Rednitzhembach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rednitzhembach
Rednitzhembach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rednitzhembach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 18′ N, 11° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Roth
Höhe: 327 m ü. NHN
Fläche: 13,01 km²
Einwohner: 6834 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 525 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91126
Vorwahl: 09122
Kfz-Kennzeichen: RH, HIP
Gemeindeschlüssel: 09 5 76 137
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
91126 Rednitzhembach
Webpräsenz: www.rednitzhembach.de
Bürgermeister: Jürgen Spahl (parteilos)
Lage der Gemeinde Rednitzhembach im Landkreis Roth
Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Landkreis Fürth Schwabach Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Soos Abenberger Wald Dechenwald Heidenberg Forst Kleinschwarzenlohe Büchenbach Georgensgmünd Kammerstein Schwanstetten Rednitzhembach Rohr (Mittelfranken) Rohr (Mittelfranken) Roth Thalmässing Wendelstein (Mittelfranken) Spalt Röttenbach (Landkreis Roth) Hilpoltstein Heideck Greding Allersberg Abenberg Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild

Rednitzhembach ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Roth. Sie liegt 18 Kilometer südlich der Städteachse Nürnberg - Fürth, 5 Kilometer südöstlich von Schwabach und 6 Kilometer nördlich von Roth.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rednitzhembach besteht aus 8 Ortsteilen[2]:

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Rednitzhembach fließt die Rednitz, in die als rechter Zufluss der Hembach und von links der Mainbach münden. Weiterhin nimmt die Rednitz am nordöstlichen Rand des Ortsteiles Plöckendorf als Vorfluter die gereinigten Abwässer der Kläranlage Rednitzhembachs auf. Das Gemeindegebiet Rednitzhembachs wird östlich vom Main-Donau-Kanal, Kilometer 81 bis 83 West, begrenzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon um das Jahr 1000 v. Christus gab es im heutigen Ortsteil Untermainbach eine urnenfelderzeitliche Siedlung. Dies fand die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg (NHG) bei Grabungen in den 1930er und 1970er Jahren heraus.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Walpersdorf eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rednitzhembacher Gemeinderat hat 20 Sitze, die Verteilung ist derzeit wie folgt: CSU 8 Sitze; SPD 5 Sitze; Neutraler Block/Parteilose Wähler 3 Sitze; Freie Wähler 2 Sitze; Bündnis 90/Die Grünen 2 Sitze.

Erster Bürgermeister ist seit 1996 der parteilose Jürgen Spahl, der die Gemeindefinanzen konsolidierte und die Gemeinde seit 2003 schuldenfrei stellte. Dieses Ziel wurde u.a. durch die Gründung der Gemeindewerke Rednitzhembach GmbH erreicht, die einen Teil der kommunalen Aufgaben (z.B. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Friedhofswesen) übernahmen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geteilt: oben in Schwarz ein wachsendes oberhalbes silbernes Mühlrad, unten gespalten von Silber und Rot mit aufgelegtem, blauen Wellenbalken. (Urkunde der Regierung von Mittelfranken vom 29. August 1975)

Die Lage der Gemeinde an der Rednitz wird durch den Wellenbalken, die Bedeutung der Rednitzhembacher Mühlenbetriebe durch das stilisierte halbe Mühlrad dargestellt. Im Ort waren die Nürnberger Patrizier Zollner vom Brand und nachfolgend (ab 1603) die Behaim von Schwarzbach begütert, deren Wappen (Silber-Rot-Spaltung) darum in das Gemeindewappen übernommen wurde, welches durch die Farben Weiß-Schwarz auf die Beziehungen zu Brandenburg-Ansbach hinweist. („Unser Bayern“, Nr. 8/76)

Partnergemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theater Rednitzhembach[4]
  • Kunstweg Rednitzhembach mit über 40 Kunstobjekten unterschiedlicher Art, siehe: Rednitzhembacher Kunstweg
  • Rathaus-Galerie und Foyer-Galerie: Im Rednitzhembacher Rathaus und im Foyer des Gemeindezentrums finden regelmäßig mehrwöchige Ausstellungen verschiedener Künstler und Kunstrichtungen statt
  • Über 30 Bau- 15 Bodendenkmäler[5] und siehe auch: → Liste der Baudenkmäler in Rednitzhembach

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirchweih am vierten Wochenende nach Pfingsten
  • Klassik-Open-Air am Kunstweg am ersten Samstag der Sommerferien
  • Weinfest rund um das Gemeindezentrum mit der Partnergemeinde Bardolino und dem Rednitzhembacher Gewerbeverein, Anfang bis Mitte September
  • Adventsmarkt rund um das Gemeindezentrum am Samstag vor dem Ersten Advent

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Schrödel, war von 1908 bis 1933 Bürgermeister von Rednitzhembach
  • Pfarrer Johann Spieß, von 1962 bis 1991 katholischer Pfarrer in Plöckendorf, heute Rednitzhembach; organisierte das katholische Leben in Rednitzhembach und schuf das Kirchenzentrum mit Kindergarten
  • Elisabeth Slowenski, Gemeinderätin, Gründerin des Rednitzhembacher Theatervereins, Verfasserin von heimatgeschichtlichen Schriften und Prosa

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptverkehrsachse Rednitzhembachs bildet die Staatsstraße 2409, die in Nord-Süd-Richtung den Ort durchzieht. Von Schwanstetten her mündet die Kreisstraße RH 1 ein. Nördlich führt die Bundesautobahn 6 vorbei sowie östlich die dort autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße 2, zu denen jeweils Auf- und Abfahrtsmöglichkeiten bestehen.

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der S-Bahnhof (S 2) in Rednitzhembach liegt in der Nähe des Gemeindezentrums. Die Bahnstrecke ist dreigleisig, wobei nur ein Gleis für beide Richtungen der S-Bahn-Verbindung zwischen Roth, Nürnberg Hauptbahnhof und Altdorf nutzbar ist.

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Buslinie 661 Eichwasen – Ludwigstraße – Bahnhof – Vogelherd – Falbenholz – Plöckendorf und zurück
  • Buslinie 676 Schwabach – Rednitzhembach – Schwanstetten – Wendelstein
  • Buslinie 604 Roth – Schwand – Wendelstein – Röthenbach
  • Buslinie 675 Linienbedarfstaxi Rednitzhembach Bhf. – Walpersdorf – Untermainbach – Rednitzhembach Bhf.
  • Anrufsammeltaxi Schwabach – Rednitzhembach

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzige regionale Tageszeitung in Rednitzhembach ist das Schwabacher Tagblatt. Für den Bereich "Lokales" ist die in Schwabach ansässige Redaktion zuständig. Der restliche und überwiegende Teil der Zeitung wird von den Nürnberger Nachrichten geliefert.

Monatlich erscheint das Rednitzhembacher Gemeindemagazin „bürgerbrief“. Das Heft (durchschnittlich 24 bis 28 Seiten) ist kostenlos und enthält die aktuellen Informationen aus dem Rathaus, von den Rednitzhembacher Vereinen und der Wirtschaft.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rednitzhembach gibt es eine Grund- und Mittelschule mit angeschlossenem Hort und Mittagsbetreuung. Die Schule ist außerdem sowohl eine offene, als auch gebundene Ganztagesschule, verfügt über eine Praxisklasse und Übergangsklassen für Kinder von Migranten und Asylbewerbern.

Zur katholischen Kirchengemeinde gehört die von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen betriebene katholische öffentliche Bücherei, die über ein breitgefächertes Angebot unterschiedlicher Medien verfügt.

Ferner gibt es in Rednitzhembach eine Außenstelle der Volkshochschule des Landkreises Roth, die zahlreiche Kurse und Veranstaltungen anbietet.

Kindertagesstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rednitzhembach hat drei Kindertagesstätten – zwei konfessionelle (Trägerschaft evangelische bzw. katholische Kirchengemeinde) und eine nicht konfessionelle (AWO-Trägerschaft), denen jeweils Krippengruppen angeschlossen sind.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 4. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, Sp. 446.
  • Gerhard Dittrich (Hrsg.): Rednitzhembach: ein Gemeindeentwicklungsprogramm. SIN-Städtebauinstitut-Forschungsgesellschaft mbH, Nürnberg 1973, DNB 760512043.
  • Sibylla Hauser: Kriegsjahre in unserem Dorf (Rednitzhembach im Zweiten Weltkrieg, mit s/w Abbildungen), 1997.
  • Martin Schieber (Hrsg.): Rednitzhembach: ein Streifzug durch die Jahrhunderte. Rednitzhembach 2002, DNB 966002024.
  • Martin Schieber (Hrsg.): Rednitzhembach: ein Streifzug durch das Vereinsleben. Rednitzhembach 2004, DNB 972463534.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rednitzhembach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 568.
  4. Theater Rednitzhembach
  5. Liste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Rednitzhembach