Reggio-Pädagogik

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Mit dem Begriff Reggio-Pädagogik wird die Konzeption und Praxis der kommunalen Kindertagesstätten in der italienischen Stadt Reggio nell’Emilia bezeichnet.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Pädagogik wird als Aufgabe der gesamten Stadt gesehen, das bedeutet, dass auch andere Organisationen und die Eltern an der Erziehung der Kinder beteiligt sind. Das Grundkonzept der Reggio-Pädagogik ist, dass die Erzieher mit den Stärken und nicht gegen die Schwächen der Kinder arbeiten.[1]

Die Kinder sollen sich individuell nach ihren Möglichkeiten entfalten und selbst verwirklichen. Dabei lernen sie in Projekten, die ihre unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten fördern. Wesentlich hierbei ist die Wertschätzung der jeweiligen Pädagogen, welche eine kontinuierliche Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklungen des Kindes anfertigen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzept wurde in den 1970er Jahren unter Federführung des Lehrers Loris Malaguzzi in der Stadt Reggio Emilia entwickelt.

1991 erlangten die kommunalen Kindertageseinrichtungen in Reggio Emilia weltweite Berühmtheit, als sie vom Newsweek Magazine zum besten "Early Childhood Education"- Programm der Welt gekürt wurden.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mara Davoli (Hrsg.): Reggio Tutta. Berlin: Verlag das Netz. 2012.
  • Annette Dreier, Was tut der Wind, wenn er nicht weht? Begegnung mit der Kleinkindpädagogik in Reggio Emilia. 7 Aufl. Berlin: Cornelsen Scriptor. 2010.
  • Tassilo Knauf, Dokumentation als zentrales Element in der Reggio-Pädagogik. In: Martin R. Textor (Hrsg.), Das Kita-Handbuch. 2003. http://www.kindergartenpaedagogik.de/1059.html
  • Tassilo Knauf, Reggio-Pädagogik. Ein italienischer Beitrag zur konsequenten Kindorientierung in der Elementarerziehung. In:  Wassilios E. Fthenakis/Martin R. Textor, Pädagogische Ansätze im Kindergarten. Weinheim: Beltz. 2000, S. 172-192.
  • Tassilo Knauf, Wir erziehen Kinder nicht, wir assistieren ihnen. Die Rolle der Erzieherin in der Reggio-Pädagogik. In: Welt des Kindes 4: S. 98. 1998.
  • Tassilo Knauf, Orte für Kinder in Reggio Emilia. In: Klein & Groß 48: S. 1–6. 1995.
  • Kommunale Krippen und Kindergärten von Reggio Emilia, Ein Ausflug in die Rechte von Kindern. Reggio Emilia: Reggio Children. 1995.
  • Gai Lindsay, Reflections in the Mirror of Reggio Emilia’s Soul. In: Early Childhood Education Journal 6 (43), S. 1–11. doi:10.1007/s10643-015-0692-7. 2015.
  • Sabine Lingenauber, Einführung in die Reggio-Pädagogik. Kinder, Erzieherinnen und Eltern als konstitutives Sozialaggregat, Projektverlag, 6., aktualis. Aufl. 2013, ISBN 978-3-89733-191-4
  • Sabine Lingenauber (Hrsg.), Handlexikon der Reggio-Pädagogik, Projektverlag, 4. erweiterte Aufl. 2011, ISBN 978-3-89733-231-7
  • Project Zero/Reggio Children (Hrsg.), Making Learning Visible. Children as individual and group learners. Reggio Emilia: Reggio Children. 2011.
  • Reggio Children (Hrsg.), Kindertagesstätten und Krippen der Stadt Reggio Emilia. Reggio Emilia: Reggio Children. 2013.
  • Reggio Children, Municipality of Reggio Emilia (Hrsg.), The Hundred Languages of Children. Begleitheft zur Ausstellung. Reggio Emilia. 1996.
  • Carlina Rinaldi (Hrsg.), In Dialogue with Reggio Emilia. London: Routledge. 2005.
  • Gerd E. Schäfer/Angelika von der Beek, Didaktik in der frühen Kindheit. Weimar/Berlin: Verlag das Netz. 2013.
  • Gerd E. Schäfer, Die Reggio-Pädagogik in der Bildungstradition. In: Helen Knauf: Frühe Kindheit gestalten: Perspektiven zeitgemäßer Elementarbildung, S. 47–59. Stuttgart: Kohlhammer. 2009.
  • Linda Thornton/Pat Brunton. Bringing the Reggio Approach to your Early Years Practice. London/New York: Routledge. 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elemente der Reggio-Pädagogik
  2. Barbara Kantrowitz and Pat Wingert: THE 10 BEST SCHOOLS IN THE WORLD. In: Newsweek Magazine. -, 2. Dezember 1991, abgerufen am 9. März 2016 (englisch).