Regierung Modrow

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Die Regierung Modrow bildete im Zuge der friedlichen Revolution die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) vom 13./18. November 1989 bis zu den freien Volkskammerwahlen am 18. März 1990. Sie wurde von den Mitgliedern der noch unfrei „gewählten“ Volkskammer bestimmt und bestand als Allparteienregierung aus Mitgliedern der SED/PDS und den Blockparteien und Massenorganisationen in der Volkskammer.

Am 5. Februar 1990 nahm Modrow Vertreter der neuen oppositionellen Gruppierungen des zentralen Runden Tisches als Minister ohne Geschäftsbereich in die Regierung auf. Es entstand bis 12. April 1990 die Regierung der nationalen Verantwortung. Im Anschluss übernahm die aus der Allianz für Deutschland hervorgegangene Regierung de Maizière die Regierungsgeschäfte und Beitrittsverhandlungen bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.

Regierung Modrow – 18. November 1989 bis 12. April 1990
Amt Name Partei
Vorsitzender des Ministerrates Hans Modrow SED/PDS
Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates und
Minister für Wirtschaft
Christa Luft SED/PDS
Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates und
Minister für örtliche Staatsorgane
Peter Moreth LDPD
Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates und
Minister für Kirchenfragen
Lothar de Maizière CDU
Minister für Auswärtige Angelegenheiten Oskar Fischer SED/PDS
Minister des Inneren Lothar Ahrendt SED/PDS
Minister der Verteidigung Theodor Hoffmann SED/PDS
Minister für Finanzen und Preise Uta Nickel (bis 24. Januar 1990)
Walter Siegert
SED/PDS

Minister für Bildung und Jugend Hans-Heinz Emons (ab 30. November 1989 Minister für Bildung) SED/PDS
Minister für Kultur Dietmar Keller SED/PDS
Vorsitzender der Staatlichen Plankommission (bis 11. Januar 1990) Gerhard Schürer SED/PDS
Vorsitzender des Wirtschaftskomitees (ab 11. Januar 1990) Karl Grünheid SED/PDS
Minister für Schwerindustrie Kurt Singhuber SED/PDS
Minister für Maschinenbau Karl Grünheid (bis 12. Januar 1990)
Hans-Joachim Lauck
SED/PDS
SED/PDS
Minister für Leichtindustrie Gunter Halm NDPD
Minister für Wissenschaft und Technik Peter-Klaus Budig LDPD
Minister für Handel und Versorgung Manfred Flegel NDPD
Minister für Bauwesen und Wohnungswirtschaft Gerhard Baumgärtel CDU
Minister für Außenwirtschaft Gerhard Beil SED/PDS
Minister für Tourismus Bruno Benthien LDPD
Minister für Gesundheits- und Sozialwesen Klaus Thielmann SED/PDS
Minister der Justiz Hans-Joachim Heusinger (bis 11. Januar 1990)
Kurt Wünsche
LDPD

LDPD
Minister für Post und Fernmeldewesen Klaus Wolf CDU
Minister für Verkehrswesen Heinrich Scholz (bis Februar 1990)
Herbert Keddi
SED/PDS
Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft Hans Reichelt (bis 11. Januar 1990)
Peter Diederich
DBD
DBD
Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft Hans Watzek DBD
Minister für Arbeit und Löhne Hannelore Mensch SED/PDS
Leiter des Amtes für Nationale Sicherheit (bis 11. Januar 1990) Wolfgang Schwanitz SED/PDS
Regierungssprecher und Leiter des Presseamtes Wolfgang Meyer SED/PDS
Staatssekretär und Leiter des Amtes für Jugend und Sport (ab 30. November 1989) Wilfried Poßner SED/PDS
Minister ohne Geschäftsbereich
(ab 5. Februar 1990)
Tatjana Böhm
Rainer Eppelmann
Sebastian Pflugbeil
Gerd Poppe
Walter Romberg
Klaus Schlüter
Wolfgang Ullmann
Matthias Platzeck
UFV
DA
NF
IFM
SDP
GL
DJ
GP

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages 1994 bis 2003. Nomos-Verlag, ISBN 978-3832913953.