Redwitz an der Rodach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Redwitz a. d. Rodach
Redwitz an der Rodach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Redwitz a. d. Rodach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 10′ N, 11° 12′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Lichtenfels
Verwaltungs­gemeinschaft: Redwitz an der Rodach
Höhe: 291 m ü. NHN
Fläche: 14,66 km2
Einwohner: 3397 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 232 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96257
Vorwahl: 09574
Kfz-Kennzeichen: LIF, STE
Gemeindeschlüssel: 09 4 78 155
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kronacher Straße 41
96257 Redwitz a.d. Rodach
Website: www.redwitz.de
Erster Bürgermeister: Jürgen Gäbelein (UBR)
Lage der Gemeinde Redwitz a. d. Rodach im Landkreis Lichtenfels
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Redwitz an der Rodach (amtlich: Redwitz a.d.Rodach) ist eine Gemeinde im Landkreis Lichtenfels (Regierungsbezirk Oberfranken). Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Redwitz an der Rodach, dessen Mitglied die Gemeinde ist.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Redwitz mündet die Steinach in die Rodach, die fünf Kilometer hinter Redwitz in den Main fließt. Redwitz liegt in der Mitte zwischen Lichtenfels und Kronach.

Die Gemeinde Redwitz hat fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Nennung erfolgte 1231 mit Lisa von Kurzewind, „uxor Cunradi de Redewitz“. Das Adelsgeschlecht derer von Redwitz wurde erstmals im Jahr 1250 mit „Erchinpert de Redewitz“ erwähnt.[3]

Am 1. April 1972 wurde Obristfeld, ein Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Neuses am Main, eingegliedert. Am 1. Juli 1972 folgte Trainau.[4] Am 1. April 1975 kam Unterlangenstadt hinzu. Die Reihe der Eingemeindungen fand mit der Eingliederung von Mannsgereuth am 1. Mai 1978 ihr Ende.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 3275 auf 3405 um 130 Einwohner bzw. um 4 %. Am 31. Dezember 1997 hatte Redwitz an der Rodach 3474 Einwohner.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 16 in der Gemeinderatswahl gewählte Mitglieder. Nach der Gemeinderatswahl 2014 hatten die CSU: 8 Sitze, die SPD 4 Sitze und die FW 4 Sitze. Bei den Wahlen 2020 erhielt die CSU 39,1 % der Stimmen (6 Sitze), die UBR 35,7 % (6 Sitze) und die SPD 25,3 % (4 Sitze).[6] Zusätzlich ist der Erste Bürgermeister Mitglied des Gemeinderates.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gde. Redwitz an der Rodach
Blasonierung: „Unter schwarzem Zinnenschildhaupt in Gold über zwei schräg gekreuzten schwarzen Schraubenschlüsseln ein Schild, darin in Blau drei silberne Balken, überdeckt von einem roten Schrägwellenbalken.“[7]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Aegidius

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Redwitz hat einen Haltepunkt an der Frankenwaldbahn und liegt an der Bundesstraße 173.

Ansässige Unternehmen sind Lapp Insulators (Keramik) und Metalor (Elektrokontakte).

In der Gemeinde gibt es den Kindergarten und die Kinderkrippe „Grünschnabel“ und den Kindergarten Mannsgereuth. Am 1. März 2012 waren 175 Plätze belegt. Im Schuljahr 2011/2012 besuchten 294 Schüler die Albert-Blankertz-Schule (Grundschule und Mittelschule).

Die Gemeinde verfügt über ein Freibad mit einem 50 Meter Wasserbecken und einem Kleinkinderbereich. Zusätzlich stehen große Liegewiesen und ein Beachvolleyballfeld zur Verfügung. Das Freibad verfügt über einen Kiosk. Bademeister überwachen den Schwimmbetrieb. In direkter Nachbarschaft zum Freibad gibt es einen Minigolfplatz mit einem gemütlichen Biergarten. Ein großer Sportverein (TV Redwitz), ein Tennisverein (Siemens-Tennisclub Redwitz e. V.) und ein Fußballverein (1. FC Redwitz) bieten den Einwohnern viele sportliche Aktivitäten: Fußball, Turnen, Volleyball, Mountainbike und Walking.

Redwitz verfügt über ein DSL-Glasfasernetz mit bis zu 100 Mb/s.

Umspannwerk Redwitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Umspannwerk Redwitz ist ein bedeutender Knoten im deutschen Höchstspannungsnetz auf der Spannungsebene 380 kV sowie ein Verknüpfungspunkt zum unterlagerten regionalen 110-kV-Hochspannungsnetz des Bayernwerkes. Es wird von Tennet TSO betrieben.

Es ist Ausgangspunkt der zweisystemigen 380-kV-Leitungen nach Altenfeld und Remptendorf in Thüringen ins Netz von 50Hertz Transmission. Im eigenen 380-kV-Netz von Tennet TSO ist es mit den Umspannwerken Kriegenbrunn, Würgau, Eltmann, Oberhaid und Mechlenreuth verbunden.

Söhne der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Redwitz an der Rodach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Redwitz a.d.Rodach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. Juni 2021.
  3. Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 6: Lichtenfels. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9. S. 114.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 511.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 694 und 696.
  6. http://wahlen.redwitz.de/Gemeinderatswahl2020/gemeinderatswahl_gemeinde_09478155.html
  7. Eintrag zum Wappen von Redwitz an der Rodach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte