Reichskommissariat Belgien und Nordfrankreich

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Das Reichskommissariat Belgien und Nordfrankreich (formal als Reichskommissariat für die besetzten Gebiete Belgiens und Nordfrankreichs bezeichnet) war eine Verwaltungseinheit der deutschen Zivilverwaltung im vom Deutschen Reich besetzten Belgien und Nordfrankreich während des Zweiten Weltkriegs. Das Reichskommissariat ersetzte eine frühere Militärregierung, die Militärverwaltung in Belgien und Nordfrankreich, die in demselben Gebiet im Jahre 1940 gegründet worden war. Am 18. Juli 1944 wurde der erste Gauleiter Josef Grohé zum Reichskommissar des Territoriums ernannt.

Im Rahmen der Operation Overlord wurde das Gebiet von den Alliierten im September 1944 erobert, sodass seine Existenz sehr kurzlebig war, und nachträglich direkt an Deutschland angeschlossen (wenn auch nicht mehr unter deutscher De-facto-Kontrolle stehend). Hierzu wurde es am 15. Dezember 1944 in drei separate Reichsgaue aufgeteilt: Reichsgau Flandern, Reichsgau Wallonien und Distrikt Brüssel.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konrad Kwiet: Reichskommissariat Niederlande. Versuch und Scheitern nationalsozialistischer Neuordnung, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1968. Dissertation Berlin 1968 (Exkurs: Die Frage der Einsetzung eines Reichskommissars in Belgien, S. 61–68)
  • Bernhard R. Kroener, Rolf-Dieter Müller und Hans Umbreit (2003): Germany and the Second World War V/II, S. 26.