Refusenik

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Refusenik (von englisch to refuse, „ablehnen“) oder Otkasnik (russisch отказник, von отказывать, d. h. „ablehnen“, hebräisch מסורבי mesorav) war ein inoffizieller sowjetischer Ausdruck für Personen, typischerweise sowjetische Juden, denen die Möglichkeit einer Emigration verweigert wurde.[1]

Bedeutungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff erhielt eine weitere Bedeutung. Susan Sontag bezeichnete in ihrem unten aufgeführten Buch die Wehrdienstverweigerer der israelischen Armee als Refuseniks. In diesem Sinn wird der Begriff zuweilen auch im Deutschen gebraucht.

Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Regie von Laura Bialis wurde 2007 ein US-amerikanischer Dokumentarfilm unter dem Titel Refusenik über die Bemühungen und Schwierigkeiten der Emigration sowjetischer Juden gedreht.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peretz Kidron (Hrsg.), Susan Sontag (Redakteur): Refusenik!: Israel’s Soldiers of Conscience. Palgrave Macmillan, 2004, ISBN 1-84277-451-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Refuseniks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mark Azbel, Grace Pierce Forbes: Refusenik, trapped in the Soviet Union. Houghton Mifflin, 1981, ISBN 0-395-30226-9
  2. Review von Refusenik auf avclub.com, 8. Mai 2008 (englisch).