Reichenwalde

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Reichenwalde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reichenwalde hervorgehoben

Koordinaten: 52° 16′ N, 14° 0′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Amt: Scharmützelsee
Höhe: 52 m ü. NHN
Fläche: 26,32 km2
Einwohner: 1156 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15526
Vorwahl: 033631
Kfz-Kennzeichen: LOS, BSK, EH, FW
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 413
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Forsthausstraße 4
15526 Bad Saarow
Website: www.reichenwalde.eu
Bürgermeister: Mike Hemm (SPD)
Lage der Gemeinde Reichenwalde im Landkreis Oder-Spree
Bad SaarowBeeskowBerkenbrückBriesenBrieskow-FinkenheerdDiensdorf-RadlowEisenhüttenstadtErknerFriedlandFürstenwalde/SpreeGosen-Neu ZittauGroß LindowGrünheideGrunow-DammendorfJacobsdorfLangewahlLawitzBriesen (Mark)MixdorfMüllroseNeißemündeNeuzelleRagow-MerzRauenReichenwaldeRietz-NeuendorfSchlaubetalSchöneicheSiehdichumSpreenhagenSteinhöfelStorkowTaucheVogelsangWendisch RietzWiesenauWoltersdorfZiltendorfBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Reichenwalde (niedersorbisch Rychwałt) ist eine Gemeinde im Landkreis Oder-Spree des Landes Brandenburg. Sie ist Teil des Amtes Scharmützelsee.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichenwalde liegt auf einem Höhenrücken zwischen dem Storkower See und dem Scharmützelsee.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrer Hauptsatzung hat die Gemeinde drei Ortsteile[2]:

Dazu kommen die Wohnplätze Neu Reichenwalde und Waldrandsiedlung[4].

1992 mit Beginn der Ämterverwaltung in Brandenburg schloss sich Reichenwalde mit acht anderen Gemeinden zum Amt Scharmützelsee zusammen, dessen Sitz sich in Bad Saarow befindet[5]. Die Gemeinden Reichenwalde, Dahmsdorf und Kolpin schlossen sich zum 31. Dezember 2001 zur neuen Gemeinde Reichenwalde zusammen.[6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichenwalde, Dahmsdorf und Kolpin gehörten seit 1836 zum Kreis Beeskow-Storkow in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Fürstenwalde (Dahmsdorf zum Kreis Beeskow) im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 692
1890 669
1910 665
1925 692
1933 743
1939 697
1946 799
1950 822
Jahr Einwohner
1964 681
1971 659
1981 636
1985 572
1989 571
1990 590
1991 578
1992 576
1993 579
1994 579
Jahr Einwohner
1995 604
1996 613
1997 621
1998 677
1999 705
2000 707
2001 1 108
2002 1 118
2003 1 121
2004 1 109
Jahr Einwohner
2005 1 097
2006 1 095
2007 1 106
2008 1 104
2009 1 119
2010 1 122
2011 1 122
2012 1 119
2013 1 113
2014 1 104
Jahr Einwohner
2015 1 115
2016 1 138
2017 1 118
2018 1 156

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[7][8][9]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Reichenwalde besteht aus 9 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

Partei / Wählergruppe Sitze
SPD 3
Einzelbewerberin Renate Nifke 1
Bauern-Jäger-Angler 1
Einzelbewerber Roland Brendel 1
Die Linke 1
CDU 1
Einzelbewerber Joachim Kettner 1

Der Stimmenanteil Renate Nifkes entspricht zwei Sitzen. Daher bleibt nach § 48 (6) des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes[11] ein Sitz in der Gemeindevertretung unbesetzt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998–2008: Harry Schwarz (CDU)[12]
  • 2008–2015: Heinz Döbler (von der SPD nominiert)[13]
  • seit 2015: Mike Hemm (SPD)[14]

Hemm wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 mit 51,6 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[15] gewählt.[16]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Reichenwalde und in der Liste der Bodendenkmale in Reichenwalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ehemaligen Schule des Ortes von 1813, die in den 1970er Jahren geschlossen wurde, befindet sich das Restaurant Alte Schule, das im Guide Michelin erwähnt wird.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichenwalde liegt an der Landesstraße L 412 zwischen Storkow (Mark) und Bad Saarow.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem ehemaligen Gut Reichenwalde befinden sich Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal sowie eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude der Kindertagesstätte „Spatzennest“ wurde in ökologischer Bauweise gebaut und im Dezember 2004 eingeweiht. Träger der Einrichtung ist der Verein „Kindertagesstätte Reichenwalde e.V.“. Im Ortsteil Kolpin befand sich bis Anfang 2008 die Justizakademie des Landes Brandenburg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Didi Senft (* 1952), Fahrraddesigner, geboren in Reichenwalde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Reichenwalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Reichenwalde vom 17. März 2009 PDF (Memento des Originals vom 20. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.amt-scharmuetzelsee.de
  3. ISBN 3-515-08664-1 Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow; Seiten 226 bis 228
  4. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg – Gemeinde Reichenwalde
  5. Bildung der Ämter Gartz/Oder, Bad Liebenwerda, Mühlberg/Elbe, Plessa, Märkische Schweiz, Premnitz, Rüdersdorf, Scharmützelsee, Steinhöfel/Heinersdorf Elsterland, Kleine Elster und Falkenberg Uebigau. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 21. Juli 1992. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 54, 31. Juli 1992, S. 970/1.
  6. Bildung einer neuen Gemeinde Reichenwalde. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 14. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 52, 27. Dezember 2001, S. 898 PDF.
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree. S. 22–25
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  9. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  10. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  11. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz § 48
  12. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Oder-Spree (Memento des Originals vom 12. April 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.brandenburg.de
  13. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen, S. 10
  14. Mike Hemm zum Bürgermeister gewählt. In: Märkische Onlinezeitung, 15. Oktober 2015
  15. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  16. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019