Regierungsbezirk Reichenbach

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Der Regierungsbezirk Reichenbach (Regierung des Schlesischen Gebirges zu Reichenbach) war ein Regierungsbezirk in Preußen und umfasste das Hügel- und Mittelgebirgsland der Provinz Schlesien mit der Grafschaft Glatz im Osten und mit Hirschberg im Westen.

Er war nach dem preußischen Edikt vom 30. April 1815 geschaffen worden, weil die im Gegensatz zur Ebene an der Oder bereits industrialisierten Gebiete Schlesiens vor allem zwischen Hirschberg und Waldenburg unter einer eigenen Mittelbehörde zusammengefasst werden sollten.

Unter Beachtung der hergebrachten Zusammengehörigkeiten wurden dem Bezirk das Fürstentum Münsterberg mit den Kreisen Münsterberg und Frankenstein, das Fürstentum Schweidnitz-Jauer (mit den Kreisen Schweidnitz, Reichenbach, Striegau, Landeshut, Hirschberg und Jauer, aber ohne den landrätlichen Kreis Bunzlau-Löwenberg), die Grafschaft Glatz und vom Fürstentum Brieg der Kreis Nimptsch zugeordnet. Die Erneuerung und genauere Abgrenzung der Kreise als unteren Verwaltungsbehörden wurden erst dann in Angriff genommen.

Nach Abschluss der Neuordnung auch der Verwaltung auch auf der Kreisebene gehörten zum Bezirk der Regierung des Schlesischen Gebirges zu Reichenbach die 14 Kreise:

Kaum dass die Behörde voll wirksam werden konnte, wurde sie aber schon am 1. Mai 1820 – wohl zur Einsparung von Dienststellen – wieder aufgelöst und die zugehörigen Kreise den Regierungsbezirken für Mittelschlesien zu Breslau (Frankenstein, Glatz, Habelschwerdt, Münsterberg, Nimptsch, Reichenbach, Schweidnitz[1], Striegau und Waldenburg) und für Niederschlesien zu Liegnitz (Bolkenhain, Hirschberg, Jauer, Landeshut und Schönau) beigelegt.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.republikasilesia.com/Schweidnitz/allgemein.htm
  2. Verwaltungsgeschichte