Reichsburg

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Als Reichsburg wird eine Burg bezeichnet, die zum Reichsgut gehörte, also dem Königsgut der römisch-deutschen Wahlkönige oder Kaiser, nicht aber zu deren privatem Hausgut. Mit dem Tod des jeweiligen Königs fielen sie folglich nicht an dessen Privaterben, sondern an seinen Nachfolger im Amt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burgen konnten im Auftrag des Reichsoberhaupts errichtet oder auch erworben worden sein. Sie wurden von Burgmannen oder Reichsministerialen verwaltet. Das Ministerialamt war bisweilen erblich verlehnt und mit dem Burggrafentitel verbunden, so bei der Burggrafschaft Nürnberg.

Eine klare definitorische Abgrenzung von burgartig befestigten Königspfalzen ist nicht möglich, obgleich die Pfalzen die ältere Version der Herrschersitze darstellten und auch nicht immer stark befestigt waren. Wie die frühmittelalterlichen Pfalzen wurden im Hoch- und Spätmittelalter viele Reichsburgen von den deutschen Königen als temporäre Unterkunft genutzt.

Eine große Zahl von Reichsburgen wurde in Regionen wie Schwaben, Franken, der Pfalz und dem Elsass errichtet, wo zur Stauferzeit eine hohe Dichte an Reichsgütern vorhanden war. Dazu gehörten meist ganze Territorien mit Dörfern und Städten, manchmal auch nur begrenzte landwirtschaftliche Flächen; häufig lagen die Reichsburgen - wie zuvor die Pfalzen - auch in der Nähe der ausgedehnten Reichswälder.

Liste von Reichsburgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

f1Georeferenzierung Karte mit allen verlinkten Seiten: OSM

in Deutschland:

Baden-Württemberg:
Bayern:
Hessen:
Niedersachsen:
Nordrhein-Westfalen:
Rheinland-Pfalz:
Saarland:
Sachsen:
Sachsen-Anhalt:
Thüringen:

in Frankreich:

in der Schweiz:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reichsburgen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]