S-Bahn Basel

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S-Bahn Basel
S-Bahn Basel
Linienplan trireno 2019 A4h.pdf
Linienplan trireno 2019
Staat Schweiz, Deutschl., Frankr.
Linien 8
Streckenlänge 357 km
Stationen 108
Passagiere 40 Mio. (2018)
Betreiber SBB, SBB GmbH, DB Regio, SNCF Mobilités

S-Bahnen in der Schweiz

Die trinationale S-Bahn Basel (früher: Regio-S-Bahn Basel) verbindet seit 1997 die trinationale Agglomeration Basel mit der Kernstadt und damit auch drei Länder (Deutschland, Frankreich und die Schweiz) miteinander. Sie besteht aus insgesamt acht S-Bahn-Linien und wird von mehr als 40 Mio. Passagiere[1] pro Jahr benutzt. Ausser den Linien S5 und S9, welche nicht nach Basel fahren, enden heute sämtliche Linien in den Bahnhöfen Basel SBB und Basel Bad Bf. Die S-Bahn Basel wird von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB AG), deren deutschen Tochtergesellschaft SBB GmbH, der Deutschen Bahn (DB Regio) sowie der Société nationale des chemins de fer français (SNCF Mobilités) betrieben.

Besteller der S-Bahn Basel sind die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Jura, Solothurn, das Land Baden-Württemberg und die Région Grand Est.

Seit 2016 wird das Angebot der trinationalen S-Bahn Basel unter dem Namen trireno[2] weiterentwickelt. Unter dem gleichen Namen führen die Besteller seit 2018 eine gemeinsame Koordinationsplattform für eine grenzüberschreitend abgestimmte Planung des zukünftigen Angebots.[3] Die ehemalige Bezeichnung Regio-S-Bahn wird indes nicht mehr verwendet.

Strecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die S-Bahn Basel verkehrt auf dem bestehenden Eisenbahnnetz der Region Basel. Das 357 Kilometer lange Streckennetz beinhaltet momentan 108 Bahnhöfe bzw. Haltestellen, wovon 47 in der Schweiz, 54 in Deutschland und 7 in Frankreich liegen. Kürzeste Linie ist die S5 (14 km), längste Linie die S3 (106 km).

Von der S-Bahn Basel mitbenutzt werden folgende Strecken:

  • Bahnstrecke Strasbourg–Basel
    Auf der mehrheitlich auf französischem Staatsgebiet liegenden Strecke verkehrte die S1 von 1997 bis 2008 durchgehend von Mülhausen bis Frick bzw. Laufenburg. Seit der Einführung der FLIRT-Triebzüge im Jahr 2008 ist die Linie in Basel SBB gebrochen. Zwischen Mulhouse und Basel SBB verkehren die Züge offiziell als TER (Transport Express Régional). Eine Wiedereinführung des durchgehenden Betriebes wurde von Schweizer wie Französischer Seite lange forciert, die Bemühungen 2014 jedoch abgebrochen.[4] Mit der neuen Bahnanbindung EuroAirport soll ein durchgehender Betrieb wieder möglich werden[5].
  • Oberrheinbahn
    Der Streckenast Freiburg (Breisgau) HbfBasel Bad Bf wurde früher als Orange Linie der Regio-S-Bahn bezeichnet. Derzeit wird das Angebot auf dieser Linie mit Zügen der Kategorie Regional-Express (RE) sichergestellt, da diese nördlich von Müllheim (Baden) beschleunigt verkehren und nicht alle Haltepunkte bedienen. Einige Züge verkehren nach einem längeren Aufenthalt in Freiburg (Breisgau) Hbf weiter bis Offenburg. In Basel Bad Bf werden in der Hauptverkehrszeit einzelne Züge über die Verbindungsbahn bis Basel SBB verlängert. Ab Mitte 2020 wird das Nahverkehrsangebot auf der Rheintalbahn reorganisiert: Zwischen Freiburg (Breisgau) Hbf und Basel Bad Bf verkehrt dann eine S-Bahn/Regionalbahn mit Bedienung aller Haltepunkte. Zusätzlich fährt ein neuer, beschleunigter Regional-Express einmal in der Stunde zwischen Offenburg und Basel, ab voraussichtlich Dezember 2022 zwischen Karlsruhe und Basel[6][7].
  • Hochrheinbahn
    Das Angebot auf der Hochrheinbahn wurde früher als Gelbe Linie der Regio-S-Bahn bezeichnet. Derzeit kommen auf der Strecke zwischen Basel Bad Bf und Lauchringen (Baden) Regionalbahnen (RB) mit Halt in allen Stationen zum Einsatz.

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betriebskonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linien S1, S3, S5 und S6 verkehren im Halbstundentakt, wobei der Betrieb auf den Aussenästen, sowie abends und am Wochenende teilweise auf einen Stundentakt reduziert wird. Die Linie TER verkehrt zwischen Basel SBB und Mulhouse in einem lückenhaften Stundentakt, der in der Hauptverkehrszeit auf einen Halbstundentakt verdichtet wird. Die RE zwischen Freiburg (Breisgau) Hbf und Basel Bad Bf (teilweise Basel SBB) sowie die RB zwischen Lauchringen (Baden) und Basel Bad Bf verkehren im Stundentakt und werden zur Hauptverkehrszeit durch weitere RB zu einem Halbstundentakt verdichtet. Die S9 verkehrt durchgehend im Stundentakt.

Eine Übersicht über die Strecken und Betriebszeiten findet sich in nachstehender Tabelle:

Linie Strecke Takt (in Min) Bemerkungen
TER Mulhouse – Basel SBB 60 (30 in HVZ) einzelne Taktlücken
S1 Basel SBB – Stein-Säckingen 30 einzelne Verstärker in der HVZ ohne Linienbezeichnung
S1 Stein-Säckingen – Frick 60
S1 Stein-Säckingen – Laufenburg 60
S3 Porrentruy – Laufen 60 einzelne Verstärker in der HVZ zwischen Delémont, Laufen und Basel ohne Linienbezeichnung
S3 Laufen – Basel SBB – Olten 30
S5 Weil am Rhein – Lörrach Hbf – Steinen 30 abends und am Wochenende Stundentakt; ab 20 Uhr (samstags ganztägig) nur zwischen Weil am Rhein und Lörrach Hbf; sonntags zwischen Weil am Rhein und Zell im Wiesental (ab Lörrach-Stetten Halbstundentakt gemeinsam mit S6)
S6 Basel SBB – Lörrach Hbf – Zell (Wiesental) 30 (60 an So) an Sonntagen Stundentakt (Halbstundentakt gemeinsam mit S5 zwischen Lörrach-Stetten und Zell im Wiesental)
S9 Sissach – Läufelfingen – Olten 60
RE/RB (Offenburg –) Freiburg (Breisgau) Hbf – Basel Bad Bf – (Basel SBB) 60 (30 in HVZ) Zur HVZ Halbstundentakt durch Überlagerung RE/RB. Einzelne Züge in der HVZ verkehren bis Basel SBB.
RB Basel Bad Bf – Waldshut – Lauchringen 60 (30 in HVZ) Zur HVZ und Nachmittags Halbstundentakt zwischen Basel Bad Bf und Waldshut

Von Montag bis Freitag in der Hauptverkehrszeit verkehren zwei Zugpaare der Linie S5 über Steinen hinaus bis nach Schopfheim, ohne in Maulburg und Schopfheim West zu halten.

Die sehr wechselhafte Nachfrage auf der Linie S5 führte zeitweise zu einer Umstellung des Betriebes. Einerseits hielten die Züge vorübergehend an einigen Haltepunkten nur noch bei Bedarf. Diese Massnahme wurde nicht fortgeführt. Beibehalten wurde jedoch die Verschiebung der Fahrplanlage der S5 an Wochenenden. Die Züge bieten ebenfalls seit Dezember 2013 samstags und sonntags in Weil am Rhein einen direkten Anschluss von Freiburg (Breisgau) Hbf nach Lörrach Hbf. Samstags besteht in Lörrach Hbf ein direkter Anschluss nach Zell im Wiesental, sonntags verkehren die Züge der S5 über Lörrach Hbf hinaus bis Zell im Wiesental. Auf diese Weise entstand erstmals auch an Sonntagen ein Halbstundentakt zwischen Lörrach Hbf und Zell im Wiesental. An Wochenenden verkehrt ein Zugpaar zwischen Weil am Rhein und Lörrach Hbf, das ausser Lörrach-Stetten keinen weiteren Halt bedient.

Linienführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linienplan trireno 2019

Die acht Linien der S-Bahn Basel bestehen aus:

Zum erweiterten Schienenpersonennahverkehr der Region Basel zählen zudem:

Nachtnetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. Dezember 2008 nahm das ausgebaute TNW-Nachtnetz seinen Betrieb auf. Das Nachtnetz, das zuvor bereits in eingeschränkter Form bestand, setzt sich aus Nachtbussen und erstmals auch Nacht-Trams und Nacht-S-Bahnen zusammen, die jeweils während der Wochenendnächte im Raum Basel verkehren. Die Nacht-S-Bahn-Linien tragen zur Unterscheidung zum eigentlichen S-Bahn-Netz SN-Liniennummern. Aktuell verkehren drei S-Bahn-Linien, drei Tramlinien und 28 Buslinien im Nachtnetz; die meisten Linien mindestens im Stundentakt[8].

Für die Benutzung des Nachtnetzes ist zum Fahrausweis kein zusätzlicher Nachtzuschlag mehr erforderlich. Dieser wurde zum Fahrplanwechsel 2011/2012 im Dezember 2011 abgeschafft.

Betreiber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die S-Bahn Basel wird von vier Gesellschaften betrieben:

Betreiber Linien
Schweizerische Bundesbahnen S1, S3, S9
SBB GmbH S5, S6
SNCF Mobilités TER
DB Regio RE/RB Oberrhein und Hochrhein

Tarif- und Verkehrsverbünde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Netz der S-Bahn Basel verteilt sich auf verschiedene Tarifverbünde. Die meisten Bahnhöfe bzw. Haltestellen in der Schweiz liegen im Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW). Einige wenige gehören zum Tarifverbund Jura (Vagabond) oder zum Tarifverbund A-Welle (TVA). In Deutschland liegen die Haltestellen im Regio Verkehrsverbund Lörrach (RVL), im Waldshuter Tarifverbund (WTV) sowie im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF).

In Grenznähe gibt es auch Bahnhöfe und Haltestellen, welche in zwei Tarifverbünden liegen, so unter anderem Basel Bad Bf, der Bahnhof Riehen und der Haltepunkt Riehen Niederholz (jeweils im TNW und RVL).

Zwischen TNW und RVL besteht zudem eine gegenseitige Anerkennung von Einzelbilletten und Mehrfahrtenkarten. Diese umfasst die Zone 10 des TNW (Kanton Basel-Stadt sowie umliegende Vororte) sowie das gesamte RVL-Gebiet. Für die internationale Vernetzung sorgen weitere Angebote wie grenzüberschreitende Verbundabonnements oder Tageskarten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach langer Vorbereitungszeit, in der die durch unterschiedliche rechtliche und technische Voraussetzungen sich ergebenden Probleme gelöst werden mussten, konnte ab 1997 der Betrieb unter dem Namen Regio-S-Bahn aufgenommen werden. Dabei wurde auch das grüne R-Logo eingeführt, welches bis 2016 verwendet wurde. Erste Linien waren ab 1. Juni 1997 die S1 MulhouseBasel SBBFrick / Laufenburg und die S3 Olten – Basel SBB – Laufen. Am 24. Mai 1998 wurde die Zugfolge auf der S1 verdichtet und die S9 SissachLäufelfingen – Olten in Betrieb genommen.

Die erste Strecke auf deutschem Gebiet, die ursprünglich als S4 bezeichnete Linie von Basel SBB nach Freiburg (Breisgau) Hbf, ging am 6. Januar 2002 in Betrieb.

Am 12. Dezember 2004 wurde die S3 bis nach Porrentruy verlängert. Ebenfalls zu diesem Termin gingen die S5 Weil am RheinLörrach HbfSteinen und S6 Basel Badischer BahnhofLörrach HbfZell (Wiesental) in Betrieb. Als Eisenbahnverkehrsunternehmen agiert dort seit 15. Juni 2003 die SBB GmbH, eine Tochtergesellschaft der Schweizerischen Bundesbahnen.

Erste grössere Ausbauten zur Aufwertung der S-Bahn wurden an der Wiesentalbahn vorgenommen: neue Stationen in Lörrach und Weil am Rhein, Anpassung der Haltekanten an den übrigen Haltestellen, neue Fahrstrassen in Basel Bad Bf, um die Durchbindung der Wiesentalbahn nach Basel SBB zu ermöglichen.

Im September 2005 kamen bei der S-Bahn Basel erstmals Stadler FLIRT zum Einsatz. Als erste S-Bahn-Linie wurde die S5 ab Oktober 2005 integral mit FLIRT bedient. Die mit 14 km kürzeste Linie der S-Bahn Basel wird mit zwei Fahrzeugen bedient. Während der folgenden Monate wurden die NPZ der S6 schrittweise durch sieben FLIRT ersetzt; der integrale Betrieb erfolgte ab 31. März 2006. Im Verlauf des Fahrplanjahres 2006 fand auch auf der S3 die stufenweise Einführung von FLIRT statt. Bis zum Fahrplanwechsel 2006/2007 am 10. Dezember 2006 war schliesslich das gesamte Rollmaterial der S3 durch 20 neue Elektrotriebwagen ersetzt. Zum gleichen Zeitpunkt wurde die S6 bis zum Bahnhof Basel SBB durchgebunden.

Seit dem Fahrplanwechsel 2008/2009 im Dezember 2008 wird die Strecke Basel SBBFrick / Laufenburg der S1 integral mit FLIRT bedient. Auf der Strecke Basel SBBMulhouse kommen seit Dezember 2008 elektrische Triebwagen der SNCF-Baureihe Z 27500 zum Einsatz.

Neu gebaute Haltestellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1997 wurden an den Strecken der S-Bahn Basel zwölf neue Haltestellen gebaut:

Planung und Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der trinationalen S-Bahn Basel

Die Planungen zur Weiterentwicklung der S-Bahn Basel laufen zwischen den sieben Bestellern (Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Jura, Solothurn, Land Baden-Württemberg sowie die Région Grand Est) im Rahmen ihrer gemeinsamen Koordinationsplattform trireno. 2014 haben die betroffenen Kantone beim Bundesamt für Verkehr ein zuvor trinational erarbeitetes und abgestimmtes Angebotskonzept für die S-Bahn Basel eingegeben. Ziel des Angebotskonzepts ist es, bis zum Horizont 2030 mindestens einen Halbstundentakt auf den Aussenästen und mindestens einen Viertelstundentakt im inneren Bereich der Agglomeration zu realisieren.

Dafür sind jedoch grosse Infrastrukturmassnahmen nötig, deren Umsetzung sich über mehrere Jahre erstrecken wird. Die fehlende Trennung vom Fern- und Güterverkehr stellt eine der grossen betrieblichen Herausforderungen dar, da das Netz je länger je mehr an seine Kapazitätsgrenzen stösst. Durch Investitionen soll in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine Erhöhung der Kapazitäten geschaffen werden, was für den geplanten Ausbau der S-Bahn Basel unabdingbar ist.

Die wesentlichen Inhalte bzw. vorgesehenen Zielzustände der Planungsarbeiten sind:

Bahnangebot

Dieses S-Bahn-Angebot wird auch weiterhin durch Züge des Regional- und Fernverkehrs ergänzt (z. B. Interregio-Express, TER200).

Geplante Infrastrukturmassnahmen

Geplante neue Haltestellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Projekt Herzstück-Basel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Herzstück-Basel

Ein grosser Nachteil im heutigen Angebot der S-Bahn Basel ist die fehlende Verknüpfung der einzelnen Linien (Bildung von Durchmesserlinien) sowie die mangelnde Erschliessung der Basler Innenstadt mit der S-Bahn. Dies führt zu einem unattraktiven Umsteigezwang in den heutigen Endbahnhöfen Basel SBB und Basel Bad Bf und damit auch zu einer Überlastung von Bahnhofsanlagen und innenstädtischen Tramlinien. Diese Unzulänglichkeiten sollen durch den Bau des so genannten Herzstücks, einer unterirdischen Verbindung von Basel SBB nach Basel Bad Bf und Basel St. Johann mit zwei neuen unterirdischen Haltestellen im Zentrum, behoben werden. Das Bundesamt für Verkehr, die SBB und die Kantone arbeiten gemeinsam an der Umsetzung dieses Schlüsselprojektes für die S-Bahn Basel.[11]

Eingesetzte Züge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrotriebzüge RABe 521 / RABe 522[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RABe 521 der Linie S6 unterwegs in Lörrach

Auf den meisten S-Bahn-Linien verkehren Niederflur-Triebzüge Stadler FLIRT in den Baureihen RABe 521, RABe 522 und/oder RABe 523. Im Gegensatz zur Grundvariante des FLIRT (RABe 523), dessen Einsetzbarkeit sich auf die Schweiz beschränkt, sind die Varianten 521 und 522 für den grenzüberschreitenden Verkehr nach Deutschland bzw. Frankreich konzipiert. Die beiden Schwesterbaureihen unterscheiden sich prinzipiell nur hinsichtlich Traktionsausrüstung und Zugsicherungssystemen für die Nachbarländer. Für den Betrieb der S9 werden Züge der Baureihe RABe 526 eingesetzt (ebenfalls Stadler FLIRT).

Baureihe Einsatz
SBB RABe 521 S1, S3, S5, S6
SBB RABe 522 S1, S3
THURBO RABe 526 S9

Anmerkungen

  • Von 30 Fahrzeugen der Baureihe RABe 521 sind rechnerisch zehn für die SBB GmbH zum Einsatz auf der S5/S6 bestimmt, die weiteren zwanzig für die S3. Technisch sind die Zweisystemfahrzeuge identisch und werden freizügig zwischen den Linien getauscht; Einsätze auf der S1 sind ebenfalls möglich.
  • Die für 2008 vorgesehene Ablieferung von 12 Zweistrom-Fahrzeugen der Baureihe RABe 522 für die S1 wurde mittlerweile sistiert. Aufgrund des aktuell geltenden Zulassungsverfahrens in Frankreich war eine Konstruktionsänderung notwendig, die RABe 522 wurden daher zu RABe 523 rückgebaut.[12] Für den Einsatz nach Frankreich wurden 2008 insgesamt 14 konstruktiv überarbeitete FLIRT bestellt, die ab 2011 abgeliefert wurden.[13][14] Sie wurden im Dezember 2012 für Frankreich zugelassen. Der grenzüberschreitende Betrieb der Züge scheitert aber seither an der Erstellung eines durchgehenden Fahrplanes. Im Jahr 2014 wurden die Bestrebungen vorübergehend eingestellt.[4] Mit der Inbetriebnahme der neuen Bahnanbindung EuroAirport soll ein grenzüberschreitender Einsatz erneut möglich werden.[15]

Elektrotriebwagen RBDe 560 / RBDe 562[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SNCF Z 27500 der Linie TER am Bahnhof Mulhouse

Bis im September 2005 verkehrten auf den meisten Linien der damaligen Regio-S-Bahn Basel Elektrotriebwagen des Typs RBDe 560 oder RBDe 562. Diese wurden seither in mehreren Schritten durch neue Niederflurtriebzüge Stadler FLIRT ersetzt. Der integrale Einsatz der neuen Züge erfolgt seit 7. Oktober 2005 auf der S5, seit 31. März 2006 auf der S6, seit 10. Dezember 2006 auf der S3 und seit 14. Dezember 2008 auf der S1.

Die umgebauten Elektrotriebwagen RBDe 560 (des Typs Domino) kommen auf einer Teilstrecke der S1 (morgens einmal BaselLaufenburg und zurück, abends Basel – Stein-Säckingen – Basel) regulär zum Einsatz. Ausserdem kommt eine NPZ – Komposition je einmal morgens und abends auf der S3 zum Einsatz.

Baureihe Einsatz
SBB RBDe 560 Regulärer Einsatz: S1 und S3 zu Hauptverkehrszeiten morgens und abends

Elektrotriebwagen SNCF Z 27500[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Linie TER MulhouseBasel kommen moderne Elektrotriebwagen der SNCF-Baureihe Z 27500 zum Einsatz. Diese können nur unter dem französischen Stromsystem mit 25 kV 50 Hz~ fahren und daher in Basel auch nur die Gleise 30 bis 35 des Bahnhofs Basel SBB (ehemals Bahnhof Basel SNCF) nutzen. Obwohl die Elektrotriebzüge RABe 522 der SBB mittlerweile in Frankreich zugelassen sind, werden sie nicht auf der Strecke Mulhouse – Basel eingesetzt. In Basel SBB muss weiterhin umgestiegen werden.

Baureihe Einsatz
SNCF Z 27500 TER Mulhouse VilleBasel SBB

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Burmeister: Grenzenlos mobil. In: Eisenbahn-Magazin. 4/2007, S. 26–28
  • Germann Dreier: Die Regio-S-Bahn Basel – ein grenzüberschreitendes ÖV-System für die Nordwestschweiz. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. 5/2007, S. 245–250
  • Martin Haag: S-Bahn TriRhena – Stand und Visionen. In: Regio Basiliensis. Jg. 48, H. 1 (2007), S. 37–47
  • Emanuel Barth: Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr als Rückgrat der Mobilität in der trinationalen Agglomeration Basel – Die Planung und Umsetzung eines attraktiven Angebots jenseits administrativer und territorialer Grenzen. In: Regio Basiliensis. Jg. 58, H. 2 (2017), S. 129–126

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. trireno (Hrsg.): Geschäftszahlen 2018.
  2. trireno - Trireno - Trinationale S-Bahn Basel. Abgerufen am 11. März 2019.
  3. Angebotsentwicklung - Trireno - Trinationale S-Bahn Basel. Abgerufen am 11. März 2019.
  4. a b Schweiz am Sonntag – Flirt mit Frankreich scheitert. Abgerufen am 2. August 2016.
  5. Neue Bahnanbindung EuroAirport. Abgerufen am 11. März 2019.
  6. Zuschlag für Rheinschiene an DB Regio erteilt. Abgerufen am 11. März 2019.
  7. RE-Halte auf der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Basel. Abgerufen am 11. März 2019.
  8. TNW-Nachtnetz – Tarifverbund Nordwestschweiz. Abgerufen am 11. März 2019.
  9. Badische Zeitung: S-Bahn-Halt Schlattholz ist am Ziel - Schopfheim - Badische Zeitung. Abgerufen am 12. März 2019.
  10. Badische Zeitung: Basel: 15-Minuten-Takt von Lörrach nach Basel realisierbar – badische-zeitung.de. Abgerufen am 2. August 2016.
  11. Bundesamt für Verkehr BAV Bund, Kantone BS und BL, SBB und DB verabschieden das langfristige Zielbild für die Entwicklung des Bahnknotens Basel. Abgerufen am 13. März 2019.
  12. Stadler FLIRT in der Schweiz auf le-rail.ch
  13. Mathias Rellstab: SBB erweitern und reorganisieren ihre Flirt-Flotte. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 10/2008, Minirex AG, Luzern 2008, ISSN 1022-7113, S. 522–523
  14. Erster Frankreich-Flirt . In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 10/2010, Minirex AG, Luzern 2010, S. 499
  15. Eine neue Linie und eine neue Haltestelle. Abgerufen am 13. März 2019 (deutsch).