Reggiane Re.2001

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Reggiane Re.2001
Reggiane Re.2001 in Tarnanstrich
Typ: Jagdflugzeug
Entwurfsland: Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Italien
Hersteller:

Reggiane

Erstflug: Juli 1940
Indienststellung: 1942
Stückzahl: 252

Die Reggiane Re.2001 Falco II war ein einsitziges Jagdflugzeug, das bei Reggiane in Italien gefertigt wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorgänger Reggiane Re.2000 hatte begrenzten Erfolg. Für die aus dieser Maschine weiterentwickelte Re.2001 sollte ein stärkerer Motor verwendet werden. Der ursprünglich vorgesehene Daimler-Benz DB 601 Aa stand jedoch nur begrenzt zur Verfügung; daher wurde auf eine Lizenzversion, den Alfa-Romeo R.A.1000 RC.41-I Monsone ausgewichen. Es wurden nur 252 Stück hergestellt, da auch dieser Motor für andere Typen (Macchi C.202) vorgesehen war.

Die Maschinen wurden zunächst von der Regia Aeronautica als Begleitschutzjäger für Bomber verwendet, dann für gelegentliche Störangriffe auf Malta als Jagdbomber. Als Abfangjäger zeichnete sie sich in Norditalien gegen alliierte Einflüge aus[1]. Bei der alliierten Landung auf Sizilien erlitten die Re.2001 große Verluste.

Die meisten verbliebenen Maschinen flogen im Rahmen der Aeronautica Cobelligerante Italiana an der Seite der Alliierten, teilweise als Sturzbomber, dann zur Unterstützung jugoslawischer Partisanen. Nur einige wenige Maschinen flogen noch bei der Aeronautica Nazionale Repubblicana. Nach Ende der Kampfhandlungen blieben einige Exemplare als Trainer und Wetterbeobachter im Einsatz.[1]

Um die Verfügbarkeitsprobleme der Motoren zu umgehen, wurden 100 Re.2001 Delta mit einem 840 PS Isotta Fraschini Delta RC 16/48 Motor bestellt. Der Prototyp flog am 12. September 1942. Er litt aber unter vielen Motorproblemen. Daher wurde das Projekt eingestellt und die Bestellung storniert. Die Weiterentwicklung Reggiane Re.2002 wurde wieder mit einem Sternmotor ausgerüstet.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell Re.2001 Delta
  • Serie I: Erste Produktionsserie; Jäger und Jagdbomber, erste Katapulttests
  • CB: Modifizierter Jagdbomber mit max. einer 250-kg-Bombe
  • O.R Serie II: Für die Marine entwickelt; bis 600 kg Außenlasten
  • Serien III,IV: Jagdbomber
  • CN: Nachtjäger (teilweise mit 1 × MG151/20, 2 × 12,7-mm-MG), als auch Jagdbomber
  • G: Testflugzeug auf Basis O.R. mit Torpedo
  • Delta: Testflugzeug mit Motor Isotta Fraschini Delta RC 16/48, 840 PS

Militärische Nutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreiseitenriss
Kenngröße Daten
Besatzung 1
Länge 8,63 m
Spannweite 11,00 m
Höhe 3,15 m
Flügelfläche 20,40 m²
Leergewicht 2460 kg
max. Startgewicht 3240 kg
Höchstgeschwindigkeit 545 km/h
Dienstgipfelhöhe 11.000 m
Reichweite 1100 km
Triebwerke 1 × Alfa-Romeo R.A.1000 RC.41-I Monsone mit 1045 PS Startleistung in Meereshöhe
Bewaffnung 2 × 12,7-mm-MG Breda-SAFAT oberhalb des Motors, 2 × 7,7-mm-MG Breda-SAFAT in Tragflächen
und Abwurfbewaffnung je nach Variante

Literaturnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • George Punka: Reggiane Fighters in action (= Aircraft. Nr. 177). Squadron/Signal Publications, Carrollton TX 2001, ISBN 0-89747-430-9.
  • Aero. Heft 133, 1986, ZDB-ID 1004579-x, S. 3717.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bausatzbeschreibung Supermodel Reggiane Re.2001, CAT.No.10-003

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reggiane Re.2001 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien