Reichspostamt

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Heute ist im Gebäude das Museum für Kommunikation Berlin untergebracht

Das Reichspostamt war eine Reichsbehörde im Deutschen Kaiserreich, die sich federführend mit der Leitung der Reichspost befasste.

Zuständigkeit[Bearbeiten]

Im Reichskanzleramt waren zuvor die Abteilung I für das Postwesen und die Abteilung II für das Telegraphenwesen zuständig. Diese wurden am 1. Januar 1876 zusammengefasst und in das eigenständige Amt des Generalpostmeisters überführt, welches wiederum 1880 zum Reichspostamt weiterentwickelt wurde, dem ein Staatssekretär vorstand. Mit Einschränkungen fungierte es ab 1902 zudem als Baubehörde des Deutschen Reiches[1].

In der Weimarer Republik wurden die Aufgaben des Reichspostamtes im Wesentlichen vom Reichsministerium für das Postwesen übernommen, mit den Bauangelegenheiten wurde die neu geschaffene Reichsbaudirektion betraut[2].

Amtsleitung[Bearbeiten]

Staatssekretäre des Reichspostamtes
Name Amtsantritt Ende der Amtszeit
Heinrich von Stephan 18761 1897
Viktor von Podbielski 1897 1901
Reinhold Kraetke 1901 1917
Otto Rüdlin 1917 1919

1 von 1876 bis 1880 noch als Generalpostmeister und erst ab 1880 als Staatssekretär

Philatelie[Bearbeiten]

Das Gebäude wurde zwischen 1900 und 1920 mehrmals auf Briefmarken der Serie Repräsentative Darstellungen des Deutschen Kaiserreichs abgebildet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dorothea Zöbl: Zur Vorgeschichte der Reichsbaudirektion in Kaiserreich und Weimarer Republik. In: Die Verwaltung. 32. Bd., 1999, S. 512–515.
  2. Dorothea Zöbl: Zur Vorgeschichte der Reichsbaudirektion in Kaiserreich und Weimarer Republik. In: Die Verwaltung. 32. Bd., 1999, S. 515–518.