Reichweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Reichweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Reichweiler hervorgehoben

Koordinaten: 49° 33′ N, 7° 17′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Kusel-Altenglan
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 3,87 km2
Einwohner: 518 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66871
Vorwahl: 06384
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 084
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
66869 Kusel
Website: www.vgka.de
Ortsbürgermeister: Eric Tuerlings
Lage der Ortsgemeinde Reichweiler im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild

Reichweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichweiler liegt am Fuße der preußischen Berge im Westrich an der Grenze zum Saarland. Nachbargemeinden sind Eckersweiler, Herchweiler und Pfeffelbach sowie die Ortschaft Schwarzerden im benachbarten Saarland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1273, als Gräfin Elisabeth von Blieskastel und Bitsch, die Tochter des letzten Grafen von Blieskastel, das Dorf dem Kloster Wörschweiler schenkte. Nach der Aufhebung des Klosters im Jahre 1559 fiel der Ort an das Oberamt Lichtenberg des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken.[2]

Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die alte Ordnung. Der Ort wurde von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs. Reichweiler wurde der Mairie Burglichtenberg des Kantons Kusel im Arrondissement Birkenfeld des Saardepartements zugeordnet.[3] Nach der Niederlage Napoleons und den Vereinbarungen, die auf dem Wiener Kongress getroffenen wurden, kam Reichweiler im Jahr 1816 zum Fürstentum Lichtenberg, einer neugeschaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld beziehungsweise ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Mit diesem fiel es 1834 an Preußen, das aus diesem Gebiet den Kreis St. Wendel schuf. Nach der Abtrennung des Hauptteils an das neugeschaffene Saargebiet entstand 1920 der Restkreis Sankt Wendel-Baumholder, zu dem der Ort bis 1937 gehörte, als er in den Kreis Birkenfeld eingegliedert wurde. 1969 wurde er in den Landkreis Kusel umgegliedert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Reichweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eric Tuerlings (parteilos) wurde am 12. Oktober 2021 Ortsbürgermeister von Reichweiler.[5] Bei der Direktwahl am 26. September 2021 war der Niederländer mit einem Stimmenanteil von 94,7 % gewählt worden.[6]

Der Vorgänger von Tuerlings, Karsten Becker, hatte das Amt am 13. Juni 2014 angetreten.[7] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 81,73 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[8] Im Juli 2021 legte er sein Amt jedoch aus privaten Gründen nieder, wodurch eine Neuwahl erforderlich wurde.[9] Beckers Vorgänger Bernd Hoffmann hatte das Amt 25 Jahre ausgeübt.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Silber und Rot geteilt, oben ein wachsender, rotbewehrter und -bezungter, blauer Löwe, unten eine runde, goldene Scheibe, darin ein schwarzer Dolch über einem Paar schwarzer Stierhörner.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Grenze zu Schwarzerden ist das Mithras-Denkmal zu sehen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden befindet sich die Bundesautobahn 62. Im Ort gibt es zu dieser eine Anschlussstelle.

Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Kleinen Keufelskopf (49° 33′ 10,5″ N, 7° 17′ 59,6″ O) befindet sich ein 137 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG, der wie der unweit gelegene Fernmeldeturm Bornberg ein Typenturm vom Typ FMT 16 ist. Der Fernmeldeturm wird von der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm betrieben.

Fernmeldeturm Reichweiler

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Reichweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Heinz Kirsch: Kurzgefasste Ortsgeschichte. In: regionalgeschichte.net. Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V., abgerufen am 28. Februar 2022.
  3. Reichweiler. Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, abgerufen am 28. Februar 2022.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Thilo Neitsch: Sitzung des Ortsgemeinderates der Ortsgemeinde Reichweiler. 12. Oktober 2021. Ortsgemeinde Reichweiler, 1. Oktober 2021, abgerufen am 28. Februar 2022.
  6. Wolfgang Kreilinger: 94,7 Prozent für Eric Tuerlings. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 26. September 2021, abgerufen am 9. Oktober 2021.
  7. Eine Eiche für die Arbeit. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 18. Juni 2014, abgerufen am 16. Mai 2020.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Kusel-Altenglan, Verbandsgemeinde, 30. Ergebniszeile. Abgerufen am 16. Mai 2020.
  9. Rainer Clos: Rücktritt von Ortsbürgermeister Becker. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 8. Juli 2021, abgerufen am 9. Oktober 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  10. Lena Scherer: Der höchste Berg im Landkreis Kusel. Die Rheinpfalz, 5. März 2015, abgerufen am 16. Mai 2020.