Rehburg-Loccum

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rehburg-Loccum
Rehburg-Loccum
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rehburg-Loccum hervorgehoben
Koordinaten: 52° 27′ N, 9° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Nienburg/Weser
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 99,99 km²
Einwohner: 10.075 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31547
Vorwahlen: 05037, 05766 (Loccum)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: NI
Gemeindeschlüssel: 03 2 56 025
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Heidtorstraße 2
31547 Rehburg-Loccum
Webpräsenz: www.rehburg-loccum.de
Bürgermeister: Martin Franke (parteilos)
Lage der Stadt Rehburg-Loccum im Landkreis Nienburg/Weser
Steinhuder Meer Nordrhein-Westfalen Landkreis Diepholz Landkreis Oldenburg Landkreis Schaumburg Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Region Hannover Balge Binnen Binnen Binnen Binnen Bücken Diepenau Drakenburg Estorf (Weser) Eystrup Eystrup Gandesbergen Hämelhausen Hämelhausen Haßbergen Haßbergen Hassel (Weser) Hassel (Weser) Heemsen Hilgermissen Hoya Hoyerhagen Husum (bei Nienburg) Landesbergen Leese Liebenau (Niedersachsen) Linsburg Linsburg Marklohe Nienburg/Weser Pennigsehl Raddestorf Rehburg-Loccum Rodewald Rohrsen Schweringen Steimbke Steyerberg Steyerberg Stöckse Stolzenau Uchte Warmsen Wietzen WarpeKarte
Über dieses Bild

Rehburg-Loccum ist eine Stadt in Niedersachsen im Südosten des Landkreises Nienburg/Weser und mit gut 10.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landkreises.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rehburg-Loccum grenzt an das Steinhuder Meer. Das Stadtgebiet wird vom Höhenzug der Rehburger Berge durchzogen und vom Steinhuder Meerbach als Wasserablauf des Steinhuder Meeres in Ost-West-Richtung durchflossen. Der Naturpark Steinhuder Meer erstreckt sich unter anderem über das Gebiet Rehburg-Loccums.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind die Städte Wunstorf und Neustadt am Rübenberge, beide in der Region Hannover gelegen, Petershagen/Weser im Kreis Minden-Lübbecke, Nordrhein-Westfalen, sowie die Samtgemeinden Landesbergen im Landkreis Nienburg/Weser, Niedernwöhren und Sachsenhagen, beide im Landkreis Schaumburg gelegen.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Neue Badehaus der Historischen Kuranlagen in Bad Rehburg

Die Stadt Rehburg-Loccum setzt sich seit 1974 aus folgenden fünf Ortsteilen zusammen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt entstand am 1. März 1974 aus dem Zusammenschluss der Stadt Rehburg, dem traditionsreichen Bad Rehburg – einst Staatsbad der Könige von Hannover –, Loccum, Münchehagen und Winzlar.[2] In Rechtsnachfolge der Stadt Rehburg ist Rehburg-Loccum Mitglied der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft.

Der Rat der Stadt Rehburg-Loccum hat am 25. September 2013 einen Beschluss zur sozialethischen Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse gefasst.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl Rehburg-Loccums ist nach zehn Jahren stetigen Anstiegs seit der Jahrtausendwende wieder rückläufig:

Jahr Einwohner
1989 9.634
1990 10.089
1991 10.236
1992 10.297
1993 10.415
1994 10.433
Jahr Einwohner
1995 10.569
1996 10.639
1997 10.785
1998 10.895
1999 10.954
2000 11.038
Jahr Einwohner
2001 10.967
2002 10.970
2003 11.004
2004 10.955
2005 10.904
2006 10.796
Jahr Einwohner
2007
2008
2009 10.410
2010 10.380
2011 10.283
2012 10.302
Jahr Einwohner
2013 10.281
2014
2015
2016
2017
2018

Davon in den Ortsteilen:

Ortsteil 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Bad Rehburg 750 727 739 714 730 708 601 625 618 657 649
Loccum 3.172 3.186 3.187 3.190 3.178 3.132 2.941 2.953 2.973 2.959 2.939
Münchehagen 2.052 2.043 2.043 2.033 2.023 1.997 2.001 1.957 1.921 1.898 1.903
Rehburg 3.834 3.867 3.874 3.852 3.863 3.863 3.795 3.781 3.728 3.728 3.740
Winzlar 1.159 1.147 1.161 1.166 1.110 1.096 1.072 1.064 1.043 1.060 1.050

Die Altersgruppen der Einwohner teilen sich wie folgt auf (Stand 2006):

Alter in Jahren Anteil der Einwohner
0-6 5,9 %
7-18 14,8 %
19-25 6,5 %
26-45 28,1 %
46-65 25,2 %
66 und älter 19,5 %
Das Rathaus der Stadt Rehburg-Loccum befindet sich im Ortsteil Rehburg

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelisch-lutherische Kirchen oder Kapellen befinden sich in allen Ortsteilen, eine katholische Kirche befindet sich im Ortsteil Rehburg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtratswahl 2011[3][4]
Wahlbeteiligung: 50,18 % (2006: 47,34 %)
 %
50
40
30
20
10
0
44,56 %
35,68 %
14,11 %
3,03 %
2,59 %
n. k.
WG
Dreier f
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-1,80 %p
-3,13 %p
+6,88 %p
+0,50 %p
-0,93 %p
-1,51 %p
WG
Dreier f
Anmerkungen:
f 2006: Einzelwahlvorschlag Dreier
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Die Kommunalwahl am 11. September 2011 führte zu folgender Sitzverteilung:[5][6]

  • SPD: 11 Sitze (–1)
  • CDU: 9 Sitze (–1)
  • GRÜNE: 4 Sitze (+2)
  • WG: 1 Sitz (±0)
  • FDP: 1 Sitz (±0)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dargestellt ist ein Reh, das sich im geöffneten Tor einer dreitürmigen Burg befindet, die wiederum von drei Blumen am unteren Rand gesäumt ist. Das Reh und die Burg entsprechend den Namen Rehburg, während die Rosen dem Wappen des Stifters des Klosters Loccum, des Grafen Hallermund, entlehnt sind.

Im Stadtwappen sind einzelne Elemente der beiden Wappen von Rehburg (oder Bad Rehburg) und Loccum zusammengefasst. Aus dem Rehburger Wappen stammen die Burg und das Reh, die Rosen wurden aus dem Wappen Loccums übernommen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Rehburg-Loccum pflegt seit 1990 eine Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Niederschöna (zwischen Freiberg und Dresden). Ihren Ursprung hat diese Städtepartnerschaft aus engen Verbindungen der Kirchengemeinde Loccum und Niederschöna, die schon viele Jahre vor der Wiedervereinigung Deutschlands bestand. Auf Wunsch der Gemeindevertretung der Gemeinde Niederschöna entstand dann die offizielle Partnerschaft zwischen den beiden Kommunen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Ortsteilen Rehburg, Münchehagen und Loccum gibt es jeweils einen Spielmannszug, wobei der Rehburger einen überregionalen Bekanntheitsgrad hat. Er erreichte den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Spielleute 2007. Darüber hinaus verfügt die Rehburger Feuerwehr über eine Kapelle. Das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Loccum ist über die Grenzen von Rehburg-Loccum bekannt.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wandelhalle der Historischen Kuranlagen in Bad Rehburg
  • Historische Kuranlagen mit Museum zur Entwicklung der Heilbäder und Raum für kulturelle Veranstaltungen
  • Die Friederikenkapelle ist eine schlichte Kapelle aus dem 19. Jahrhundert in Rehburg.
  • Der Wilhelmsturm in den Rehburger Bergen wird vom Kultererhaltungsverein Bad Rehburg betrieben, gehört jedoch zu Wölpinghausen.
Das 1163 gegründete Zisterzienser-Kloster Loccum
Der Ratskeller beherbergt ein Restaurant, das Jugendzentrum und den Bürgersaal (ehemalige Bauschule)
Blick auf die „Schwimmenden Meerbruchswiesen“ am Steinhuder Meer

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert sind die am Steinhuder Meer gelegenen „Schwimmenden Meerbruchswiesen“ bei Winzlar, wo es eine beträchtliche Artenvielfalt an Vögeln und Pflanzen gibt. Dort befindet sich die ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM).

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rehburg-Loccum besitzt zwei Tennisanlagen in Rehburg und Loccum sowie ein Freizeitbad in Münchehagen und ein Hallenbad in Rehburg. Im Ortsteil Rehburg befinden sich zwei Sportplätze, in Winzlar einer und in Münchehagen und Loccum jeweils zwei. Ein 18-Loch-Golfplatz wird in Loccum betrieben.

Die Landschaft, von der Rehburg-Loccum umgeben ist bietet außerdem gute Voraussetzungen zum Wandern (Rehburger Berge), zum Surfen und Segeln (Steinhuder Meer) und für ausgiebige Fahrradtouren (Steinhuder Meer, Wesermarsch).

Der Ortsverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Rehburg-Loccum ist der einzige gemeinnützige Verein, der im Stadtgebiet ein Angebot im Bereich des Schwimmsports bzw. Rettungssports bietet. Besonders bei der Festigung der schwimmerischen Fähigkeiten bei Kindern kurz nach dem Erwerb des Seepferdchen-Abzeichens oder des Deutschen Jugendschwimmabzeichens in Bronze leisten die ehrenamtlichen Helfer der DLRG Ortsverband Rehburg-loccum e.V. einen Großteil ihrer Basisarbeit. Im Hallenbad im Ortsteil Rehburg sowie im Freibad im Ortsteil Münchehagen bietet die DLRG saisonabhängig ein wöchentliches Schwimmtraining an. Über das Schwimmtraining hinaus leistet die DLRG in Rehburg-Loccum aktive Jugendarbeit und unterhält als ehrenamtliche Hilfsorganisation eine Schnelle Einsatzgruppe Wasserrettung mit einem Einsatztauchtrupp und zwei Motorrettungsbooten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine städtische Bibliothek wird in Rehburg betrieben, eine kirchliche in Loccum.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt betreibt in mehreren Ortsteilen Kindergärten. In Rehburg und Münchehagen befindet sich je eine Grundschule. Als weiterführende Schule ist eine Oberschule (vorher Haupt- und Realschule, bis zum Jahre 2004 zusätzlich mit einer Orientierungsstufe) in Loccum eingerichtet worden. In Rehburg wurde die Wilhelm-Busch-Schule als Förderschule für lernschwache Kinder errichtet. Die Evangelische Akademie Loccum veranstaltet mehr als 60 Tagungen, Workshops und Seminare im Jahr zu allen Politikfeldern: Theologie, Recht, internationale Politik, Umweltpolitik, Bildung und Jugendpolitik, Kultur und Wirtschafts- und Sozialpolitik. Das RPI (Religionspädagogisches Institut Loccum) bietet zentrale Fort- und Weiterbildungen für Lehrer und kirchliche Mitarbeiter an.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rehburg-Loccum liegt knapp 40 km nordwestlich von Hannover und ist mit dem Auto über die Autobahn 2 und die Bundesstraße 6, die wenige Kilometer nördlich des Stadtgebietes verläuft, sowie die Bundesstraßen 441 und 482 zu erreichen. Durch die Ortsteile Loccum, Münchehagen und Bad Rehburg verläuft die Bundesstraße 441, die direkt nach Hannover führt. Nächstgelegene Autobahnanschlussstellen an die A 2 sind Wunstorf (Luthe und Kolenfeld) und Porta Westfalica. Beide Anschlussstellen sind von Rehburg aus innerhalb von ca. 30 Autominuten zu erreichen. Außerdem befindet sich Rehburg-Loccum im Einzugsgebiet des Flughafens Hannover sowie in der Einflugschneise des Fliegerhorstes Wunstorf.

Im Stadtgebiet wird ein Bürgerbussystem betrieben, das im Stundentakt alle Ortsteile anfährt. Der Linienbusbetrieb wird von der Verkehrsgesellschaft Landkreis Nienburg mit Verbindungen in Richtung Nienburg sowie der Regiobus Hannover in Richtung Stolzenau und Wunstorf abgewickelt. Eingebettet sind Expressbusse, die zu einer erheblichen Fahrzeitverkürzung beitragen. Bahnhöfe befinden sich in Leese-Stolzenau, Nienburg/Weser und Wunstorf.

Die früher durch das Stadtgebiet führende Bahnstrecke Stadthagen–Stolzenau sowie die Steinhuder Meer-Bahn existieren nicht mehr.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Magdalene bey der Koppeln († 1628 in Loccum), erstes Opfer der Hexenverfolgungen
  • Gerhard Hahn (* 1946), deutscher Zeichentrickfilmregisseur
  • Günter Hermann (* 5. Dezember 1960), ehemaliger deutscher Fußballspieler und Weltmeister 1990

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Jünger (* 1895 in Heidelberg; † 1998 in Riedlingen), deutscher Philosoph und Schriftsteller, lebte in seiner Jugend in Rehburg
  • Horst Hirschler (* 4. September 1933 in Stuttgart), deutscher Theologe und Abt des Loccumer Klosters
  • Lucius B. Reichling (* 8. März 1947 in Berlin; † 14. August 2012 in Hamburg), Sänger und Mitbegründer der Band Truck Stop, lebte in seiner Jugend in Loccum
  • Sebastian Edathy (* 5. September 1969 in Hannover), deutscher Politiker und ehemaliges MdB, wohnte in Rehburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rehburg-Loccum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 199.
  3. http://wahl.kdo.de/index.php?kommune=Stadt%20Rehburg-Loccum&instflash=yes&noflash=&wahl=2011_____Wahl%20zum%20Rat%20der%20Stadt%20Rehburg-Loccum%2011.09.2011_____11082514536218&showData=tabelle
  4. http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Rehburg-Loccum&instflash=yes&noflash=&wahl=2006_____Wahl%20zum%20Rat%20der%20Stadt%20Rehburg-Loccum_____060801144190594&showData=tabelle
  5. http://wahl.kdo.de/index.php?kommune=Stadt%20Rehburg-Loccum&instflash=yes&noflash=&wahl=2011_____Wahl%20zum%20Rat%20der%20Stadt%20Rehburg-Loccum%2011.09.2011_____11082514536218&showData=sitze
  6. http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Rehburg-Loccum&instflash=yes&noflash=&wahl=2006_____Wahl%20zum%20Rat%20der%20Stadt%20Rehburg-Loccum_____060801144190594&showData=sitze