Rifugio Croda da Lago

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Rifugio Croda da Lago – „Gianni Palmieri“
CAI-Schutzhütte Kategorie C
Das Rifugio am Lago Fedèra mit der Sorapiss-Gruppe im Hintergrund, rechts der Antelao

Das Rifugio am Lago Fedèra mit der Sorapiss-Gruppe im Hintergrund, rechts der Antelao

Lage Lago Fedèra; Provinz Belluno, Venetien, Italien; Talort: Cortina d’Ampezzo
Gebirgsgruppe Croda-da-Lago-Gruppe, Ampezzaner Dolomiten
Geographische Lage: 46° 29′ 11,4″ N, 12° 6′ 20,6″ OKoordinaten: 46° 29′ 11,4″ N, 12° 6′ 20,6″ O
Höhenlage 2046 m s.l.m.
Rifugio Croda da Lago (Venetien)
Rifugio Croda da Lago
Erbauer privat
Besitzer CAI Sektion Cortina d’Ampezzo
Erbaut 1901; Umbau: 1905, 1930, 1948
Bautyp Schutzhütte
Übliche Öffnungszeiten Mitte Juni bis Ende September
Beherbergung 51 Betten, 0 Lager, 2 Notlager
Weblink crodadalago.it

Das Rifugio Croda da Lago, vollständiger Name Rifugio Croda da Lago – „Gianni Palmieri“ ist eine Schutzhütte der Sektion Cortina d’Ampezzo des Club Alpino Italiano (CAI) in der Croda-da-Lago-Gruppe in den Ampezzaner Dolomiten in der Provinz Belluno. Die in der Regel von Mitte Juni bis Ende September geöffnete Hütte verfügt über 51 Schlafplätze und 2 Notlager.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schutzhütte liegt auf 2046 m s.l.m. am südöstlichen Rand des Lago Fedèra unterhalb der Ostwand der Cima Ambrizzola (2715 m). Am Rifugio Croda da Lago führt der Dolomiten-Höhenweg 1 vorbei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schutzhütte wurde auf Betreiben des Ampezzaner Bergführers Giovanni Barbaria “Zuchin” errichtet und 1901 als Barbariahütte eingeweiht. 1903 wurde sie an die Sektion Reichenberg des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins verkauft, der die Hütte erweitern ließ und 1905 als Reichenberger Hütte wieder eröffnete. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Hütte, wie allen anderen nun auf italienischem Staatsgebiet liegenden Schutzhütten des DuÖAV, enteignet und dem CAI übergeben.[1]

Die Sektion Cortina d’Ampezzo eröffnete die Hütte 1922 unter dem neuen Namen Rifugio Croda da Lago und erweiterte sie 1930 nochmals. 1942 wurde die sie auf Wunsch des CAI auf den während des italienischen Griechenlandfelduges gefallenen Alpinisten und Alpini-Offiziers Renzo Granzotto umbenannt.[2] Zwei Jahre später wurde das Rifugio Granzotto nach der deutschen Besetzung Italiens von deutschen Truppen beschlagnahmt und als Unterkunft genutzt.

Nach Ende des Krieges konnte die schwer in Mitleidenschaft gezogenen Hütte dank der finanziellen Hilfe des Bologneser Professors Gian Giuseppe Palmieri renoviert und 1948 wieder unter dem Namen Rifugio Croda da Lago eröffnet werden. In Erinnerung an den großzügigen Spender wurde die Schutzhütte dem im Krieg gefallenen Sohn Palmieris, dem mit der goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichneten Widerstandskämpfer Gianni Palmieri gewidmet. In der Folgezeit wurde das Rifugio mehrmals renoviert und modernisiert.[3]

Zustiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von der Brücke am Ru Curto, 1708 m auf Weg 437, 434 in 1 ¾ Stunden
  • Von der Brücke am Pezié de Parù, 1506 m auf Weg 434 in 2 Stunden
  • Vom Lago de Aial, 1420 m auf Weg 431 in 2 ½ Stunden
  • Von Cortina d’Ampezzo – Campo di Sotto, 1127 m auf Weg 468, 480 in 3 ¼ Stunden
  • Von San Vito di Cadore – Chiapuzza, 997 m auf Weg 459, 457 in 4 ½ Stunden

Nachbarhütten und Übergänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefano Ardito: I 100 Rifugi più belli delle Dolomiti. Iter, Subiaco 2017 ISBN 978-88-8177-272-8.
  • Carlo Avoscan, Fabrizio Francescon (Hrsg.): Rifugi della provincia di Belluno. Cenni storici, accessi, traversate, ascensioni alla ricerca delle creature più belle delle Dolomiti. Provincia di Belluno, Dosson di Casier 2006.
  • Ernesto Majoni: 1901 Barbaria Hütte, 2001 Rifugio Croda da Lago Gianni Palmieri.Club alpino italiano. Sezione di Cortina d’Ampezzo, Cortina d’Ampezzo 2001

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rifugio Croda da Lago – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carlo Avoscan, Fabrizio Francescon (Hrsg.): Rifugi della provincia di Belluno. Cenni storici, accessi, traversate, ascensioni alla ricerca delle creature più belle delle Dolomiti. S. 195.
  2. Il Bivacco Marchi-Granzotto. In: caipordenone.it. Abgerufen am 10. November 2020 (italienisch).
  3. La storia. In: crodadalago.it. Abgerufen am 10. November 2020 (italienisch).