Regierungsbezirk Alsfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Regierungsbezirk Alsfeld war ein kurzlebiger Regierungsbezirk im Großherzogtum Hessen zwischen 1848 und 1852.

Nach der Märzrevolution wurden die verbliebenen standesherrlichen Vorrechte abgeschafft und die Staatsverwaltung neu organisiert. Die drei Provinzen sowie die Kreise wurden aufgelöst und stattdessen Regierungsbezirke eingerichtet.

Der Regierungsbezirk Alsfeld war einer der fünf neuen Regierungsbezirke in der ehemaligen Provinz Oberhessen. Er bestand aus insgesamt 138 Gemeinden und wurde aus dem bisherigen Kreis Alsfeld (den früheren Landratsbezirken Alsfeld, Homberg und Schlitz), dem Landratsbezirk Lauterbach (Landgerichte Altenschlirf und Lauterbach) und den Orten des vormaligen Gerichts Felda (Groß- und Klein-Felda, Helpershain, Kestrich, Köddingen, Meiches, Stumpertenrod, Windhausen) gebildet.

Die standesherrlichen Vorrechte der Familie Riedesel im freiherrlich Riedesel’schen Landratsbezirks Lauterbach war durch Edikt vom 21. Juli 1848[1] aufgehoben worden.

Nach dem Sieg der Reaktion wurde der Regierungsbezirk Alsfeld 1852 durch das Edikt und die Ausführungsverordnung vom 12. April 1852[2] aufgelöst und die bisherigen Kreise wieder eingeführt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1848, 215-225
  2. Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1852, S. 221–232