Reichertshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reichertshausen
Reichertshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reichertshausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 28′ N, 11° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 448 m ü. NHN
Fläche: 23,64 km2
Einwohner: 5084 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 215 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85293
Vorwahl: 08441
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 146
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pfaffenhofener Straße 2
85293 Reichertshausen
Webpräsenz: www.reichertshausen.de
Bürgermeister: Reinhard Heinrich (CSU)
Lage der Gemeinde Reichertshausen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
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Über dieses Bild

Reichertshausen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nahe der Bundesautobahn 9 genau auf halbem Wege zwischen München und Ingolstadt. Sie gehört zur Planungsregion Ingolstadt. Im Ort mündet der Nöbach in die Ilm. Durch die Ortsmitte von Reichertshausen führt die Bundesstraße 13.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren folgende Gemarkungen: Langwaid, Paindorf, Pischelsdorf, Reichertshausen, Steinkirchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichertshausen wurde erstmals 779 erwähnt, als eine Frau von Toza ein Bethaus errichten ließ. Als nächste Herren auf Reichertshausen wurde 1060 das Geschlecht der Babenberger nachgewiesen. In der Folge nannten sich die Schlossbesitzer von Richershusen.

Im Jahre 1334 wurden Schloss Reichertshausen und Besitzungen an einen Angehörigen der Münchner Patrizierfamilie Pütrich verkauft. Der Käufer Ludwig Pütrich erhielt 1347 von Kaiser Ludwig dem Bayern zudem die geschlossenen Hofmarksrechte und wurde als Pütrich von Reichertshausen in den Adelsstand erhoben. Auch der Ort Reichertshausen selbst gelangte so in den Besitz dieser Hofmarksherren. 1497 und 1502 wurde jeweils eine Hälfte des Besitzes von den beiden letzten Nachfahren der Pütrichs von Reichertshausen an Hans von Pfeffenhausen verkauft. Nächste Eigentümer waren ab 1607 mit Hanns Wolf von Weichs zu Steingriff die Freiherren von Weichs.[2]

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Inhaber der Patrimonialgerichtsbarkeit war zu dieser Zeit die Familie von Cetto. 1848 wurden durch eine königliche Verordnung die letzten Hofmarksrechte aufgehoben.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern die bis dahin selbständige Gemeinde Paindorf eingegliedert. Langwaid und Pischelsdorf folgten am 1. April 1971.[3] Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Steinkirchen kamen am 1. April 1975 hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in Reichertshausen
von 1961 bis 2015
Jahr Einwohner
1961 2177
1970 2299
1987 3837
1991 4358
1995 4772
2000 4863
2005 4942
2010 4896
2015 5018

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Juni 1995 Reinhard Heinrich (CSU).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturelle und regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kath. Pfarrkirche St. Stephan

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 166 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 169 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1654. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe elf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 65 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 957 ha, davon waren 606 ha Ackerfläche und 350 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Reichertshausen liegt auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München zwischen München und Ingolstadt. Es hält stündlich eine Regionalbahn.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten Reichertshausen
  • Kindergarten Steinkirchen
  • Kinderkrippe Reichertshausen
  • Volksschule (Grund- und Hauptschule) Reichertshausen
  • Grundschule Steinkirchen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Reichertshausen verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Florian Simbeck (* 1971 in München), deutscher Schauspieler und Politiker (SPD); lebte zeitweise in Reichertshausen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Aus der Geschichte der Gemeinde Reichertshausen, auf reichertshausen.de, abgerufen am 19. Mai 2016.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 551.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reichertshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien