Reichstagswahl 1890

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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1887
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Sonst.
Die Ergebnisse der Reichstagswahl nach Wahlkreisen. Die Nummerierung der Wahlkreise entspricht der der Tabelle.

Die Reichstagswahl 1890 war die Wahl zum 8. Deutschen Reichstag. Sie fand am 20. Februar 1890 statt. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp über 71 % und war damit niedriger als bei der Reichstagswahl 1887.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es war die erste Reichstagswahl in der Amtszeit von Kaiser Wilhelm II. Entsprechend stand sie im Zeichen der Auseinandersetzung zwischen dem neuen Kaiser, der sich anders als sein Großvater Wilhelm I. in die Tagespolitik einmischte, und Reichskanzler Otto von Bismarck. Zu dieser Zeit war der Kaiser vor allem darauf aus, ein gutes Verhältnis zur Arbeiterschaft aufzubauen. Gegen den Widerstand Bismarcks, der dies als Zugeständnis an die Sozialdemokratie sah, hatte Wilhelm II. Anfang Februar eine Arbeitsschutzgesetzgebung eingeleitet. Bereits am 25. Januar war Bismarck im alten Reichstag damit gescheitert, das Sozialistengesetz unbegrenzt verlängern zu lassen. Diese Niederlage kam auch dadurch zustande, dass die „Kartellparteien“ (Deutschkonservative, Freikonservative und Nationalliberale), die sonst Bismarck stützten, innerlich zerstritten waren, was wiederum daran lag, dass der Kaiser seine Ablehnung hatte durchblicken lassen.

Die Wahl wurde eine katastrophale Niederlage für die „Kartellparteien“, die 85 Mandate einbüßten, und ein Sieg für die Sozialdemokraten. Diese konnten ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Reichstagswahl auf 19,7 % praktisch verdoppeln (etwa 1,4 Millionen Stimmen) und wurden damit zum ersten Mal die nach Stimmen stärkste Partei. Im Londoner Exil wertete Friedrich Engels den Wahltag euphorisch als den „Tag des Beginns der deutschen Revolution“.[1] Aufgrund der Verzerrungen infolge des Mehrheitswahlrechts, das die dicht besiedelten Regionen stark benachteiligte, und aufgrund des Umstandes, dass sozialdemokratische Kandidaten in Stichwahlen häufig einer gemeinsamen Front der bürgerlichen Parteien gegenüberstanden, konnten die Sozialdemokraten aber nur 35 Mandate gewinnen. Dabei waren die Großstädte Königsberg, Bremen, Hannover, Magdeburg, Frankfurt am Main, Mannheim, Nürnberg und München sozialdemokratisch. Alle drei Hamburger, zwei der sechs Berliner und einer der beiden Breslauer Wahlkreise wurden von ihnen gewonnen. Später im selben Jahr wurden die Sozialistengesetze endgültig aufgehoben, die Partei benannte sich in SPD um. Stärkste Fraktion blieb das Zentrum, das bei einem Gesamtstimmenanteil von 18,6 % 106 Wahlkreise (27,2 %) gewann. Die linksliberalen Parteien gewannen ebenfalls an Stimmen und Parlamentssitzen deutlich hinzu.

Zum ersten Mal gewannen in einigen Wahlkreisen Elsaß-Lothringens Angehörige deutscher Parteien Mandate. Anderswo konnten Regionalisten aber von der Schwäche der Kartellparteien profitieren. Die Antisemiten erhielten zwar nur 0,7 % der Stimmen, gewannen aber 5 Wahlkreise. Ihre Hochburgen waren das Großherzogtum Hessen und Hessen-Nassau.

Einen Monat nach der Reichstagswahl wurde Bismarck entlassen. Sein Nachfolger Leo von Caprivi regierte mit wechselnden Mehrheiten. Der 8. Reichstag, der eigentlich als erster eine Legislaturperiode von fünf Jahren gehabt hätte – die Verlängerung von drei auf fünf Jahre war am 18. März 1888 beschlossen worden –, wurde aber schon 1893 wieder aufgelöst.

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politische Richtung Parteien Wählerstimmen Sitze im Reichstag[2]
in Mio. Anteil ggüb. 1887 absolut Anteil ggüb. 1887
Konservative Deutschkonservative Partei (DKP) 0,895 12,4 % −2,8 %  73 18,4 %   −7
Deutsche Reichspartei (DRP) 0,482   6,7 % −3,1 %  20   5,0 % −22
Liberale Rechts- Nationalliberale Partei (NLP) 1,178 16,3 % −5,9 %  41 10,3 % −56
Unabhängige Liberale n/a   n/a n/a   3   0,8 %   ±0
Links- Deutsche Freisinnige Partei (DFP) 1,160  16,0 % +3,1 %  66 16,6 % +34
Deutsche Volkspartei (DtVP) 0,148   2,0 % +0,8 %  10   2,5 % +10
Katholiken Zentrumspartei 1,342 18,6 % −1,5 % 106 26,7 %   +8
Sozialisten Sozialdemokraten (SAPD) 1,427 19,7 % +9,6 %  35   8,8 % +24
Regionalparteien,
Minderheiten
Deutsch-Hannoversche Partei (DHP) 0,113   1,6 % +0,1 %  11   2,8 %   +7
Polen 0,247   3,4 % +0,5 %  16   4,0 %   +3
Dänen 0,014   0,2 % ±0,0 %    1   0,3 %   ±0
Elsaß-Lothringer 0,101   1,4 % −1,7 %  10   2,5 %   −5
Antisemiten Antisemitische Volkspartei (AVP) 0,048   0,7 % +0,5 %   4   1,0 %   +3
Deutschsoziale Partei (DSP)    1   0,3 %   +1
Sonstige 0,075   1,0 % +0,4 %   - -   ±0
Gesamt 7,229  100 % 397 100 %

Gewählte Abgeordnete nach Wahlkreisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jedem der insgesamt 397 Wahlkreise wurde nach absolutem Mehrheitswahlrecht ein Abgeordneter gewählt. Wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte, wurde eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten durchgeführt. In den folgenden Tabellen werden die Wahlkreissieger und ihre im amtlichen Endergebnis genannte Parteistellung angegeben.[2]

Preußen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Preußen
Provinz OstpreußenRegierungsbezirk Königsberg
1 Memel, Heydekrug Helmuth Karl Bernhard von Moltke DKP
2 Labiau, Wehlau Werner von Gustedt-Lablacken DKP
3 Königsberg-Stadt Carl Schultze SAPD
4 Fischhausen, Königsberg-Land August von Dönhoff DKP
5 Heiligenbeil, Preußisch-Eylau Alfred von Tettau DKP
6 Braunsberg, Heilsberg Cölestin Krebs Zentrum
7 Preußisch-Holland, Mohrungen Rudolph Wichmann DKP
8 Osterode i. Opr., Neidenburg Heinrich Stephanus DKP
9 Allenstein, Rößel Justus Rarkowski Zentrum
10 Rastenburg, Friedland, Gerdauen Udo zu Stolberg-Wernigerode DKP
Provinz Ostpreußen – Regierungsbezirk Gumbinnen
1 Tilsit, Niederung Albrecht Heinrich von Schlieckmann DKP
2 Ragnit, Pillkallen Hans von Kanitz DKP
3 Gumbinnen, Insterburg Gustav Dodillet DKP
4 Stallupönen, Goldap, Darkehmen Emil Victor von Sperber DKP
5 Angerburg, Lötzen Ludwig von Staudy DKP
6 Oletzko, Lyck, Johannisburg Otto Steinmann DKP
7 Sensburg, Ortelsburg Julius von Mirbach DKP
Provinz WestpreußenRegierungsbezirk Danzig
1 Marienburg, Elbing Richard zu Dohna-Schlobitten DKP
2 Danzig Land Amandus Mey Zentrum
3 Danzig Stadt Heinrich Rickert DFP
4 Neustadt (Westpr.), Putzig, Karthaus Roman von Janta-Polczynski Pole
5 Berent, Preußisch Stargard, Dirschau Boleslaw von Kossowski Pole
Provinz Westpreußen – Regierungsbezirk Marienwerder
1 Marienwerder, Stuhm Waldemar Mueller DRP
2 Rosenberg (Westpr.), Löbau Theophil Rzepnikowski Pole
3 Graudenz, Strasburg (Westpr.) Wladyslaw Rozycki Pole
4 Thorn, Kulm, Briesen Ludwig Mauritius von Slaski Pole
5 Schwetz Otto Holtz DRP
6 Konitz, Tuchel Wladislaus von Wolszlegier Pole
7 Schlochau, Flatow Wilhelm Scheffer DKP
8 Deutsch-Krone Karl von Gamp-Massaunen DRP
Berlin
1 Alt-Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt, Friedrichstadt-Nord Alexander Meyer DFP
2 Schöneberger Vorstadt, Friedrichsvorstadt, Tempelhofer Vorstadt, Friedrichstadt-Süd Rudolf Virchow DFP
3 Luisenstadt diesseits des Kanals, Neu-Cölln August Munckel DFP
4 Luisenstadt jenseits des Kanals, Stralauer Vorstadt, Königsstadt-Ost Paul Singer SAPD
5 Spandauer Vorstadt, Friedrich-Wilhelm-Stadt, Königsstadt-West Karl Baumbach DFP
6 Wedding, Gesundbrunnen, Moabit, Oranienburger Vorstadt, Rosenthaler Vorstadt Wilhelm Liebknecht SAPD
Provinz BrandenburgRegierungsbezirk Potsdam
1 Westprignitz Günther von Jagow DKP
2 Ostprignitz Fritz Koch DFP
3 Ruppin, Templin Hugo von Saldern-Ahlimb-Ringenwalde DKP
4 Prenzlau, Angermünde Friedrich von Wedell-Malchow DKP
5 Oberbarnim Theobald von Bethmann Hollweg DRP
6 Niederbarnim, Lichtenberg Arthur Stadthagen SAPD
7 Potsdam, Osthavelland, Spandau Max Ruge DFP
8 Brandenburg an der Havel, Westhavelland Hugo Hermes DFP
9 Zauch-Belzig, Jüterbog-Luckenwalde Hermann Kropatscheck DKP
10 Teltow, Beeskow-Storkow Nicolaus von Handjery DKP
Provinz Brandenburg – Regierungsbezirk Frankfurt
1 Arnswalde, Friedeberg Wilhelm von Meyer DKP
2 Landsberg (Warthe), Soldin Nikolaus Witt DFP
3 Königsberg (Neumark) Albert von Levetzow DKP
4 Frankfurt (Oder), Lebus Paul von Steinau-Steinrück DKP
5 Oststernberg, Weststernberg Bernhard Bohtz DKP
6 Züllichau-Schwiebus, Crossen Otto Uhden DKP
7 Guben, Lübben Heinrich zu Schoenaich-Carolath unbestimmt liberal
8 Sorau, Forst Cuno Jeschke DFP
9 Cottbus, Spremberg Heinrich von Pückler DKP
10 Calau, Luckau Otto von Manteuffel DKP
Provinz PommernRegierungsbezirk Stettin
1 Demmin, Anklam Hans Ludwig von Maltzahn DKP
2 Ueckermünde, Usedom-Wollin Ludwig von Henk DKP
3 Randow, Greifenhagen Alexander von der Osten DKP
4 Stettin Max Broemel DFP
5 Pyritz, Saatzig Hermann von Schöning DKP
6 Naugard, Regenwalde Wilhelm von Flügge DKP
7 Greifenberg, Kammin Oskar von Normann DKP
Provinz Pommern – Regierungsbezirk Köslin
1 Stolp, Lauenburg in Pommern Robert von Puttkamer DKP
2 Bütow, Rummelsburg, Schlawe Adolf von Massow DKP
3 Köslin, Kolberg-Körlin, Bublitz August von Gerlach DKP
4 Belgard, Schivelbein, Dramburg Conrad von Kleist DKP
5 Neustettin Hermann von Busse DKP
Provinz Pommern – Regierungsbezirk Stralsund
1 Rügen, Stralsund, Franzburg Robert von Keudell DRP
2 Greifswald, Grimmen Graf Carl von Behr DRP
Provinz PosenRegierungsbezirk Posen
1 Posen Stephan Cegielski Pole
2 Samter, Birnbaum, Obornik, Schwerin (Warthe) Hektor von Kwilecki Pole
3 Meseritz, Bomst Hans Wilhelm von Unruhe-Bomst DRP
4 Buk, Schmiegel, Kosten Idzizlaw Prinz Czartoryski Pole
5 Gostyn, Rawitsch Adam Fürst Czartoryski Pole
6 Fraustadt, Lissa Hans von Hellmann DRP
7 Schrimm, Schroda Ludwig Edler von Graeve Pole
8 Wreschen, Pleschen, Jarotschin Sigismund von Dziembowski-Pomian Pole
9 Krotoschin, Koschmin Ludwig von Jazdzewski Pole
10 Adelnau, Schildberg, Ostrowo, Kempen in Posen Ferdinand von Radziwill Pole
Provinz Posen – Regierungsbezirk Bromberg
1 Czarnikau, Filehne, Kolmar in Posen Axel von Colmar DKP
2 Wirsitz, Schubin, Znin Carl Martin Friedrich Poll NLP
3 Bromberg Oscar Hahn DKP
4 Inowrazlaw, Mogilno, Strelno Joseph von Kosciol-Koscielski Pole
5 Gnesen, Wongrowitz, Witkowo Roman von Komierowski Pole
Provinz SchlesienRegierungsbezirk Breslau
1 Guhrau, Steinau, Wohlau Friedrich von Carmer-Osten DKP
2 Militsch, Trebnitz Hermann von Hatzfeldt DRP
3 Groß Wartenberg, Oels Wilhelm von Kardorff DRP
4 Namslau, Brieg Johann Georg von Saurma-Jeltsch DKP
5 Ohlau, Strehlen, Nimptsch Johannes Friedrich Goldschmidt DFP
6 Breslau-Ost Franz Tutzauer SAPD
7 Breslau-West Karl Vollrath DFP
8 Neumarkt, Breslau-Land Karl von Huene Zentrum
9 Striegau, Schweidnitz Friedrich Stephan DFP
10 Waldenburg Eduard Gustav Eberty DFP
11 Reichenbach, Neurode Felix Porsch Zentrum
12 Glatz, Habelschwerdt Joseph Sperlich Zentrum
13 Frankenstein, Münsterberg Johann von Harbuval-Chamaré-Stolz Zentrum
Provinz Schlesien – Regierungsbezirk Oppeln
1 Kreuzburg, Rosenberg O.S. Christian Kraft zu Hohenlohe-Öhringen DKP
2 Oppeln Franz von Ballestrem Zentrum
3 Groß Strehlitz, Kosel Adolph Franz Zentrum
4 Lublinitz, Tost-Gleiwitz Carl Metzner Zentrum
5 Beuthen, Tarnowitz Julius Szmula Zentrum
6 Kattowitz, Zabrze Paul Letocha Zentrum
7 Pleß, Rybnik Eduard Müller Zentrum
8 Ratibor Anton von Dejanicz-Gliszczynski Zentrum
9 Leobschütz Florian Klose Zentrum
10 Neustadt O.S. Franz von Matuschka Zentrum
11 Falkenberg O.S., Grottkau Alexander von Schalscha Zentrum
12 Neisse Albert Horn Zentrum
Provinz Schlesien – Regierungsbezirk Liegnitz
1 Grünberg, Freystadt Louis Jordan DFP
2 Sagan, Sprottau Max von Forckenbeck DFP
3 Glogau August Maager DFP
4 Lüben, Bunzlau Philipp Schmieder DFP
5 Löwenberg Julius Friedländer DFP
6 Liegnitz, Goldberg-Haynau Gustav Lange DFP
7 Landeshut, Jauer, Bolkenhain Otto Hermes DFP
8 Schönau, Hirschberg Theodor Barth DFP
9 Görlitz, Lauban Erwin Lüders DFP
10 Rothenburg (Oberlausitz), Hoyerswerda Traugott von Arnim DRP
Provinz SachsenRegierungsbezirk Magdeburg
1 Salzwedel, Gardelegen Werner von der Schulenburg DKP
2 Stendal, Osterburg Hermann von Jagow DKP
3 Jerichow I, Jerichow II Ferdinand Wöllmer DFP
4 Magdeburg Wilhelm Bock SAPD
5 Neuhaldensleben, Wolmirstedt Jacob Hosang NLP
6 Wanzleben Robert von Benda NLP
7 Aschersleben, Quedlinburg, Calbe an der Saale August Heine SAPD
8 Halberstadt, Oschersleben, Wernigerode Hans Rimpau NLP
Provinz Sachsen – Regierungsbezirk Merseburg
1 Liebenwerda, Torgau Ernst von Bredow DKP
2 Schweinitz, Wittenberg Heinrich Dohrn DFP
3 Bitterfeld, Delitzsch Max Hirsch DFP
4 Halle (Saale), Saalkreis Fritz Kunert SAPD
5 Mansfelder Seekreis, Mansfelder Gebirgskreis Ernst Leuschner DRP
6 Sangerhausen, Eckartsberga Karl Gotthold Krause DFP
7 Querfurt, Merseburg Carl August Panse DFP
8 Naumburg, Weißenfels, Zeitz Julius Günther NLP
Provinz Sachsen – Regierungsbezirk Erfurt
1 Nordhausen, Hohenstein Fritz Schneider DFP
2 Heiligenstadt, Worbis Josef von Strombeck Zentrum
3 Mühlhausen, Langensalza, Weißensee Heinrich Joseph Horwitz DFP
4 Erfurt, Schleusingen, Ziegenrück Ferdinand Lucius DRP
Provinz Schleswig-Holstein
1 Hadersleben, Sonderburg Gustav Johannsen Däne
2 Apenrade, Flensburg Michael Jebsen NLP
3 Schleswig, Eckernförde Asmus Lorenzen DFP
4 Tondern, Husum, Eiderstedt Wilhelm Seelig DFP
5 Dithmarschen, Steinburg Gustav Thomsen DFP
6 Pinneberg, Segeberg Hermann Molkenbuhr SAPD
7 Kiel, Rendsburg Albert Hänel DFP
8 Altona, Stormarn Karl Frohme SAPD
9 Oldenburg in Holstein, Plön Conrad von Holstein DKP
10 Herzogtum Lauenburg Heinrich Berling DFP
Provinz Hannover
1 Emden, Norden, Weener Theodor van Hülst NLP
2 Aurich, Wittmund, Leer Fritz Hacke DFP
3 Meppen, Lingen, Bentheim, Aschendorf, Hümmling Ludwig Windthorst Zentrum
4 Osnabrück, Bersenbrück, Iburg Balduin von Schele DHP
5 Melle, Diepholz, Wittlage, Sulingen, Stolzenau Werner von Arnswaldt DHP
6 Syke, Verden Hermann von Arnswaldt DHP
7 Nienburg, Neustadt am Rübenberge, Fallingbostel Georg von der Decken DHP
8 Hannover Heinrich Meister SAPD
9 Hameln, Linden, Springe Ferdinand von Reden NLP
10 Hildesheim, Marienburg, Alfeld (Leine), Gronau Otto von Hake DHP
11 Einbeck, Northeim, Osterode am Harz, Uslar Werner von der Schulenburg-Hehlen DHP
12 Göttingen, Duderstadt, Münden Karl Götz von Olenhusen DHP
13 Goslar, Zellerfeld, Ilfeld Bernhard von Minnigerode DHP
14 Gifhorn, Celle, Peine, Burgdorf Otto von der Decken DHP
15 Lüchow, Uelzen, Dannenberg, Bleckede Bechtold von Bernstorff DHP
16 Lüneburg, Soltau, Winsen (Luhe) Adolf von Wangenheim-Wake DHP
17 Harburg, Rotenburg in Hannover, Zeven Wilhelm Hastedt NLP
18 Stade, Geestemünde, Bremervörde, Osterholz Rudolf von Bennigsen NLP
19 Neuhaus (Oste), Hadeln, Lehe, Kehdingen, Jork Hermann Gebhard NLP
Provinz WestfalenRegierungsbezirk Münster
1 Tecklenburg, Steinfurt, Ahaus Carl Timmerman Zentrum
2 Münster, Coesfeld Clemens Heereman von Zuydwyck Zentrum
3 Borken, Recklinghausen Albert Beckmann Zentrum
4 Lüdinghausen, Beckum, Warendorf Heinrich Wattendorf Zentrum
Provinz Westfalen – Regierungsbezirk Minden
1 Minden, Lübbecke Carl Albert Hermann Bock DKP
2 Herford, Halle (Westfalen) Hans Hugo von Kleist-Retzow DKP
3 Bielefeld, Wiedenbrück Hermann Evers Zentrum
4 Paderborn, Büren Heinrich Hesse Zentrum
5 Höxter, Warburg Carl von Wendt-Papenhausen Zentrum
Provinz Westfalen – Regierungsbezirk Arnsberg
1 Wittgenstein, Siegen, Biedenkopf Adolf Stöcker DKP
2 Olpe, Arnsberg, Meschede Peter Reichensperger Zentrum
3 Altena, Iserlohn, Lüdenscheid Paul Langerhans DFP
4 Hagen, Schwelm, Witten Eugen Richter DFP
5 Bochum, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne Burghard von Schorlemer-Alst Zentrum
6 Dortmund, Hörde Theodor Möller NLP
7 Hamm, Soest Gottfried Schneider NLP
8 Lippstadt, Brilon Ferdinand Kersting Zentrum
Provinz Hessen-NassauRegierungsbezirk Wiesbaden
1 Obertaunus, Höchst, Usingen Carl Ludwig Funck DFP
2 Wiesbaden, Rheingau, Untertaunus Friedrich Schenck DFP
3 St. Goarshausen, Unterwesterwald Ernst Lieber Zentrum
4 Limburg, Oberlahnkreis, Unterlahnkreis Gustav Münch DFP
5 Dillkreis, Oberwesterwald Gustav Kauffmann DFP
6 Frankfurt am Main Wilhelm Schmidt SAPD
Provinz Hessen-Nassau – Regierungsbezirk Kassel
1 Rinteln, Hofgeismar, Wolfhagen Ludwig Werner Antisemiten (AVP)
2 Kassel, Melsungen Ernst von Weyrauch DKP
3 Fritzlar, Homberg, Ziegenhain Max Liebermann von Sonnenberg Antisemiten (DSP)
4 Eschwege, Schmalkalden, Witzenhausen Feodor Wilisch DFP
5 Marburg, Frankenberg, Kirchhain Otto Böckel Antisemiten (AVP)
6 Hersfeld, Rotenburg (Fulda), Hünfeld Werner von Schleinitz DKP
7 Fulda, Schlüchtern, Gersfeld Clemens Heidenreich Droste zu Vischering Zentrum
8 Hanau, Gelnhausen Carl Schier DKP
RheinprovinzRegierungsbezirk Köln
1 Köln-Stadt Adolf Greiß Zentrum
2 Köln-Land Clemens Menken Zentrum
3 Bergheim (Erft), Euskirchen Wilhelm Rudolphi Zentrum
4 Rheinbach, Bonn Winand Virnich Zentrum
5 Siegkreis, Waldbröl Joseph Lingens Zentrum
6 Mülheim am Rhein, Gummersbach, Wipperfürth Adolf Bödiker Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Düsseldorf
1 Remscheid, Lennep, Mettmann Reinhart Schmidt DFP
2 Elberfeld, Barmen Friedrich Harm SAPD
3 Solingen Georg Schumacher SAPD
4 Düsseldorf Karl Wenders Zentrum
5 Essen Gerhard Stötzel Zentrum
6 Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Ruhrort, Oberhausen Friedrich Hammacher NLP
7 Moers, Rees Wilhelm von und zu Hoensbroech Zentrum
8 Kleve, Geldern Clemens Perger Zentrum
9 Kempen Aloys Fritzen Zentrum
10 Gladbach Friedrich von Kehler Zentrum
11 Krefeld Karl Bachem Zentrum
12 Neuss, Grevenbroich Franz von Dalwigk zu Lichtenfels Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Koblenz
1 Wetzlar, Altenkirchen Heinrich Kraemer NLP
2 Neuwied Hermann Joseph Bender Zentrum
3 Koblenz, St. Goar Karl Fritzen Zentrum
4 Kreuznach, Simmern Ludwig von Cuny NLP
5 Mayen, Ahrweiler Friedrich Franz Kochann Zentrum
6 Adenau, Cochem, Zell Andreas von Grand-Ry Zentrum
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Trier
1 Daun, Bitburg, Prüm Johann Peter Limbourg Zentrum
2 Wittlich, Bernkastel Christian Dieden Zentrum
3 Trier Victor Rintelen Zentrum
4 Saarlouis, Merzig, Saarburg Bartholomäus Haanen Zentrum
5 Saarbrücken Gustav Pfaehler NLP
6 Ottweiler, St. Wendel, Meisenheim Carl Ferdinand von Stumm-Halberg DRP
Rheinprovinz – Regierungsbezirk Aachen
1 Schleiden, Malmedy, Montjoie Franz von Arenberg Zentrum
2 Eupen, Aachen-Land Adam Bock Zentrum
3 Aachen-Stadt Theodor Mooren Zentrum
4 Düren, Jülich Alfred von Hompesch Zentrum
5 Geilenkirchen, Heinsberg, Erkelenz Franz Hitze Zentrum
Hohenzollernsche Lande – Regierungsbezirk Sigmaringen
1 Sigmaringen, Hechingen Fidelis Graf Zentrum

Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Bayern
Oberbayern
1 München I (Altstadt, Lehel, Maxvorstadt) Georg Birk SAPD
2 München II (Isarvorstadt, Ludwigsvorstadt, Au, Haidhausen, Giesing), München-Land, Starnberg, Wolfratshausen Georg von Vollmar SAPD
3 Aichach, Friedberg, Dachau, Schrobenhausen Sigmund von Pfetten-Arnbach Zentrum
4 Ingolstadt, Freising, Pfaffenhofen Josef Aichbichler Zentrum
5 Wasserburg, Erding, Mühldorf Konrad Fischer Zentrum
6 Weilheim, Werdenfels, Bruck, Landsberg, Schongau Franz Weber Zentrum
7 Rosenheim, Ebersberg, Miesbach, Tölz Wolfgang Wagner Zentrum
8 Traunstein, Laufen, Berchtesgaden, Altötting Anton Lehemeir Zentrum
Niederbayern
1 Landshut, Dingolfing, Vilsbiburg Michael Mayer Zentrum
2 Straubing, Bogen, Landau, Vilshofen Conrad von Preysing Zentrum
3 Passau, Wegscheid, Wolfstein, Grafenau Rudolf Weiß Zentrum
4 Pfarrkirchen, Eggenfelden, Griesbach Georg Haberland Zentrum
5 Deggendorf, Regen, Viechtach, Kötzting Franz Xaver Leonhard Zentrum
6 Kelheim, Rottenburg, Mallersdorf Sebastian Kirchammer Zentrum
Pfalz
1 Speyer, Ludwigshafen am Rhein, Frankenthal Carl Clemm NLP
2 Landau, Neustadt an der Haardt Albert Bürklin NLP
3 Germersheim, Bergzabern Theodor Brünings NLP
4 Zweibrücken, Pirmasens Eduard Adt NLP
5 Homburg, Kusel Franz Armand Buhl NLP
6 Kaiserslautern, Kirchheimbolanden Johannes Miquel NLP
Oberpfalz
1 Regensburg, Burglengenfeld, Stadtamhof Adolf von Walderdorff Zentrum
2 Amberg, Nabburg, Sulzbach, Eschenbach Andreas Hilpert Zentrum
3 Neumarkt, Velburg, Hemau Johann Lerzer Zentrum
4 Neunburg, Waldmünchen, Cham, Roding Josef Witzlsperger Zentrum
5 Neustadt a. d. Waldnaab, Vohenstrauß, Tirschenreuth Johann Lehner Zentrum
Oberfranken
1 Hof, Naila, Rehau, Münchberg Heinrich Raeithel DFP
2 Bayreuth, Wunsiedel, Berneck Friedrich von Feustel NLP
3 Forchheim, Kulmbach, Pegnitz, Ebermannstadt Friedrich Pezold Zentrum
4 Kronach, Staffelstein, Lichtenfels, Stadtsteinach, Teuschnitz Friedrich von Gagern Zentrum
5 Bamberg, Höchstadt Johannes Wenzel Zentrum
Mittelfranken
1 Nürnberg Karl Grillenberger SAPD
2 Erlangen, Fürth, Hersbruck Franz August Schenk von Stauffenberg DFP
3 Ansbach, Schwabach, Heilsbronn Wilhelm Troeltsch NLP
4 Eichstätt, Beilngries, Weissenburg Franz Schaedler Zentrum
5 Dinkelsbühl, Gunzenhausen, Feuchtwangen Friedrich Lutz DKP
6 Rothenburg ob der Tauber, Neustadt an der Aisch Kilian Keller NLP
Unterfranken
1 Aschaffenburg, Alzenau, Obernburg, Miltenberg Adam Haus Zentrum
2 Kitzingen, Gerolzhofen, Ochsenfurt, Volkach Friedrich Carl von Schönborn-Wiesentheid Zentrum
3 Lohr, Karlstadt, Hammelburg, Marktheidenfeld, Gemünden Johann Karl von und zu Franckenstein Zentrum
4 Neustadt an der Saale, Brückenau, Mellrichstadt, Königshofen, Kissingen Ludwig Karl Reichert Zentrum
5 Schweinfurt, Haßfurt, Ebern Leonhard Burlein Zentrum
6 Würzburg August Stöhr Zentrum
Schwaben
1 Augsburg, Wertingen Georg Biehl Zentrum
2 Donauwörth, Nördlingen, Neuburg Michael Wildegger Zentrum
3 Dillingen, Günzburg, Zusmarshausen Max von Preysing-Lichtenegg Zentrum
4 Illertissen, Neu-Ulm, Memmingen, Krumbach Magnus Anton Reindl Zentrum
5 Kaufbeuren, Mindelheim, Oberdorf, Füssen Georg Orterer Zentrum
6 Immenstadt, Sonthofen, Kempten, Lindau Josef Landes Zentrum

Sachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Sachsen
1 Zittau Louis Heinrich Buddeberg DFP
2 Löbau Reinhold Hoffmann NLP
3 Bautzen, Kamenz, Bischofswerda Georg Hempel DKP
4 Dresden rechts der Elbe, Radeberg, Radeburg Heinrich Hermann Klemm DKP
5 Dresden links der Elbe Theodor Hultzsch DKP
6 Dresden-Land links der Elbe, Dippoldiswalde Karl Gustav Ackermann DKP
7 Meißen, Großenhain, Riesa Heinrich von Friesen-Rötha DKP
8 Pirna, Sebnitz Carl Ernst Grumbt DRP
9 Freiberg, Hainichen Kurt Merbach DRP
10 Döbeln, Nossen, Leisnig Paul Mehnert DKP
11 Oschatz, Wurzen, Grimma Eduard Giese DKP
12 Leipzig-Stadt Albert Wilhelm Gustav Goetz NLP
13 Leipzig-Land, Taucha, Markranstädt, Zwenkau Friedrich Geyer SAPD
14 Borna, Geithain, Rochlitz Arnold Woldemar von Frege-Weltzien DKP
15 Mittweida, Frankenberg, Augustusburg Albert Schmidt SAPD
16 Chemnitz Max Schippel SAPD
17 Glauchau, Meerane, Hohenstein-Ernstthal Ignaz Auer SAPD
18 Zwickau, Crimmitschau, Werdau Karl Wilhelm Stolle SAPD
19 Stollberg, Schneeberg Julius Seifert SAPD
20 Marienberg, Zschopau Arthur Gehlert DRP
21 Annaberg, Schwarzenberg, Johanngeorgenstadt Eugen Holtzmann NLP
22 Auerbach, Reichenbach Carl Kurtz DKP
23 Plauen, Oelsnitz, Klingenthal Alwin Hartmann DKP

Württemberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Württemberg
1 Stuttgart Gustav Siegle NLP
2 Cannstatt, Ludwigsburg, Marbach, Waiblingen Ferdinand Schnaidt DtVP
3 Heilbronn, Besigheim, Brackenheim, Neckarsulm Georg Haerle DtVP
4 Böblingen, Vaihingen, Leonberg, Maulbronn Friedrich Kercher DtVP
5 Esslingen, Nürtingen, Kirchheim, Urach August Weiß NLP
6 Reutlingen, Tübingen, Rottenburg Friedrich von Payer DtVP
7 Nagold, Calw, Neuenbürg, Herrenberg Wilhelm von Gültlingen DRP
8 Freudenstadt, Horb, Oberndorf, Sulz Oscar von Münch DtVP
9 Balingen, Rottweil, Spaichingen, Tuttlingen Conrad Haußmann DtVP
10 Gmünd, Göppingen, Welzheim, Schorndorf Wilhelm Speiser DtVP
11 Hall, Backnang, Öhringen, Weinsberg Julius Leemann NLP
12 Gerabronn, Crailsheim, Mergentheim, Künzelsau Georg Pflüger DtVP
13 Aalen, Gaildorf, Neresheim, Ellwangen Heinrich Adelmann von Adelmannsfelden Zentrum
14 Ulm, Heidenheim, Geislingen Hans Haehnle DtVP
15 Ehingen, Blaubeuren, Laupheim, Münsingen Adolf Gröber Zentrum
16 Biberach, Leutkirch, Waldsee, Wangen Gebhard Braun Zentrum
17 Ravensburg, Tettnang, Saulgau, Riedlingen Johannes Göser Zentrum

Baden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großherzogtum Baden
1 Konstanz, Überlingen, Stockach Friedrich Hug Zentrum
2 Donaueschingen, Villingen Hermann von Hornstein DKP
3 Waldshut, Säckingen, Neustadt im Schwarzwald Joseph Schuler Zentrum
4 Lörrach, Müllheim Karl Lauck Zentrum
5 Freiburg, Emmendingen Ludwig Marbe Zentrum
6 Lahr, Wolfach Friedrich Schaettgen Zentrum
7 Offenburg, Kehl Maximilian Wilhelm Reichert Zentrum
8 Rastatt, Bühl, Baden-Baden Franz Xaver Lender Zentrum
9 Pforzheim, Ettlingen Adolf Dillinger DtVP
10 Karlsruhe, Bruchsal Markus Pflüger DFP
11 Mannheim August Dreesbach SAPD
12 Heidelberg, Mosbach Julius Menzer DKP
13 Bretten, Sinsheim Wilhelm von Douglas DKP
14 Tauberbischofsheim, Buchen Rudolf von Buol-Berenberg Zentrum

Hessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großherzogtum Hessen
1 Gießen, Grünberg, Nidda Wilhelm Pickenbach Antisemiten (AVP)
2 Friedberg, Büdingen, Vilbel Egidius Gutfleisch DFP
3 Lauterbach, Alsfeld, Schotten Oswald Zimmermann Antisemiten (AVP)
4 Darmstadt, Groß-Gerau Arthur Osann NLP
5 Offenbach, Dieburg Carl Ulrich SAPD
6 Erbach, Bensheim, Lindenfels, Neustadt im Odenwald Ferdinand Scipio NLP
7 Worms, Heppenheim, Wimpfen Heinrich von Marquardsen NLP
8 Bingen, Alzey Ludwig Bamberger DFP
9 Mainz, Oppenheim Franz Jöst SAPD

Kleinstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin
1 Hagenow, Grevesmühlen Ludolph von Wrisberg DKP
2 Schwerin, Wismar Otto Büsing NLP
3 Parchim, Ludwigslust Hermann Pachnicke DFP
4 Waren, Malchin Otto von Schlieffen DKP
5 Rostock, Doberan Carl von Bar DFP
6 Güstrow, Ribnitz Wilhelm von Schlieffen DKP
Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach
1 Weimar, Apolda Philipp Samhammer DFP
2 Eisenach, Dermbach Ernst Harmening DFP
3 Jena, Neustadt an der Orla Friedrich Wisser unbestimmt liberal
Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz
1 Neustrelitz, Neubrandenburg, Schönberg Heinrich von Oertzen DKP
Großherzogtum Oldenburg
1 Oldenburg, Eutin, Birkenfeld Hugo Hinze DFP
2 Jever, Brake, Westerstede, Varel, Elsfleth, Landwürden Albert Traeger DFP
3 Vechta, Delmenhorst, Cloppenburg, Wildeshausen, Berne, Friesoythe Ferdinand Heribert von Galen Zentrum
Herzogtum Braunschweig
1 Braunschweig, Blankenburg Wilhelm Blos SAPD
2 Helmstedt, Wolfenbüttel Karl Schrader DFP
3 Holzminden, Gandersheim August Schütte DFP
Herzogtum Sachsen-Meiningen
1 Meiningen, Hildburghausen Wilhelm Thomas DFP
2 Sonneberg, Saalfeld Friedrich Witte DFP
Herzogtum Sachsen-Altenburg
1 Altenburg, Roda Iwan Baumbach DRP
Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha
1 Coburg Georg Siemens DFP
2 Gotha Otto Zangemeister DFP
Herzogtum Anhalt
1 Dessau, Zerbst Richard Roesicke unbestimmt liberal
2 Bernburg, Köthen, Ballenstedt Wilhelm Oechelhäuser NLP
Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt
1 Königsee, Frankenhausen Gustav Knörcke DFP
Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen
1 Sondershausen, Arnstadt, Gehren, Ebeleben Theodor Pieschel NLP
Fürstentum Waldeck-Pyrmont
1 Waldeck, Pyrmont Friedrich Boettcher NLP
Fürstentum Reuß älterer Linie
1 Greiz, Burgk Karl Hermann Förster SAPD
Fürstentum Reuß jüngerer Linie
1 Gera, Schleiz Emanuel Wurm SAPD
Fürstentum Schaumburg-Lippe
1 Bückeburg, Stadthagen Georg Langerfeldt DFP
Fürstentum Lippe
1 Detmold, Lemgo Louis Wilhelm Uhlendorff DFP
Hansestadt Lübeck
1 Lübeck Theodor Schwartz SAPD
Freie Hansestadt Bremen
1 Bremen, Bremerhaven Julius Bruhns SAPD
Freie und Hansestadt Hamburg
1 Neustadt, St. Pauli August Bebel SAPD
2 Altstadt, St. Georg, Hammerbrook Johann Heinrich Wilhelm Dietz SAPD
3 Vororte und Landherrenschaften Wilhelm Metzger SAPD

Elsaß-Lothringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die parteipolitische Zuordnung der Abgeordneten folgt den Ausführungen von Hermann Hiery.[3]

Reichsland Elsaß-Lothringen
1 Altkirch, Thann Landolin Winterer Individualkandidat d. polit. Katholizismus
2 Mülhausen Charles Hickel SAPD
3 Kolmar Charles Grad Individualkandidat d. polit. Katholizismus
4 Gebweiler Joseph Guerber Individualkandidat d. polit. Katholizismus
5 Rappoltsweiler Jacob Ignatius Simonis Individualkandidat d. polit. Katholizismus
6 Schlettstadt Irénée Lang Individualkandidat d. polit. Katholizismus
7 Molsheim, Erstein Hugo Zorn von Bulach DKP
8 Straßburg-Stadt Emil Petri NLP
9 Straßburg-Land Jean North NLP
10 Hagenau, Weißenburg Eugène de Dietrich E.-L. Protestpartei
11 Zabern Johannes Hoeffel DRP
12 Saargemünd, Forbach Johann Mangès Individualkandidat d. polit. Katholizismus
13 Bolchen, Diedenhofen Julius Joseph Neumann Individualkandidat d. polit. Katholizismus
14 Metz Johannes Michael Dellès Individualkandidat d. polit. Katholizismus
15 Saarburg, Château-Salins Peter Küchly Individualkandidat d. polit. Katholizismus

Die Fraktionen des 8. Reichstags[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 8. Reichstag schlossen sich mehrere Abgeordnete nicht der Fraktion ihrer eigentlichen Partei an und blieben zum Teil fraktionslos. Sieben DHP-Abgeordnete traten der Zentrumsfraktion bei. Am Beginn der 8. Legislaturperiode besaßen die Reichstagsfraktionen die folgende Stärke:[4]

Zentrum 113
Deutschkonservative 71
Freisinnige 64
Nationalliberale 41
Sozialdemokraten 35
Freikonservative 20
Polen 16
Deutsche Volkspartei 10
Fraktionslose 27

Im weiteren Verlauf der Legislaturperiode änderte sich aufgrund von Nachwahlen und Fraktionswechseln mehrfach die Stärke der einzelnen Fraktionen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl-Wilhelm Reibel: Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Droste Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brief Friedrich Engels an Laura Lafargue, in: Karl Marx und Friedrich Engels, Werke, Band 37. Berlin, 1967, S. 359–61. Abgedruckt in: Wilfried Loth, Das Kaiserreich. Obrigkeitsstaat und politische Mobilisierung. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1996, S. 189–91.
  2. a b Kaiserliches Statistisches Amt (Hrsg.): Monatshefte zur Statistik des Deutschen Reiches, Jahrgang 1890, Heft 4. Berlin 1890.
  3. Hermann Hiery: Reichstagswahlen im Reichsland. Ein Beitrag zur Landesgeschichte von Elsaß-Lothringen und zur Wahlgeschichte des Deutschen Reiches 1871–1918. Droste Verlag Düsseldorf. 1986, S. 446–448 ff Tabelle 50: Politische Gruppierungen und Parteien in Elsaß-Lothringen und S. 449 ff: Anhang: Biographisches Verzeichnis der im Reichsland Elsaß-Lothringen gewählten Abgeordneten des Deutschen Reichstages 1874–1918. ISBN 3770051327.
  4. Reichstagshandbuch 1890. Münchener Digitalisierungszentrum, S. 284, abgerufen am 20. November 2009 (pdf).