Reichertsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reichertsheim
Reichertsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reichertsheim hervorgehoben

Koordinaten: 48° 12′ N, 12° 17′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Reichertsheim
Höhe: 521 m ü. NHN
Fläche: 31,36 km2
Einwohner: 1635 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84437
Vorwahlen: 08073 (Reichertsheim) /

08072 (Ramsau)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text

Kfz-Kennzeichen: MÜ, VIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 140
Gemeindegliederung: 107 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bräustr. 11
84437 Reichertsheim
Website: gemeinde-reichertsheim.de
Erster Bürgermeister: Franz Stein (Einigkeit)
Lage der Gemeinde Reichertsheim im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer HartZangbergWaldkraiburgUnterreitTaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn)SchwindeggSchönberg (Oberbayern)ReichertsheimRechtmehringRattenkirchenPolling (bei Mühldorf am Inn)ObertaufkirchenOberneukirchen (Oberbayern)OberbergkirchenNiedertaufkirchenNiederbergkirchenNeumarkt-Sankt VeitMühldorf am InnMettenheim (Bayern)MaitenbethLohkirchenKraiburg am InnKirchdorf (bei Haag in Oberbayern)Jettenbach (Oberbayern)HeldensteinHaag in OberbayernGars am InnErhartingEgglkofenBuchbach (Oberbayern)Aschau am InnAmpfingLandkreis LandshutLandkreis Rottal-InnLandkreis RosenheimLandkreis EbersbergLandkreis AltöttingLandkreis ErdingLandkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild

Reichertsheim ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung und der Verwaltungsgemeinschaft Reichertsheim, dessen Mitglied die Gemeinde ist.

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Südostoberbayern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 107 Ortsteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Dachberg, Kronberg und Reichertsheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichertsheim gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Mittels der Obmannschaft Reichertsheim übte das Erzstift Salzburg bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1803 die niedere Gerichtsbarkeit über seine hiesigen Untertanen aus. Im Zuge der Gemeindebildung in Bayern nach dem Zweiten Gemeindeedikt entstand aus Obmannschaft über den Steuerdistrikt Reichertsheim 1808 durch das Gemeindeedikt 1818 die selbständige Landgemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Dachberg und Kronberg eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.457 auf 1.642 um 185 Einwohner bzw. um 12,7 %.

  • 1961: 1614 Einwohner
  • 1970: 1576 Einwohner
  • 1987: 1455 Einwohner
  • 1991: 1382 Einwohner
  • 1995: 1472 Einwohner
  • 2000: 1604 Einwohner
  • 2005: 1651 Einwohner
  • 2010: 1666 Einwohner
  • 2015: 1652 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl 2020 erbrachte folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung:[4]

  • Einigkeit Ramsau: 52,6 % (4 Sitze)
  • Interessengruppe Reichertsheim: 47,4 % (4 Sitze)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Franz Stein (Einigkeit Ramsau).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Reichertsheim
Blasonierung: „Über blauem Schildfuß, darin nebeneinander zwei goldene sechsstrahlige Sterne, in Gold ein mit drei silbernen Kleeblättern belegter schwarzer Sparren.“[5]

seit 1974.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Ein spätmittelalterliches Bauwerk, das in den 1780er Jahren in barocker Manier umgestaltet und neu dekoriert wurde. Der Turm steht auf der Vorderseite, das Langhaus ist einschiffig, der Chor polygonal. Haupteinrichtung im barocken Stil: Hochaltar, Kanzel und Orgelempore. Der Innenraum zeigt reichen und bewegten Stuckdekor in ländlicher Rokoko-Art.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im Produzierenden Gewerbe 95 und im Bereich Handel und Verkehr 55 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 69 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 468. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es fünf Betriebe, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 127 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2490 ha. Davon waren 1396 ha Ackerfläche und 1092 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2009):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 48 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 13 Lehrern und 146 Schülern

Persönlichkeiten, die in dieser Gemeinde gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Reichertsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120105/180829&attr=OBJ&val=417
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 589.
  4. Gemeinderatswahl Reichertsheim 15. März 2020, Gemeinde Reichertsheim Amtliches Endergebnis. 9. April 2020, abgerufen am 20. Dezember 2020.
  5. Eintrag zum Wappen von Reichertsheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte