Reichtum

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Papiergeld, modernes Symbol für den „materiellen Reichtum“
Bücher als Sinnbild für den „geistigen Reichtum“

Reichtum bezeichnet den Überfluss an gegenständlichen oder geistigen Werten. Es gibt jedoch keine allgemeingültige Festlegung, da die Vorstellung von Reichtum von kulturell geprägten, subjektiven und zum Teil höchst emotionalen bzw. normativen Wertvorstellungen abhängt. In den modernen Industriestaaten wird Reichtum häufig ausschließlich quantitativ auf Wohlstand und Lebensstandard bezogen, obwohl er sich tatsächlich nicht auf materielle Güter reduzieren lässt. Die Bedeutung geistigen Reichtums wird häufig unterschätzt, u. a. weil er nur schwer messbar ist. Gesellschaftlich gesehen erfordert die Entstehung von Reichtum die allgemein akzeptierte Übereinkunft, dass Dinge, Land oder Geld jemandem gehören und dass dieses Eigentum geschützt wird. So ist (bzw. war) Reichtum in egalitären Gesellschaften unbekannt. Die kulturelle Unterschiedlichkeit des Begriffes ist zum Teil Gegenstand heftiger Debatten.

Das Gegenteil von materiellem Reichtum bzw. wirtschaftlichem Vermögen – sprich: der Mangel an Gütern bzw. ein überdurchschnittlich niedriger quantitativer Wohlstand – wird als Armut bezeichnet; auch hier gibt es die Unterscheidung zwischen materieller und geistiger Armut.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das entsprechende Adjektiv zu „Reichtum“ lautet reich. Es lässt sich auch in anderen germanischen Sprachen wiederfinden, so z. B. im englischen rich oder im schwedischen rik. In seiner historisch ältesten Form got. reiks bedeutet das Adjektiv „mächtig“ und das Substantiv „Herrscher, Obrigkeit“. Sprachwissenschaftler gehen letztlich von einem keltischen Ursprung aus.[1][2]

Materieller und monetärer Reichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Privatvermögen von Bill Gates entsprach 2013 etwa dem Bruttoinlandsprodukt des Staates Aserbaidschan

Nach Berechnungen von Oxfam aus dem Jahr 2014 verfügen die reichsten 85 Menschen über denselben Reichtum wie die ärmere Hälfte der Erdbevölkerung zusammen. Nach dem Bericht verfügen diese 85 reichsten Menschen über ein Vermögen von 1 Billionen Britische Pfund, was dem Vermögen der 3,5 Milliarden ärmsten Menschen entspricht. Das Vermögen des reichsten Prozent der Weltbevölkerung belaufe sich weiterhin auf insgesamt 60,88 Billionen Pfund.[3][4]

Psychologische Effekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmoralisches Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wohlstand eines Menschen beeinflusst dessen Denken, Handeln und Fühlen. Laut psychologischer Forschung tendieren wohlhabende Menschen dazu etwa anderen in Not oft nur dann zu helfen, wenn dies öffentlich geschieht oder sie sich als Wohltäter inszenieren können. Außerdem lügen und betrügen Reiche häufiger als Menschen mit niedrigerem sozioökonomischem Rang. Reichtum verringert außerdem die Empathie. Entsprechendes Verhalten zeigt sich nicht nur im Alltag, sondern kann in experimentellen Laborstudien auch erzeugt werden, indem man bei den Studienteilnehmern das Gefühl eines höheren sozioökonomischen Status induziert.[5][6][7][8]

Begrenzter Einfluss auf Zufriedenheit und Wohlbefinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generell ist Geld zwar relevant für das Wohlbefinden, aber der Effekt wird meist überschätzt.[9] Speziell Einkommensreichtum hat zusätzlich nur einen (im wörtlichen Sinne) begrenzten Einfluss auf das Lebensglück, da ab einer gewissen Höhe des Einkommens die betreffenden Indikatoren für Glück eine Grenze oder "Sättigung" erreichen, d. h. ein Plateau, ab dem sie nicht mehr ansteigen. So wird für Westeuropa und Skandinavien dieses Plateau ab einem gewichteten Äquivalenzjahreseinkommen von 50.000 bis 100.000 Dollar erreicht (je nach Indikator). Letzterer Wert entsprach (im Jahr der Studienveröffentlichung) etwa einem Einkommen von 7.062 Euro im Monat. Aus Sicht der Studienautoren können die Studienergebnisse für Regierungen dazu beitragen, Maßnahmen zur Umverteilung des Reichtums zu motivieren.[10]

Reichtum in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verteilung des Nettovermögens der privaten Haushalte im Jahre 2003 in Deutschland

Deutschland ist – gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) – im weltweiten Vergleich ein sehr reiches Land. Zwischen 1960 und 2003 hat sich das inflationsbereinigte BIP verdreifacht. Zwischen 1991 und 2001 wuchs es um knapp 16 % von 1.710 Mrd. Euro auf 1.980 Mrd. €. Das Geldvermögen, das Privatleute besitzen, stieg in diesen zehn Jahren um rund 80 %, von 2,0 Billionen € 1991 auf 3,6 Billionen € 2001.

Je mehr Geld ein Mensch hat, desto höher setzt er subjektiv die Grenze an, ab der er jemanden für reich hält.[11] Einpersonen-Haushalte, mit mehr als 2.700 Euro netto Einkommen im Monat, gehören nicht mehr zur Mittelschicht, auch wenn Betroffene das häufig nicht so sehen. Sie können als "wohlhabend" bezeichnet werden. Ab einem Nettoeinkommen von 3.600 Euro (Stand: 2019) bezeichnet die Wissenschaft einen Menschen als reich.[12] Im Jahr 2015 lag die Grenze bei ca. 3.390 Euro.[13]

Als objektiver Indikator für Wohlstand und Reichtum ist Vermögen eher noch wichtiger als das Einkommen. Vermögen kann als Sicherheit dienen und zeitlich begrenzte Einkommensausfälle ausgleichen. Die Vermögen, besonders die Geldvermögen, sind sehr ungleich verteilt (siehe Vermögensverteilung in Deutschland). Während im Jahr 2003 die „unteren“ 50 % aller Haushalte zusammen 3,8 % des Gesamtvermögens besaßen, verfügten die „oberen“ 10 % der Haushalte über 46,8 % des privaten Vermögens in Deutschland. 1998 lag dieses Verhältnis noch bei 3,9 % zu 44,4 %.[14]

Personen, deren Vermögen so groß ist, dass sie davon leben, ohne aktiv zu arbeiten, werden als Privatiers bezeichnet. In Deutschland gab es im Jahr 2018 rund 627.000 Privatiers. Das entspricht einer Steigerung von 68,5 % seit der Jahrtausendwende.[15][16]

Es besteht ein hohes West-Ost-Gefälle der Vermögensverteilung, wobei die Vermögenskonzentration in den neuen Bundesländern größer zu sein scheint als in den alten.

Schulden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Gegensatz zum privaten Vermögensreichtum bildet die Überschuldung von knapp 2,8 Millionen Haushalten. Im Jahr 2002 betrugen die Schulden privater Haushalte 1.535 Mrd. €, die Schulden der Unternehmen 3.142 Mrd. € und die öffentliche Verschuldung 1.523 Mrd. € (2006). Das Nettogeldvermögen aller Unternehmen lag im negativen Bereich bei −1.241 Mrd. €, das des Staates bei −1.061 Mrd. €. Spiegelbildlich dazu lag das Nettogeldvermögen privater Haushalte und der Versicherungen und Banken bei 2.380 Mrd. €.[17]

Einkommensreichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit mehr als 200 % des äquivalenzgewichteten mittleren Einkommens leben in Einkommensreichtum. Diese Grenze wurde von Ernst-Ulrich Huster vorgeschlagen.[18] Zwischen 1998 und 2004 betraf dies in Deutschland je nach Jahr und Quelle zwischen 5 % und 9 % der Bevölkerung.[18][19][20][21]

Die tatsächlichen Reichtumsquoten sind höher, da aufgrund der Datenerhebung mittels freiwilliger Selbstauskunft und durch mit steigendem Einkommen und Vermögen abnehmender Auskunftsbereitschaft die statistisch auswertbare Datengrundlage für hohen Einkommen und Vermögen so mangelhaft ist, dass das Statistische Bundesamt nur Haushaltsnettoeinkommen bis zur Abschneidegrenze von 18.000 €/Monat berücksichtigt. Rund 70 % der Selbständigen- und Vermögenseinkommen sind deshalb in den Verteilungsberechnungen nicht enthalten. Zudem ausgeschlossen von der Erhebung sind nicht entnommene Gewinne Selbständiger und Personen in Gemeinschaftsunterkünften, beispielsweise Bewohner eines Pflegeheimes, sowie Obdachlose. Die Größe der Abweichung von den tatsächlichen Einkommen zeigt der Vergleich zwischen den Einkommenssummen der EVS mit den tatsächlichen Einkommenssummen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR).[22][23]

2008 betrug die Abweichung der statistischen Selbständigen- und Vermögenseinkommen in Höhe von 139 Mrd. Euro in der EVS zu der gleichartigen Einkommensumme von 477 Mrd. Euro in der VGR rund 338 Mrd. Euro. Etwa 71 % dieser Einkommen wurden durch die EVS nicht erfasst und sind in den Verteilungsrechnungen und somit in den Ungleichverteilungsmaßen wie dem Gini-Index oder der Reichtumsquote nicht dargestellt. Laut Statistischem Bundesamt „deutet dies auf eine grundsätzliche Problematik der Messung von Selbständigen- und Vermögenseinkommen in (freiwilligen) Haushaltserhebungen hin“.[24]

Einfluss bei politischen Entscheidungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut eines Forschungsberichts von 2016 im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales werden in Deutschland bei politischen Entscheidungen die Präferenzen von sozialen Gruppen unterschiedlich stark berücksichtigt. Ausgewertet wurden dabei Daten aus der Zeit zwischen 1998 und 2015. Es zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang von Entscheidungen zu den Einstellungen von Personen mit höherem Einkommen, aber keiner oder sogar ein negativer Zusammenhang für die Einkommensschwachen.[25]

Einkommensreichtum in Deutschland[26]
Jahr Anteil der
Bevölkerung
Quelle
1998 7 % [18][19][20]
1999 7 % [20]
2000 7 % [20]
2001 8 % [20]
2002 8 % [20]
2003 7–8 % [18][19][20]
2004 5–8 % [21][20]
2005 6–9 % [21][20]

Reichtum in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Vergleiche: Vermögensverteilung in Österreich)

Das Privatvermögen in Österreich betrug im Jahr 2001 rund 581 Mrd. €. Die reichste in Österreich lebende Einzelperson war (verstorben am 5. Oktober 2006) mit 5,4 Mrd. € Friedrich Karl Flick. Der reichste gebürtige Österreicher ist Dietrich Mateschitz. Neben ihnen gibt es noch 350 Menschen in Österreich, die über 10,9 Mrd. € zu ihrem Besitz zählen können und rund 28.000 Euro-Millionäre.

Spitzenverdiener finden sich in Österreich in den Bereichen Privatwirtschaft, Kunst oder auch dem professionell betriebenen Sport. Als Bestverdiener kann mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von ca. 10 Mio. € Siegfried Wolf, Vorstandsvorsitzender der Magna-Austria, ausgemacht werden.

Der statistisch durchschnittliche Österreicher verdient rund 18.750 € nach Abzug der Steuern pro Jahr und die statistisch durchschnittliche Österreicherin rund 12.270 € nach Abzug der Steuern pro Jahr. Dies sind Werte für unselbständig Erwerbstätige ohne Lehrlinge aus dem Jahr 2003.[27]

Unterschiedliche Betrachtungsweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Religionen, Weltanschauungen, Philosophen und indigene Kulturen betrachten materiellen Reichtum skeptisch wie Tendzin Gyatsho, der Dalai Lama
Blendender Reichtum zu Ehren Gottes im katholischen Stift Melk

„Die Liebe zum Besitz ist bei ihnen (den Weißen) wie eine Krankheit. Diese Leute haben viele Gebote erlassen, welche von den Reichen gebrochen werden dürfen, von den Armen jedoch nicht. Sie erheben Abgaben von den Armen und Schwachen, um die Reichen und Herrschenden zu ernähren. (…)“

Die sozialwissenschaftliche Sicht von Reichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ethnologie und Soziologie beschreiben Gesellschaften auch über ihr Verständnis von Reichtum und über die Strukturen und Machtmittel, die sie einsetzen, um diesen Reichtum zu schützen. Überdies kann der Reichtum an Prestige verleihenden Gütern anthropologisch als Grund des Fetischismus untersucht werden. Unter anderem gibt es groteske Fälle, in denen Menschen von ihrem Kontostand oder dem darauf liegenden Geld sexuell erregt wurden (Paraphilie).

Darüber hinaus beobachtet die Sozialwissenschaft die Anhäufung von Reichtum unter dem Aspekt der Verteilung von Ressourcen und damit auch der Machtverteilung. Die moderne Elitesoziologie, insbesondere das Power Structure Research, betrachten die Reichtumsentwicklung sehr kritisch.

Kritik am Reichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits der antike Philosoph Platon verfasste eine umfangreiche Schrift über die Zusammenhänge von Reichtum, einseitiger Machtkonzentration und moralischem Verfall.[29] Der enorme Reichtum Roms wird von Historikern oft als Ursache für den Verfall der römischen Gesellschaft im 1. Jahrhundert v. Chr. gesehen. Heute wird häufig der ausschließlich materielle Reichtumsbegriff kritisiert: Menschen, die einen hohen Lebensstandard genießen, würden leicht ihre „geistige Wachsamkeit“ und ihren „sozialen Reichtum“ einbüßen.[30][31]

Friedrich Nietzsche meint, dass der Reichtum eine aristokratische Rasse erzeuge, weil er erlaube, die schönsten Frauen zu wählen, die besten Lehrer zu bezahlen, Sport zu treiben und sich von verdumpfender körperlicher Arbeit fernzuhalten. Diese Wirkungen entstünden schon bei geringem Reichtum, es gäbe keine Steigerung, auch wenn der Reichtum erheblich gesteigert werde. Armut sei nur für diejenigen nützlich, die ihr Glück im Glanze der Höfe, als Helfer für Einflussreiche oder als Kirchenhäupter suchten.[32]

Eine sehr detaillierte Auseinandersetzung mit den Ursachen des heutigen Reichtumsbegriffes lieferte der Sozialpsychologe Erich Fromm mit seinem 1976 veröffentlichten Werk Haben oder Sein. Er sieht die westliche Kultur als Nährboden für die Existenzweise des „ewigen Säuglings, der nach der Flasche schreit“, statt einer Haltung, die sich produktiv mit der Welt auseinandersetzt und wenig auf materiellen Besitz gibt.[33]

Die Sicht der Weltanschauungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ursprünglichen christlichen Glauben predigte Jesus Christus: „Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in den Himmel“. Im Markusevangelium wollte er zeigen, dass man sich nicht auf seinen Reichtum verlassen soll, wenn es darum geht „das ewige Leben zu erben“ (Mk 10,17b). Unter anderem glauben die meisten Christen, dass Reichtum einen Menschen nicht über andere stellt. Freilich aber ist Reichtum damit nicht per se als negativ deklariert. Christi Wort ist eher im historischen Zusammenhang zu sehen, insofern, als Reichtum zu Jesu Zeit nur auf moralisch-tönernen Füßen stehen konnte, und zwar Ausbeutung und Unterdrückung. Auch ist Reichtum in diesem Zusammenhang als Sinnbild übertriebener Verhaftung im Irdischen zu verstehen. Die Konnotation eines Reichen mit fehlender Moral und fehlender Ausrichtung auf Gott ist hier also angeprangert. Der Reiche hat vielmehr die Verpflichtung, den Armen zu helfen.

Ausgehend vom Determintations- /Prädestinationsdenkens Luthers bzw. Calvins konnotierte die protestantische Mentalität Reichtum als Indiz der Erwählung des Reichen durch Gott (Calvinismus). Der Reiche habe deswegen seinen Reichtum im höchsten Sinne „verdient“. Soziokulturelle Auswirkungen hat dieses Denken bis heute in den Kernländern des Protestantismus wie Großbritannien oder den USA. In Verbindung mit Reichtum wird in protestantisch geprägten Staaten traditionell der Begriff Leistungsgerechtigkeit häufiger gebraucht, als der im Katholizismus übliche Begriff Verteilungsgerechtigkeit.

In Bezug auf den Buddhismus wird Reichtum ähnlich wie im frühen Christentum als Belastung angesehen. Tenzin Gyatso, der derzeitige Dalai Lama, meint: „Genugtuung, Geld auf der Bank zu haben, macht vielleicht im Moment glücklich, doch mit der Zeit hat der Besitzende immer mehr Angst, dass er alles verlieren könnte. Der große Lehrer (Buddha) predigte deshalb Armut, da er darin eine Art von ‚Erlösung‘ sah.“

Auch die Vertreter indigener Völker wenden sich häufig gegen die eurozentrisch geprägten Vorstellungen von Reichtum und Fortschritt. Oftmals widerstrebt materieller Besitz ihren traditionellen Überzeugungen und spirituellen Vorstellungen.[34]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Herbert von Arnim: Das Europa-Komplott. Wie EU-Funktionäre unsere Demokratie verscherbeln. München 2006, ISBN 978-3-446-20726-4
  • Hans-Georg Bensch: Vom Reichtum der Gesellschaften. Kritische Studien 9, Lüneburg 1995
  • Volker Berghahn u. a. (Hrsg.): Die deutsche Wirtschaftselite im 20. Jahrhundert. Essen 2003
  • Daniel Brenner: Grenzenloser Reichtum. Wahrnehmung, Darstellung und Bedeutung von Milliardären. Universitäts- und Landesbibliothek Münster, Münster 2018, ISBN 978-3-8405-0182-1.
  • Zdzislaw Burda u. a.: Wealth condensation in Pareto macroeconomies. In: Physical Review E, Bd. 65, 2002
  • Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (2001) (Hrsg.): Lebenslagen in Deutschland. Der erste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Bonn
  • Jared Diamond: Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften. Frankfurt/M. 2006, ISBN 978-3-596-17214-6
  • Thomas Druyen: Goldkinder. Die Welt des Vermögens. Hamburg 2007, ISBN 978-3-938017-85-2
    • Reichtum und Vermögen. Zur gesellschaftlichen Bedeutung der Reichtums- und Vermögensforschung, Wiesbaden 2009 (in der Google Buchsuche)
  • Christoph Deutschmann (1999): Die Verheißung des absoluten Reichtums. Zur religiösen Natur des Kapitalismus. Frankfurt/M. / New York, ISBN 978-3-593-36253-3
  • Robert H. Frank: Richistan: A Journey Through the American Wealth Boom and the Lives of the New Rich. 2007
  • Chrystia Freeland: Die Superreichen. Aufstieg und Herrschaft einer neuen globalen Geldelite. Westend, Frankfurt 2013, ISBN 978-3-86489-045-1.
  • Eva Maria Gajek; Anne Kurr; Lu Seegers (Hrsg.): Reichtum in Deutschland. Akteure, Netzwerke und Lebenswelten im 20. Jahrhundert, Göttingen. Wallstein Verlag, 2019, ISBN 978-3-8353-3409-0.
  • Dennis Gastmann: Geschlossene Gesellschaft. Ein Reichtumsbericht. Rowohlt Verlag, Berlin, August 2014. ISBN 978-3-87134-773-3.
  • Walter Hanesch, Peter Krause, Gerhard Bäcker u. a.: Armut und Reichtum in Deutschland. Der neue Armutsbericht der Hans-Böckler-Stiftung, des DGB und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Reinbek 2000
  • Ulrike Herrmann, Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen. Westend Verlag. Frankfurt am Main. 2013. ISBN 978-3-86489-044-4
  • Jörg Huffschmid:
    • Die Politik des Kapitals. 4. Aufl., Suhrkamp, Frankfurt 1971
    • Wem gehört Europa? 2 Bde., Heilbronn 1994
  • Michael Jungblut: Die Reichen und die Superreichen in Deutschland. Hoffmann und Campe, Hamburg 1971, ISBN 978-3-455-03690-9
  • Dieter Klein: Milliardäre – Kassenleere. Rätselhafter Verbleib des anschwellenden Reichtums. Berlin 2006, ISBN 978-3-320-02081-1
  • Hans-Jürgen Krysmanski: 0,1 % – Das Imperium der Milliardäre, Westend 2012
  • F. Lundberg: Die Reichen und die Superreichen. Macht und Allmacht des Geldes. Hamburg 1969
  • Loretta Napoleoni: Modern Jihad. Tracing the Dollars Behind the Terror Networks. London 2003
  • Christian Neuhäuser:
  • Kevin Phillips: Die amerikanische Geldaristokratie. Frankfurt/M. / New York 2003
  • Birger Priddat: "Wozu reich sein? Vermögen, Stiftungen, Staat – Die Grundmuster legitimen Reichtums", 111 – 116 in: Lettre International Nr. 98, Herbst 2012
  • Thorstein Veblen: Theorie der feinen Leute. Frankfurt/M. 1997, ISBN 978-3-596-17625-0
  • Ulrich Viehöver: Die EinflussReichen. Henkel, Otto und Co – Wer in Deutschland Geld und Macht hat. Frankfurt/M. 2006, ISBN 978-3-593-37667-7
  • Georg Wailand: Vom Barpianisten zum Billa-Besitzer. In: Die Reichen und die Superreichen in Österreich. Hoffmann und Campe, Hamburg 1982, ISBN 3-455-08948-8, S. 168–170.
  • Wolfgang Zapf: Wandlungen der deutschen Elite. München 1966.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WiktionaryWiktionary: Reichtum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Reichtum – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen: Lemma reich
  2. DWB: reich
  3. The Guardian, Oxfam: 85 richest people as wealthy as poorest half of the world, 20. Januar 2014
  4. The Independent, World's 85 richest people have as much as poorest 3.5 billion: Oxfam warns Davos of ‘pernicious impact’ of the widening wealth gap, 20. Januar 2014
  5. Forscher beweisen: Geld verdirbt den Charakter. In: Frankfurter Rundschau. 28. Februar 2012, abgerufen am 17. September 2019.
  6. Daisy Grewal: How Wealth Reduces Compassion. In: Scientific American. Abgerufen am 12. September 2019 (englisch).
  7. Maia Szalavitz: The Rich Are Different: More Money, Less Empathy. In: Time. ISSN 0040-781X (time.com [abgerufen am 17. September 2019]).
  8. P. K. Piff, D. M. Stancato, S. Cote, R. Mendoza-Denton, D. Keltner: Higher social class predicts increased unethical behavior. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 109, Nr. 11, 13. März 2012, ISSN 0027-8424, S. 4086–4091, doi:10.1073/pnas.1118373109, PMID 22371585, PMC 3306667 (freier Volltext) – (pnas.org [abgerufen am 17. September 2019]).
  9. Lara B. Aknin, Michael I. Norton, Elizabeth W. Dunn: From wealth to well-being? Money matters, but less than people think. In: The Journal of Positive Psychology. Band 4, Nr. 6, November 2009, ISSN 1743-9760, S. 523–527, doi:10.1080/17439760903271421 (tandfonline.com [abgerufen am 17. September 2019]).
  10. Andrew T. Jebb, Louis Tay, Ed Diener, Shigehiro Oishi: Happiness, income satiation and turning points around the world. In: Nature Human Behaviour. Band 2, Nr. 1, 2018, ISSN 2397-3374, S. 33–38, doi:10.1038/s41562-017-0277-0 (nature.com [abgerufen am 17. September 2019]).
  11. Hendrik Ankenbrand, Patrick Bernau: Arme Oberschicht: So lebt das reichste Prozent der Deutschen. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 22. Juli 2018]).
  12. Psychologie und Privilegien - Die unangenehme Wahrheit sozialer Ungerechtigkeit. In: Deutschlandfunk Kultur. Deutschlandradio, abgerufen am 19. Juli 2019 (deutsch).
  13. Reiche werden reicher, Arme werden ärmer - und die Mittelschicht schrumpft. 6. November 2018, abgerufen am 2. August 2019.
  14. Lebenslagen in Deutschland. (Memento des Originals vom 28. März 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sozialpolitik-aktuell.de (PDF) Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. S. 24. Entwurf (Fassung für Ressortabstimmung und Beteiligung von Verbänden und Wissenschaft). 14. Dezember 2004
  15. Martin Greive: Vermögen: Die Zahl der Privatiers in Deutschland steigt rasant. In: Handelsblatt. Abgerufen am 3. September 2019.
  16. Vermögen in Deutschland: Zahl der Privatiers steigt rasant. In: Spiegel Online. 2. September 2019 (spiegel.de [abgerufen am 3. September 2019]).
  17. Bundesbank
  18. a b c d Werkstatt Ökonomie e. V. (Hrsg.): Gibt es überhaupt Armut und Reichtum? Zum gesellschaftlichen Umgang mit Definitions- und Methodenproblemen. Heidelberg 2002, ISBN 3-925910-04-2.
  19. a b c Werte aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS)
  20. a b c d e f g h i Deutscher Bundestag (Hrsg.): Lebenslagen in Deutschland Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. 30. Juni 2008 (PDF).
  21. a b c Werte aus der Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingung (EU-SILC) ohne Wohneigentum
  22. Statistisches Bundesamt: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe – Aufgabe, Methode und Durchführung. S. 9. In: Fachserie 15 Heft 7, Wirtschaftsrechnungen, Artikelnummer: 2152607089004, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, 2013.
  23. Statistisches Bundesamt: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe – Einkommensverteilung in Deutschland. S. 7. In: Fachserie 15 Heft 6, Wirtschaftsrechnungen, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, 2012.
  24. Statistisches Bundesamt: Qualität der Ergebnisse der EVS 2008. In: Fachserie 15, Heft 7, Wirtschaftsrechnungen. Einkommens- und Verbrauchsstichprobe. Aufgabe, Methode und Durchführung. S. 39. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, 2013.
  25. Lea Elsässer, Svenja Hense, Armin Schäfer: Systematisch verzerrte Entscheidungen? Die Responsivität der deutschen Politik von 1998 bis 2015. Hrsg.: Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (= Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung). 2016, ISSN 1614-3639.
  26. Über 200 % des äquivalenzgewichteten Medianeinkommens, Prozentsätze geben Unter- und Obergrenzen der entsprechenden Quellen wieder.
  27. Quelle: Statistik Austria, Lohnsteuerstatistik 2003
  28. T.C. McLuhan: …Wie der Hauch eines Büffels im Winter. Hoffman und Campe, Hamburg 1984. S. 96
  29. Anna Schriefl: Platons Kritik an Geld und Reichtum. Walter de Gruyter, 22. März 2013.
  30. Heinz Abosch: Das Ende der großen Visionen. Junius, Hamburg 1993. S. 124
  31. Edward Goldsmith: Der Weg. Ein ökologisches Manifest. 1. Auflage, Bettendorf, München 1996. S. 365
  32. Friedrich Nietzsche: Der Wanderer und sein Schatten. In KSA Bd. 2 S. 313
  33. Erich Fromm: Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft. München: dtv, 2010, 37. Aufl., 271 S. ISBN 978-3-423-34234-6
  34. Big Mountain Aktionsgruppe e.V. (Hrsg.): Stimmen der Erde. Raben, München 1993.