Regensberg

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Regensberg
Wappen von Regensberg
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton ZürichKanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Dielsdorfw
BFS-Nr.: 0095i1f3f4
Postleitzahl: 8158
Koordinaten: 675388 / 259747Koordinaten: 47° 29′ 3″ N, 8° 26′ 20″ O; CH1903: 675388 / 259747
Höhe: 617 m ü. M.
Höhenbereich: 493–844 m ü. M.[1]
Fläche: 2,37 km²[2]
Einwohner: 459 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 198 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
15,9 % (31. Dezember 2020)[4]
Gemeindepräsident: Matthias Reetz
Website: www.regensberg.ch
Blick von der Lägern auf Regensberg

Blick von der Lägern auf Regensberg

Lage der Gemeinde
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Regensberg (zürichdeutsch [ˈræɡiʃˌbɛːrɡ] Rägischbèèrg,[5] auch [t ˈbuːrɡ] d Buurg[6]) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dielsdorf des Kantons Zürich, Schweiz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das mittelalterliche Landstädtchen und frühere Zentrum des westlichen Zürcher Unterlandes liegt auf einem Felssporn der Lägern hoch über Dielsdorf. Zu Regensberg gehört auch die Hirsmühle, eine direkt an Dielsdorf angrenzende Wohnsiedlung mit einer alten Mühle.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Rot über grünem Sechsberg ein in zwei Wolken endender silberner Regenbogen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Städtchen Regensberg (bzw. damals Neu-Regensberg) wurde 1244 vom Freiherren Lütold V von Regensberg gegründet. Die Stammburg der Regensberger (Alt-Regensberg) liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Regensdorf, in der Nähe von Zürich-Affoltern und den Katzenseen. Ausschlaggebend für die Gründung von Regensberg war wohl die strategisch günstige Lage. Schon 1302 war Lütold VII gezwungen, das Städtchen den Habsburgern zu verkaufen, welche es 1409 an die Stadt Zürich verpfändeten.

1417 ging Regensberg endgültig in zürcherischen Besitz über und wurde Sitz eines Landvogts. 1443 wurde Regensberg im Verlaufe des Alten Zürichkriegs von den Eidgenossen belagert und erobert. Als 1798 die Helvetische Republik gegründet wurde, wurde es dem Distrikt Bülach angegliedert.

Nach dem Ende der Helvetischen Republik 1803 wurde es Bezirkshauptort, verlor aber diese Funktion 1871 an Dielsdorf, welches durch den Eisenbahnbau an Bedeutung gewonnen hatte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plan des Städtchens Regensberg von 1751 mit barocker Stadtbefestigung aus dem 17. Jahrhundert
  • Städtchen mit Schloss Regensberg (heute eine Sonderschule), Oberburg (befestigt) und Unterburg.
  • Schanze der Stadtbefestigung aus dem 17. Jahrhundert: Südöstliche Hälfte des Hornwerkes des ehemaligen Dielsdorfer Tores (Pro Castellis)
  • Rundturm. Der Bergfried des Schlosses ist öffentlich zugänglich.
Historisches Luftbild von Werner Friedli (1955)

Attraktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Regensberg besitzt einen kleinen Skilift
  • Die Schlittelbahn von der Lägeren bis zum Skilift

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Angst (1847–1922), erster Direktor des Schweizerischen Landesmuseums
  • Heinrich Leuthold (1892–1971), Numismatiker, bekannt wegen der Deutung der mit ** bezeichneten byzantinischen Solidi (Leichte Goldmuenzen mit Gehalt 23/24)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Exekutive der Gemeinde (der Gemeinderat) besteht aus fünf Personen. Er wird alle vier Jahre durch die Regensberger Stimmberechtigten neu gewählt. Seit 2021 ist (durch stille Wahl bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode 2018–2022) Matthias Reetz Gemeindepräsident. Er ist zugleich Vorstand des Ressorts Finanzen.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943.
  • Martin Illi: Regensberg. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Lucas Wüthrich: Regensberg (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 297). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1981, ISBN 3-85782-297-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Regensberg ZH – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Hans Kläui, Viktor Schobinger: Zürcher Ortsnamen. Entstehung und Bedeutung. Hrsg. von der Zürcher Kantonalbank. Zürich 1989.
  6. Sprachatlas der deutschen Schweiz, Band V, 1a.