Reichsministerium für die besetzten Gebiete

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Reichsministerium für die besetzten Gebiete bestand in der Weimarer Republik vom 24. August 1923 bis zum 30. September 1930. Es ist nicht zu verwechseln mit dem nationalsozialistischen Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete.

Schon im Dezember 1918 besetzten französische, belgische und britische Truppen Teile des Rheinlandes und angrenzende Gebiete in Hessen, Hessen-Nassau und der Pfalz. Durch den Versailler Vertrag, der am 10. Januar 1920 in Kraft trat, wurden als alliierte Besatzungszone das linksrheinische Gebiet sowie die „Brückenköpfe“ von Köln, Koblenz und Mainz festgelegt.

Als Folge von Auseinandersetzungen um die Zahlung der Reparationen aus dem Versailler Vertrag marschierten französische Truppen ab Januar 1923 in weitere Landesteile, insbesondere das Ruhrgebiet, ein.

Für die besonderen Belange dieser besetzten Gebiete und die mit der Besetzung zusammenhängenden Verwaltungsarbeiten wurde das Reichsministerium für die besetzten Gebiete am 24. August 1923 eingerichtet.

Nach dem Ende der alliierten Rheinlandbesetzung am 30. Juni 1930 wurde das Ministerium aufgelöst.

Liste der Reichsminister für die besetzten Gebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Reichsregierung (Weimarer Republik)

Staatssekretäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eingriffe der Besatzungsbehörden in die Rechtspflege im besetzten Rheinland : eine Sammlung von Belegstücken. Heymann, Berlin 1925. (Digitalisat)