Reichenwalde

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Reichenwalde (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Reichenwalde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reichenwalde hervorgehoben
Koordinaten: 52° 16′ N, 14° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Amt: Scharmützelsee
Höhe: 52 m ü. NHN
Fläche: 26,32 km2
Einwohner: 1115 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15526
Vorwahl: 033631
Kfz-Kennzeichen: LOS
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 413
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Forsthausstraße 4
15526 Bad Saarow
Webpräsenz: www.amt-scharmuetzelsee.de
Bürgermeister: Mike Hemm (SPD)
Lage der Gemeinde Reichenwalde im Landkreis Oder-Spree
Bad Saarow Beeskow Berkenbrück Briesen Brieskow-Finkenheerd Diensdorf-Radlow Eisenhüttenstadt Erkner Friedland Fürstenwalde/Spree Gosen-Neu Zittau Groß Lindow Grünheide Grunow-Dammendorf Jacobsdorf Langewahl Lawitz Briesen (Mark) Mixdorf Müllrose Neißemünde Neuzelle Ragow-Merz Rauen Reichenwalde Rietz-Neuendorf Schlaubetal Schöneiche Siehdichum Spreenhagen Steinhöfel Storkow Tauche Vogelsang Wendisch Rietz Wiesenau Woltersdorf Ziltendorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Reichenwalde (niedersorbisch Rychwałt) ist eine Gemeinde im Landkreis Oder-Spree des Landes Brandenburg. Sie ist Teil des Amtes Scharmützelsee.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichenwalde liegt auf einem Höhenrücken zwischen dem Storkower See und dem Scharmützelsee.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrer Hauptsatzung hat die Gemeinde drei Ortsteile[2]:

  • Dahmsdorf (Damaćojce)
  • Kolpin (Kółpin[3])
  • Reichenwalde (Rychwałt)

Dazu kommen die Wohnplätze Neu Reichenwalde und Waldrandsiedlung[4].

1992 mit Beginn der Ämterverwaltung in Brandenburg schloss sich Reichenwalde mit acht anderen Gemeinden zum Amt Scharmützelsee zusammen, dessen Sitz sich in Bad Saarow befindet[5]. Die Gemeinden Reichenwalde, Dahmsdorf und Kolpin schlossen sich zum 31. Dezember 2001 zur neuen Gemeinde Reichenwalde zusammen.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 692
1890 669
1910 665
1925 692
1933 743
1939 697
1946 799
1950 822
1964 681
1971 659
Jahr Einwohner
1981 636
1985 572
1989 571
1990 590
1991 578
1992 576
1993 579
1994 579
1995 604
1996 613
Jahr Einwohner
1997 621
1998 677
1999 705
2000 707
2001 1 108
2002 1 118
2003 1 121
2004 1 109
2005 1 097
2006 1 095
Jahr Einwohner
2007 1 106
2008 1 104
2009 1 119
2010 1 122
2011 1 122
2012 1 119
2013 1 113
2014 1 104
2015 1 115

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[7][8] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 55.7 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
64,5 %
19,8 %
10,6 %
5,1 %
BJA

Die Gemeindevertretung von Reichenwalde besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[9]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Döbler (von der SPD nominiert) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 74,4 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11]

Döbler trat zum 31. August 2015 von seinem Amt zurück.[12] Die Gemeindevertretung wählte am 13. Oktober 2015 einstimmig das bisherige Gemeinderatsmitglied Mike Hemm (SPD) für die restliche Amtszeit zum neuen Bürgermeister.[13]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Reichenwalde und in der Liste der Bodendenkmale in Reichenwalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ehemaligen Schule des Ortes von 1813, die in den 1970er Jahren geschlossen wurde, befindet sich das Restaurant Alte Schule, das im Guide Michelin erwähnt wird.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichenwalde liegt an der Landesstraße L 412 zwischen Storkow (Mark) und Bad Saarow.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem ehemaligen Gut Reichenwalde befinden sich Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal sowie eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude der Kindertagesstätte „Spatzennest“ wurde in ökologischer Bauweise gebaut und im Dezember 2004 eingeweiht. Träger der Einrichtung ist der Verein „Kindertagesstätte Reichenwalde e.V.“. Im Ortsteil Kolpin befand sich bis Anfang 2008 die Justizakademie des Landes Brandenburg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Didi Senft (* 1952), Fahrraddesigner, geboren in Reichenwalde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reichenwalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Reichenwalde vom 17. März 2009 PDF
  3. ISBN 3-515-08664-1 Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow; Seiten 226 bis 228
  4. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg – Gemeinde Reichenwalde
  5. Bildung der Ämter Gartz/Oder, Bad Liebenwerda, Mühlberg/Elbe, Plessa, Märkische Schweiz, Premnitz, Rüdersdorf, Scharmützelsee, Steinhöfel/Heinersdorf Elsterland, Kleine Elster und Falkenberg Uebigau. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 21. Juli 1992. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 54, 31. Juli 1992, S. 970/1.
  6. Bildung einer neuen Gemeinde Reichenwalde. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 14. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 52, 27. Dezember 2001, S. 898 PDF.
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree. S. 22–25
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  10. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  12. Heinz Döbler ist zurückgetreten. In: Märkische Onlinezeitung, 2. September 2015
  13. Mike Hemm zum Bürgermeister gewählt. In: Märkische Onlinezeitung, 15. Oktober 2015