Refurbishing

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Refurbishing bezeichnet die qualitätsgesicherte Überholung und Instandsetzung von Produkten zum Zweck der Wiederverwendung und -vermarktung (=Remarketing).

Von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung ist das Refurbishing von Produkten bei

Refurbishing trägt zur Vermeidung von Abfällen und zur Schonung von Primärressourcen bei.

Beispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Produkt wird z. B. durch das geltende 14-tägige Widerrufsrecht oder als Garantiefall an den Hersteller zurückgeschickt. Dieses Produkt wird vom Hersteller gründlich überprüft und generalüberholt, um es anschließend wieder verkaufen zu können – oft mit deutlichem Preisnachlass unter der Bezeichnung refurbished. Meist gibt der Hersteller auf ein solches Produkt eine erneute Garantie. Unabhängig von der Herstellergarantie gilt auch für Refurbished-Produkte wie für alle im Handel gekauften Produkte, die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren, welche allerdings vom Anbieter (z. B. in AGB) gemäß § 475 Abs. 2 BGB bei Gebrauchtwaren auf ein Jahr beschränkt werden kann.

Export in Entwicklungsländer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Export „refurbishter“ Geräte aus den Industriestaaten in weniger entwickelte Länder erleichtert aufgrund der niedrigen Kosten (die Geräte sind üblicherweise bereits abgeschrieben) die Ausstattung kaufschwacher Kunden in Entwicklungsländern mit Massenprodukten und stellt dort einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar.

Refurbishments im Immobilienbereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Immobilienbereich wird des Öfteren auch von Refurbishments, im Sinne von Werterhaltung (Sanierungsmaßnahmen) von Bestandsimmobilien gesprochen.

Refurbishments in der IT-Branche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betreiber von industriellen Serveranlagen weichen im Zuge der immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen vermehrt auf refurbishte Produkte der IT-Wiedervermarkung aus. Im Gegensatz zu der weit verbreiteten Annahme gebrauchtes Computerequipment sei für den produktiven Einsatz aufgrund der veralteten Technik nicht mehr zu gebrauchen, bietet der Gebrauchtmarkt Systeme an, die für die meisten Anforderungen mehr als ausreichend sind und sich in der Praxis bewährt haben.

Neue Technologien, welche unter Umständen in der Einführungsphase noch fehlerbehaftet sein können, stellen in einer Produktivumgebung[1] ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Ein Ausfall eines Produktivsystems könnte unter Umständen den finanziellen Ruin eines Unternehmens bedeuten, wenn Daten unwiderruflich verloren gehen oder Prozessketten eines Unternehmens stillstehen. Aus diesem Grund greifen Systemadministratoren mit Vorliebe auf Technologien zurück, welche sich bereits in der Praxis bewährt haben.

Die Versorgung mit Ersatzteilen in der IT-Branche stellt ein weiteres Problem dar, weshalb Betreiber industrieller EDV-Anlagen teilweise gezwungen sind, gebrauchte Komponenten einzukaufen. Ein Produkt wird vom Hersteller lediglich eine begrenzte Zeit supportet und hergestellt. Dies gilt auch für Ersatzteile, wodurch eine Verknappung am Markt mit entsprechenden Preiserhöhungen für neue Teile entsteht.

Refurbishments führender IT-Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große IT-Unternehmen wie Oracle[2], Hewlett-Packard[3], Cisco[4] und NetApp[5] haben das Potential des Gebrauchtmarktes erkannt und interne Abteilungen geschaffen, die sich dem Vertrieb und dem Marketing refurbishter Hardware widmen. Neben den bekannten Vertriebsplattformen für gebrauchte Artikel wie z. B. Ebay oder Amazon haben sich verschiedene Unternehmen auf die Vermarktung und den Vertrieb gebrauchter Computersysteme spezialisiert. Einige Unternehmen haben sich auf die Vermarktung refurbuishter Serverhardware spezialisiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Produktivsystem: Definition eines Produktivsystems. In: Computerwissen Online.
  2. Oracle reseller agreement. Oracle.com, abgerufen am 31. Januar 2014.
  3. HP RENEW Programm. HP, abgerufen am 31. Januar 2014.
  4. Cisco - Channel Partner Program. www.cisco.com, abgerufen am 31. Januar 2014.
  5. Netapp Partnerprogramm. www.netapp.com, abgerufen am 31. Januar 2014.