren ehemaligen Bandenmitglied, versteckt hält. Auf der Suche nach Hinweisen für deren Versteck erledigt Marston Aufträge für die Regierung und später, nachdem klar wird, dass er von der Regierung nur benutzt und am Ende beinahe getötet wurde, für die Rebellen. Schließlich ist Marston maßgeblich an dem Umsturz des lokalen und korrupten mexikanischen Machthabers Colonel Allende beteiligt, im Zuge dessen er auch seine ehemaligen Bandenmitglieder Williamson und Escuella töten kann. Marston glaubt nun, den Auftrag der amerikanischen Bundesbehörde erledigt zu haben und dadurch seine Familie wiederzubekommen. Er macht sich auf den Weg in die Stadt Blackwater, doch anstatt seine Familie wiederzusehen, wird Marston nun dazu gezwungen, Dutch van der Linde zu töten. In einem Angriff auf die Bergfestung von Dutch van der Linde stellt Marston diesen; van der Linde wählt jedoch den Freitod, indem er – noch bevor Marston ihn erschießen kann – in die Schlucht springt. Marston darf nun wieder zu seiner Familie und ein neues Leben als Farmer beginnen.

Nach einigen Monaten auf der Farm, als sich Marstons Leben endlich zu normalisieren schien, erscheinen jedoch die Bundesagenten mit Soldaten, um ihn – das letzte lebende Bandenmitglied – zu töten. Nachdem John seine Frau und seinen Sohn in Sicherheit gebracht hat, stellt er sich und stirbt, von mehreren Kugeln getroffen, alleine.

Von hier an übernimmt der Spieler die Rolle von Johns Sohn Jack. Nachdem John begraben wurde, sind drei Jahre vergangen und auch Jacks Mutter ist gestorben. Jack beerdigt sie neben seinem Vater auf der Ranch. Jack ist zu einem Mann gereift und steht seinem verstorbenen Vater in nichts nach. Am Bahnhof von Blackwater erfährt er durch einen Regierungsbeamten, dass Edgar Ross, der einst die Ermordung John Marstons befahl, sich zur Ruhe gesetzt hat und mit seiner Frau an einem ruhigen Ort lebt. Jack findet schließlich Edgar Ross und tötet ihn in einem letzten Duell. Nachdem er seinen Vater nun gerächt hat, schaut Jack verwirrt auf seine Waffe: Er ist, wie einst sein Vater, ein Outlaw geworden, was dieser um jeden Preis verhindern wollte. Jack sichert seine Waffe und geht davon. Was aus ihm wird, ist unklar.

Spielprinzip und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spiel besteht zum einen aus Hauptmissionen, welche die Handlung vorantreiben, und den sogenannten Nebenmissionen. Ähnlich wie bei der GTA-Reihe ist es dem Spieler hier überlassen, in welcher Reihenfolge und zu welchem Zeitpunkt er die Missionen spielt. Der Spieler muss sich zu den einzelnen Missionsschauplätzen begeben, um sie abschließen zu können. Das Spiel folgt dem Prinzip des Open-World-Gameplays aus der Third-Person-Perspektive. Hierbei bietet Rockstar Games dem Spieler eine frei begehbare Landschaft an, welche der Protagonist zu Fuß, zu Pferd, mit der Kutsche oder mit dem Zug frei erkunden kann. Die Spielkarte verweist auf verschiedene Umgebungen, unter anderem auf Steppen, Wüsten, Nadelwälder, hohe und verschneite Berge usw. Der Schwerpunkt dieser liegt, anders als bei der GTA-Reihe, auf natürlicher, größtenteils unbebauter Umgebung. Allerdings bietet die Spielumgebung Ortschaften und Siedlungen an, in denen der Spieler mit computergesteuerten Charakteren interagieren kann (Spielen, Handeln usw.). Red Dead Redemption bietet neben dem Einzelspieler-Modus noch den Mehrspieler-Modus an, in dem die Umgebung mit über das Internet verbundenen menschlichen Spielern erkundet werden kann (Bsp. Jagd). Dabei bietet der Titel eine vielfältige Auswahl von Tieren an, die John Marston jagen kann. Erlegte Tiere können gehäutet und die Felle bei Händlern verkauft werden. Je nach Gegend, in denen sich der Spieler aufhält, leben verschiedene Tierarten, dazu gehören u. a. Bisons, Grizzlybären und Wölfe. Ebenso wie das Spiel GTA 4 wurde das Spiel mit der Animations-Engine Euphoria versehen. Die Bewegungsabläufe werden realistischer dargestellt.

Kampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schusswechsel und Verfolgungsjagden sind Hauptbestandteile des Spiels. Der Spieler kann hinter verschiedenen Gegenständen Deckung nehmen, Personen anvisieren, blind oder gezielt feuern. In Red Dead Redemption stehen dem Spieler verschiedene Waffen zur Verfügung. Dazu gehören Schrotflinten, Scharfschützengewehre, Kanonen, Gatling-Gewehre, Revolver, Pistolen, Messer, Sprengstoff, Molotowcocktails oder ein Lasso. Im Kampf kann John Marston Gegner mit der Zielvorrichtung „Dead-Eye“ ausschalten. Dies erlaubt dem Spieler für eine kurze Zeit die Geschwindigkeit des Spielablaufs zu verlangsamen, um dann einen oder mehrere Zielpunkte auf einzelnen oder mehreren Gegnern zu platzieren. Anschließend werden markierte Ziele automatisch unter Beschuss genommen.

Multiplayer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Red Dead Redemption kann der Spieler im Internet mit bis zu 16 Spielern pro Runde spielen, wie zum Beispiel Deathmatch, Schnapp die Tasche oder Capture the Flag spielen. Es gibt auch einen sogenannten Freeroam-Modus, in dem der Spieler alleine oder mit Freunden frei die riesige Welt von Red Dead Redemption erkunden kann. Bei diesem Spielmodus können sich Spieler zu Clans zusammenschließen und verbündet gegen andere Clans kämpfen, mit ihnen jagen oder auf Erkundungsreise gehen.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonus und Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des DLCs Undead Nightmare

Für Red Dead Redemption wurden verschiedene herunterladbare Erweiterungspakete (DLC) als Bonus angeboten, je nachdem für welchen Shop man sich zum Vorbestellen entschied. Kunden, die ihr Spiel bei Amazon vorbestellt hatten, erhielten als Bonus goldene Waffen, welche es dem Spieler erlaubten, mehr Bonusmissionen freizuschalten und Gegner schneller zu erledigen. Hatte der Kunde den Titel bei Saturn vorbestellt, erhielt dieser ein einzigartiges Pferd, welches schneller, ausdauernder und zäher ist als andere. Für die Vorbesteller bei GameStop stand das Outfit „Deadly Assassin“, welches die „Dead-Eye“-Anzeige zwei Mal so schnell auflädt wie gewöhnlich, zur Verfügung. Alle drei Boni sowie ein Download-Code für den Soundtrack des Spiels im MP3-Format sind in der Limited Edition enthalten. Die drei Boni sind inzwischen auch über den Xbox-Live-Marktplatz einzeln erhältlich.

Als weitere Download-Addons sind erhältlich:

  • Legenden und Schurken
  • Lügner und Betrüger
  • Outlaws bis zum Schluss

Mit Undead Nightmare wurde ein weiteres Add-on veröffentlicht, bei der John Marston es mit Untoten zu tun bekommt. Seit dem 26. November 2010 gibt es eine Disc-Version, die auch ohne Hauptspiel spielbar ist.[6] Darin enthalten sind auch die weiteren Erweiterungen, wie Legenden und Schurken, Lügner und Betrüger und Outlaws bis zum Schluss.

Nachfolger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rockstar Games kündigte im Oktober 2016 über Twitter[7] und die offizielle Website[8] den Nachfolger Red Dead Redemption 2 für den Herbst 2017 an. Der Veröffentlichungstermin wurde nach und nach auf Oktober 2018 verschoben.[9] Das finale Erscheinungsdatum war der 26. Oktober 2018.[10]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metawertungen
DatenbankWertung
Metacritic95 [11]

Red Dead Redemption erhielt sehr positive Bewertungen. Metacritic aggregiert 73 Rezensionen zu einem Mittelwert von 95.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jim Reilly: Red Dead Redemption Delayed. In: IGN Entertainment. Ziff Davis, 3. März 2010, abgerufen am 9. August 2015 (englisch).
  2. Marco Schabel: Red Dead Redemption: Auf der Xbox One mit besserer Leistung, DLCs aktuell gratis. In: Spieletipps. STRÖER media brands AG, 12. Juli 2016, abgerufen am 21. April 2017.
  3. IndustryGamers.com: GTA IV Passes 22 Million Shipped, GTA Franchise Over 114 Million (Memento vom 6. September 2012 im Internet Archive)
  4. Felix Grundel: Kurztest: Red Dead Redemption (Update). In: Netzwelt, 29. März 2010. Abgerufen am 20. Mai 2010.
  5. Martin Robinson: Red Dead Redemption UK Review. In: IGN Entertainment. Ziff Davis, 17. Mai 2010, abgerufen am 9. August 2015 (englisch).
  6. Red Dead Redemption Undead Nightmare – Zombies im Wilden Westen
  7. Rockstar Games on Twitter. In: Twitter. (twitter.com [abgerufen am 18. Oktober 2016]).
  8. Red Dead Redemption 2. In: Red Dead Redemption 2. Abgerufen am 18. Oktober 2016 (amerikanisches Englisch).
  9. PCGames.de: Red Dead Redemption 2. Abgerufen am 16. April 2018.
  10. FOCUS Online: Warum Videospiele nach Red Dead Redemption 2 anders sein werden. In: FOCUS Online. (focus.de [abgerufen am 29. Oktober 2018]).
  11. a b Metacritic.com: Red Dead Redemption. Abgerufen am 1. Januar 2018.