Red Sniper – Die Todesschützin

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Filmdaten
Deutscher TitelRed Sniper – Die Todesschützin
Originaltitelukr.: Незламна (Nezlamna), rus.: Би́тва за Севасто́поль (Bitva za Sevastopol)
ProduktionslandUkraine, Russland
Erscheinungsjahr2015
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieSergueï Mokritskiy
Besetzung

Red Sniper – Die Todesschützin (ukrainisch: Незламна, dt.: Die Unbesiegte; russisch: Битва за Севастополь, dt.: Die Schlacht um Sewastopol) ist ein ukrainisch-russischer Film des Regisseurs Sergueï Mokritskiy aus dem Jahr 2015.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die UNO-Diplomatin Eleanor Roosevelt besucht den Parteichef der KPdSU Nikita Chruschtschow im Oktober 1957 in Jalta auf der Krim. Doch vor dem Treffen möchte sie erst noch Ljudmila Pawlitschenko besuchen. Sie hatte als damalige First Lady die ehemalige Scharfschützin der Roten Armee im Rang eines Majors, Heldin der Sowjetunion und Historikerin im Kriegsjahr 1942 in den USA kennengelernt.

In Rückblenden wird ein dramatischer Abschnitt aus dem Leben Ljudmilas vom Beginn ihres Studiums ab 1937, über ihre Zeit als Scharfschützin bei der roten Armee und ihren Einsatz bei der Schlacht um Sewastopol, bis zum Besuch mit einer sowjetischen Delegation in den USA im Herbst 1942, erzählt.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film ist eine Koproduktion der Ukraine und Russlands[2], die zum 70. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland als Auftragsarbeit mit dem Geld beider Staaten in den Jahren 2013 bis 2014 entstand[3] und in beiden Ländern zu den erfolgreichsten Kinoproduktionen des Jahres 2015 zählte.[4]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film hält sich eng an die historischen Fakten und an biografische Details der dargestellten Personen. Auch original überlieferte Zitate werden wortwörtlich verwendet, so beispielsweise aus einer Rede Ljudmila Pawlitschenkos im September 1942 in Chicago:

„Gentlemen, I am 25 years old and I have killed 309 fascist occupants by now. Don’t you think, gentlemen, that you have been hiding behind my back for too long?“

Ljudmila Pawlitschenko: Smithsonian Institution[5]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die titelgebende 'Schlacht um Sewastopol' steht dabei weniger im Mittelpunkt und bildet die historische Kulisse. Die Geschichte ist betont ausgewogen und wertfrei erzählt. Wer hier ein patriotistisches Loblied oder einen herkömmlichen Kriegsfilm erwartet, wird enttäuscht sein – so viel sei vorab gesagt. Der Streifen bewegt zutiefst durch seine etwas andere Perspektive auf die Kriegsjahre.“

Julia Kuniß: Berliner Filmfestivals[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Red Sniper – Die Todesschützin. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b Das junge russische Kino ist wie ein Seismograph. In: Interviews. Berliner Filmfestivals, 22. November 2015, abgerufen am 10. März 2016.
  3. Alisa Bauchina: Die echten und die falschen Schüsse. In: Feuilleton. Moskauer Deutsche Zeitung, 4. Dezember 2015, abgerufen am 10. März 2016.
  4. Gesine Dornblüth: Kino-Hit „Kampf um Sewastopol“. Ukrainisch-russischer Film. In: Kultur heute. Deutschlandradio, 10. April 2015, abgerufen am 10. März 2016: „Betont ausgewogener Film“
  5. Gilbert King: Eleanor Roosevelt and the Soviet Sniper. In: History. Smithsonian Institution, 21. Februar 2013, abgerufen am 10. März 2016 (englisch).