Reihenfeuerpistole

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Stetschkin APS mit montierter Schäftung
HK VP70

Reihenfeuerpistolen sind vollautomatische Kurzwaffen, die aber im Gegensatz zu Maschinenpistolen nicht aus der Schulter, sondern als Pistole genutzt werden. Sie werden meist aus vorhandenen Selbstladepistolen weiterentwickelt, die etwa zur Erhöhung der Feuerkraft auf kurze Entfernungen oder zum Selbstschutz mit einer Reihenfeuerversion ausgestattet wurden. Häufig können dabei Anschlagschäfte montiert werden. Damit ist der Rückstoß zwar besser beherrschbar, die Waffe kann aber nicht mehr verdeckt geführt werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als früheste Reihenfeuerpistole gilt die Steyr M12/P16 aus dem Ersten Weltkrieg. Das erste kommerziell erfolgreiche Modell erschien im Jahr 1928 mit der spanischen Astra 901, worauf Mauser die Version M712 der C96 auf den Markt brachte. Beispiele für seitdem erschienene Reihenfeuerpistolen sind:

Während das sowjetische Modell ursprünglich als militärische Verteidigungswaffe für Panzer- und Artilleriemannschaften vorgesehen war, wurden moderne Reihenfeuerpistolen besonders für den behördlichen Einsatz zum Zweck des Personenschutzes und der Terrorabwehr entwickelt. Im Sinne der Zielsicherheit wird vielfach ein Feuerbegrenzer verwendet. Dadurch können nur kurze Feuerstöße abgegeben werden, die Waffen sind jedoch weitaus besser zu kontrollieren.

Gesetzeslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reihenfeuerpistolen zählen gesetzlich zur Kategorie der automatischen Waffen und sind somit für Zivilpersonen in vielen Ländern verboten oder nur mit Sondergenehmigung zu beschaffen.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist es Privatpersonen verboten, vollautomatische Waffen zu besitzen.[1] Sie gelten als Kriegswaffen. Der Besitz oder Handel mit Kriegswaffen wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren bestraft.

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz fallen Reihenfeuerpistolen gemäss dem Waffengesetz, Artikel 5, unter den Begriff Seriefeuerwaffen, deren Erwerb und Besitz verboten ist. Dies gilt auch für solche, die zu halbautomatischen Waffen umgebaut worden sind. Zudem verbietet das Gesetz das Schiessen mit Seriefeuerwaffen. Die kantonalen Behörden können in begründeten Einzelfällen, z.B. für Sammler, Ausnahmebewilligungen erteilen. Diese Bewilligungen enthalten Vorschriften, welche durch die Behörde regelmässig überprüft werden. So sind u.a. Verschluss und Waffe „getrennt und vor dem Zugriff Dritter geschützt“ aufzubewahren.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anlage 2 (zu § 2 Abs. 2 bis 4) Waffenliste, Abschnitt 1 (Verbotene Waffen), 1.2.1.1. (Vollautomaten)