Regierungsbezirk Karlsruhe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Führt kein Wappen Lage des Regierungsbezirkes Karlsruhe in Deutschland
Basisdaten
Verwaltungssitz: Karlsruhe
Fläche: 6919 km²
Einwohner: 2.761.977 (31. Dezember 2015) [1]
Bevölkerungsdichte: 399 Einwohner je km²
Bezirksgliederung: 5 Stadtkreise und
7 Landkreise mit
insgesamt 211 Gemeinden
Regierungspräsidium
Regierungspräsidentin: Nicolette Kressl (SPD)
Adresse des Regierungspräsidiums: Schlossplatz 1–3
76131 Karlsruhe
Webpräsenz: www.rp-karlsruhe.de
Lage des Regierungsbezirks Karlsruhe in Baden-Württemberg
Frankreich Schweiz Österreich Bodensee Rheinland-Pfalz Hessen Freistaat Bayern Alb-Donau-Kreis Baden-Baden Landkreis Biberach Landkreis Böblingen Bodenseekreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Enzkreis Landkreis Esslingen Freiburg im Breisgau Landkreis Freudenstadt Landkreis Göppingen Heidelberg Landkreis Heidenheim Landkreis Heilbronn Heilbronn Hohenlohekreis Landkreis Karlsruhe Karlsruhe Landkreis Konstanz Landkreis Lörrach Landkreis Ludwigsburg Main-Tauber-Kreis Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Ortenaukreis Ostalbkreis Pforzheim Landkreis Rastatt Landkreis Ravensburg Rems-Murr-Kreis Landkreis Reutlingen Rhein-Neckar-Kreis Landkreis Rottweil Landkreis Schwäbisch Hall Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Sigmaringen Stuttgart Landkreis Tübingen Landkreis Tuttlingen Ulm Landkreis Waldshut ZollernalbkreisKarte
Über dieses Bild

Der Regierungsbezirk Karlsruhe ist einer von vier Regierungsbezirken im deutschen Land Baden-Württemberg. Er steht in der Hierarchie zwischen den Land- und Stadtkreisen einerseits und der Landesregierung andererseits. Oberste Behörde ist das Regierungspräsidium mit Sitz in Karlsruhe. Behördenleiter des Regierungspräsidiums ist der Regierungspräsident, der als politischer Beamter vom Ministerpräsidenten ernannt wird.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Regierungsbezirk Karlsruhe liegt im Nordwesten Baden-Württembergs. Im Süden grenzt er an den Regierungsbezirk Freiburg, im Westen an Rheinland-Pfalz, im Norden an Hessen und Bayern sowie im Osten an die Regierungsbezirke Stuttgart und Tübingen. Seine heutige Ausdehnung geht auf die Verwaltungs- und Gebietsreform zum 1. Januar 1973 zurück.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Regierungsbezirk wurde unter dem Namen Regierungsbezirk Nordbaden mit der Bildung des Südweststaates Baden-Württemberg im Jahr 1952 gebildet. Das Regierungspräsidium war seit diesem Zeitpunkt im Wesentlichen für den nördlichen Teil des ehemaligen Landes Baden bzw. den badischen Teil des Bundeslandes Württemberg-Baden zuständig, das nach dem Zweiten Weltkrieg aus der amerikanischen Besatzungszone hervorgegangen war.

Bei der Gebietsreform, die zum 1. Januar 1973 in Kraft trat, wurde der Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums im Osten und Süden um ehemals württembergische (und mittelbadische) Gebiete erweitert. Im Gegenzug wurden im Nordosten Gebiete in die Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Stuttgart abgegeben. Daher wurde der Regierungsbezirk Nordbaden gleichzeitig in Regierungsbezirk Karlsruhe umbenannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 2.400.336
31. Dezember 1975 2.379.443
31. Dezember 1980 2.400.396
31. Dezember 1985 2.400.024
27. Mai 1987 ¹ 2.395.523
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1990 2.532.487
31. Dezember 1995 2.644.430
31. Dezember 2000 2.684.425
31. Dezember 2005 2.732.455
31. Dezember 2007 2.739.274
31. Dezember 2015 2.761.977

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2015.[2]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Regierungspräsidium ist eine staatliche Mittelbehörde. Die Regierungspräsidenten seit 1952:

Abteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist in folgende acht Abteilungen aufgeteilt:

  • Abteilung 1: Steuerung und Verwaltung
  • Abteilung 2: Wirtschaft, Raumordnung, Bau-, Denkmal- und Gesundheitswesen
  • Abteilung 3: Landwirtschaft, Ländlicher Raum, Veterinär- und Lebensmittelwesen
  • Abteilung 4: Straßenwesen und Verkehr
  • Abteilung 5: Umwelt
  • Abteilung 6: weggefallen (früher Landespolizeidirektionen)
  • Abteilung 7: Schule und Bildung (früher: Oberschulamt)
  • Abteilung 8: Asylrecht, Ausländer, Rückkehrmanagement, Spätaussiedler, Zentrale Bußgeldstelle, Lotterie- und Glücksspielrecht
  • Abteilung 9: Flüchtlingsangelegenheiten, landesweite Steuerung, Aufnahme, Unterbringung, Verteilung

Leiter sind jeweils Abteilungsdirektoren. Hierzu gehört auch noch die Vergabekammer.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Regierungsbezirk Karlsruhe umfasst drei Regionen, die wiederum in sieben Landkreise und fünf Stadtkreise gegliedert sind. Es gibt im Regierungsbezirk 211 Städte und Gemeinden, darunter die fünf Stadtkreise und 21 Große Kreisstädte. Die Regionen mit ihren Stadt- und Landkreisen sind:

Metropolregion Rhein-Neckar
Stadtkreis Mannheim (MA)
Stadtkreis Heidelberg (HD)
Neckar-Odenwald-Kreis (MOS)
Rhein-Neckar-Kreis (HD)
Region Mittlerer Oberrhein
Stadtkreis Baden-Baden (BAD)
Stadtkreis Karlsruhe (KA)
Landkreis Karlsruhe (KA)
Landkreis Rastatt (RA)
Region Nordschwarzwald
Stadtkreis Pforzheim (PF)
Landkreis Calw (CW)
Enzkreis (PF)
Landkreis Freudenstadt (FDS)

Die 21 Großen Kreisstädte unterstehen der Fachaufsicht des Regierungspräsidiums:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Regierungsbezirk Karlsruhe. Kohlhammer, Stuttgart 1976 (Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden., Band V), ISBN 3-17-002542-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung