Reimboldshausen (Kirchheim)

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Reimboldshausen
Gemeinde Kirchheim
Koordinaten: 50° 49′ 8″ N, 9° 31′ 48″ O
Höhe: 275 (274–294) m ü. NHN
Fläche: 1,61 km²[1]
Einwohner: 73 (31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 36275
Vorwahl: 06628
Reimboldshausen aus der Luft gesehen
Der Seepark bei Reimboldshausen

Reimboldshausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Kirchheim im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Der Ort liegt etwa 3,5 km südwestlich des Kirchheimer Kernorts in den Südausläufern des Knüllgebirges. Durchflossen wird das Dorf von der Ibra, an der wenige Hundert Meter westlich des Dorfs in Richtung des Nachbarorts Kemmerode der Ibrastausee (auch Seepark genannt) liegt; Reimboldshausen befindet sich unterhalb des Staudamms.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Reimboldshausen erfolgte im Jahr 1261.[1] Es war Sitz der Herren „von Reinboldeshusen“. Weitere Erwähnungen erfolgenden unten den Ortsnamen:[3] „villa Reimbolshusen“ und „Rumelshusin“ sowie „Rymboldishusen“, dann „Rümmershusen“ und „Rymmelshausen“, sowie „Römelshusen“ zu „Grimmelshausen“ und letztlich zum heutigen Namen. Von 1431 bis 1531 war das Dorf eine Wüstung.

Territorialgeschichte und Verwaltung im Überblick

Zum 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Reimboldshausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Kirchheim eingegliedert.[4][5] Für Reimboldshausen, wie für alle bei der Gebietsreform nach Kirchheim eingegliederten Gemeinden sowie für die Kerngemeinde, wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[6]

Das Dorf war am 22. August 1977 gegen 15:00 Uhr von einem Dammbruch der Staumauer des Ibrasees betroffen. Der Hochwasser-Stauinhalt von 500.000 m³ Wasser ergoss sich in einer bis zu drei Meter hohen Flutwelle durch das Tal.

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Reimboldshausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][7]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Reimboldshausen 81 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 18 Einwohner unter 18 Jahren, 30 zwischen 18 und 49, 15 zwischen 50 und 64 und 18 Einwohner waren älter.[10] Die Einwohner lebten in 30 Haushalten. Davon waren 3 Singlehaushalte, 9 Paare ohne Kinder und 12 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 6 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 18 Haushaltungen lebten keine Senioren.[10]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reimboldshausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2015
Jahr  Einwohner
1834
  
92
1840
  
93
1846
  
101
1852
  
95
1858
  
90
1864
  
106
1871
  
78
1875
  
67
1885
  
79
1895
  
65
1905
  
70
1910
  
73
1925
  
70
1939
  
80
1946
  
120
1950
  
115
1956
  
87
1961
  
66
1967
  
71
1970
  
76
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2006
  
86
2010
  
83
2011
  
81
2015
  
69
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Zensus 2011[10]
Ab 2006 Daten jeweils zum Stichtag 31. Dezember des jeweiligen Jahres ohne Nebenwohnsitze[2]

Historische Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1885: 79 evangelische (= 100 %) Einwohner[1]
• 1961: 58 evangelische (= 87,88 %), 4 katholische (= 6,06 %) Einwohner[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmale des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Reimboldshausen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Reimboldshausen führt die Kreisstraße 32 (Kemmerode–Reimboldshausen–Gershausen). Auf seinem Weg von Bad Hersfeld nach Kirchheim fährt der Bürgerbus montags bis freitags durch den Ort. Hier verkehrt auch das AST.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Reimboldshausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b Einwohnerzahlen. (PDF; 139 kB) In: Webauftritt. Gemeinde Kirchheim, abgerufen im Oktober 2020.
  3. Ortsteil Reimboldshausen. In: Webauftritt der Gemeinde Kirchheim. Abgerufen im November 2021.
  4. Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 39 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 396.
  6. Hauptsatzung. (PDF; 26 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Kirchheim, abgerufen im Oktober 2020.
  7. Michael Rademacher: Land Hessen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: treemagic.org.
  8. Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 79 f. (online bei Google Books).
  9. Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.
  10. a b c Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 18 und 74;.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]