Reichenthal

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Marktgemeinde
Reichenthal
Wappen Österreichkarte
Wappen von Reichenthal
Reichenthal (Österreich)
Reichenthal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Fläche: 18,89 km²
Koordinaten: 48° 33′ N, 14° 23′ OKoordinaten: 48° 32′ 47″ N, 14° 23′ 1″ O
Höhe: 683 m ü. A.
Einwohner: 1.519 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 80 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4193
Vorwahl: 0 72 14
Gemeindekennziffer: 4 16 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberer Markt 11
4193 Reichenthal
Website: www.reichenthal.at
Politik
Bürgermeisterin: Karin Kampelmüller (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
10
5
4
10 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Reichenthal im Bezirk Urfahr-Umgebung
Alberndorf in der RiedmarkAltenberg bei LinzBad LeonfeldenEidenbergEngerwitzdorfFeldkirchen an der DonauGallneukirchenGoldwörthGramastettenHaibach im MühlkreisHellmonsödtHerzogsdorfKirchschlag bei LinzLichtenbergLinzOberneukirchenOttenschlag im MühlkreisOttensheimPuchenauReichenau im MühlkreisReichenthalSchenkenfeldenSonnberg im MühlkreisSt. Gotthard im MühlkreisSteyreggVorderweißenbachWaldingZwettl an der RodlOberösterreichLage der Gemeinde Reichenthal im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Ortsansicht
Ortsansicht
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Reichenthal ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im oberen Mühlviertel mit 1519 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichenthal liegt auf 683 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Leonfelden und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Freistadt. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,4 km, von West nach Ost 7,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 18,8 km². Durch den Ort fließt der Kettenbach, der nicht wie im Mühlviertel üblich zur Donau, sondern zur Moldau nach Tschechien fließt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Allhut (38)
  • Böhmdorf (55) samt Altmühle
  • Hayrl (57)
  • Kohlgrub (19)
  • Liebenthal (75)
  • Miesenbach (43)
  • Niederreichenthal (50)
  • Reichenthal (922)
  • Schwarzenbach (70)
  • Stiftung (134)
  • Vierhöf (56)

Flächenverteilung:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vyšší Brod (CZ) Rainbach
Nachbargemeinden
Schenkenfelden Waldburg

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Veränderung prozentuelle
Veränderung
2018 1.513 +42 +2,9 %
2011 1.471 +86 +6,2 %
2001 1.385 +121 +9,6 %
1991 1.264 –39 –3,0 %
1981 1.303    

Von 1981 bis 1991 nahm die Bevölkerungszahl ab, da die Wanderungsbilanz stark negativ war. In den folgenden Jahrzehnten ging die Abwanderung zurück und die Geburtenbilanz wurde stärker positiv, sodass die Einwohnerzahl stieg.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

Gespalten; rechts in Rot auf der erhöhten Mittelkuppe eines grünen Dreiberges ein silberner, einwärts gewendeter Falke, links dreimal gespalten von Silber und Rot.

Der Jagdfalke aus dem Familienwappen der Grafen Grundemann von Falkenberg, die seit 1636 im Besitz von Schloss Waldenfels sind, symbolisiert die enge historische Verbundenheit der jungen Marktgemeinde mit der seinerzeitigen Grundherrschaft. Die Landesfarben Weiß-Rot deuten auf die neuzeitliche Verleihung des Wappens im Jahr 1950 durch die oberösterreichische Landesregierung.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich, seit 1490 zum Fürstentum Österreich ob der Enns.

Im Jahr 1357 wird der Ort als Reychenthal erstmals urkundlich erwähnt, wobei der Ortsname von einem reichen, ertragreichen Tal herzuleiten ist.[4]

Über den SaumpfadHellmonsödtSchenkenfelden – Reichenthal – Oberhaid“, einer Variante des Linzer Steigs, wurde Jahrhunderte lang Salz nach Böhmen transportiert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Reichenthal

  • Pfarrkirche Reichenthal: erbaut im 19. Jahrhundert, auch 'Mühlviertler Dom' genannt, da sie die größte Kirche des Mühlviertels ist. Sehenswert ist die Sieben-Todsünden-Kanzel. Die Kanzel wird von einem Baumstamm getragen, um den sich eine Riesenschlange mit sieben Menschenköpfen windet, die die sieben Todsünden symbolisieren.
  • Schloss Waldenfels: Das Schloss wurde um 1300 erbaut. 1636 erwarb es Konstantin Grundemann, der als Belohnung für seinen Einsatz in der Gegenreformation das Patronatsrecht über Reichenthal und Waldburg erhielt.
  • Mühlenmuseum Reichenthal-Hayrl: Das Mühlenmuseum Reichenthal-Hayrl befindet sich am Beginn des 10-Mühlen-Wanderweges. Im Mittelpunkt des Museums befindet sich die Hausmühle mit der Müllerstube, die einen Blick in das einstige Handwerk und Müllerleben ermöglicht.
  • 10-Mühlen-Wanderweg: Der 10-Mühlen-Wanderweg hat eine Länge von 15,5 km und führt an einer Vielzahl von Mühlen vorbei.[5]
  • Waldkapelle Liebenthal: Die Waldkapelle wurde 1936 auf einem Hügel erbaut. Rund um die Kapelle führt ein aus 14 Bildstöcken bestehender Kreuzweg.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reichenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Reichenthal, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 12. Mai 2019.
  3. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Wappen. Abgerufen am 12. Mai 2019.
  4. Karl Hohensinner, Peter Wiesinger: Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich 10. Die Ortsnamen des politischen Bezirks Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien 2006.
  5. 10-Mühlen-Wanderweg auf muehlenverein.at.