Reichsbahndirektion Osten

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Reichsbahndirektion Osten von Martin Kießling, fotografiert von Hugo Schmölz

Die Reichsbahndirektion Osten (RBD Osten) war ein Verwaltungsbezirk der Deutschen Reichsbahn. Der Amtssitz war seit 1923 Frankfurt (Oder).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Friedensvertrag von Versailles lagen weite Gebiete der Eisenbahndirektionen Bromberg, Posen und Danzig in Polen. Trotz der Volksabstimmung in Oberschlesien wurde das deutsche Kattowitz ebenfalls polnisch. Oppeln war das Ende der Welt; denn die Verbindungen nach Osten und Südwesten waren abgebrochen. So musste ein neuer Knotenpunkt entstehen für die Linie entlang der Oder von Schlesien zur Ostsee (Stettin) und für die Preußische Ostbahn. Gleichzeitig entstand in Frankfurt die Eisenbahnersiedlung Paulinenhof nach den Plänen von Martin Kießling.[1]

Die Eisenbahndirektion Osten wurde am 19. Dezember 1919 in Berlin-Charlottenburg am Bahnhof Zoologischer Garten eingerichtet und dieser die auf deutschem Reichsgebiet verbleibenden Strecken der KED Berlin, der Reichsbahndirektion Breslau und der Reichsbahndirektion Stettin und ab dem Datum 10. Januar 1920 auch der preußischen Ostbahn[2][3] zugeteilt.

Am 6. Juli 1922 wurde die Eisenbahndirektion in Reichsbahndirektion Osten umbenannt. Der Amtssitz wurde am 25. September 1923 von Berlin nach Frankfurt (Oder) verlegt. Am 1. Januar 1931 wurde das Direktionsgebiet mit den von der Reichsbahndirektion Halle übernommenen Strecken nochmals erweitert.

Strecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet dieser Reichsbahndirektion erstreckte sich zum größten Teil über die Grenzmark Posen-Westpreußen und die Neumark (Landschaft) im Osten der Provinz Brandenburg.

Bedeutende Eisenbahnstrecken im Direktionsbereich waren:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Junge: Nebelschattenschein (Lebenserinnerungen). Bremerhaven 2010, ISBN 978-3-86509-966-2, S. 19
  2. Bahnstatistik.de, Direktionen der Ostbahn, abgerufen am 15. April 2014
  3. Bahnstatistik, RBD Osten, abgerufen am 16. April 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]