Reiner Rummel

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Reiner Rummel (* 3. Dezember 1945[1] in Landshut, eigentlich Reinhard Rummel) ist Professor für Astronomische und Physikalische Geodäsie an der Technischen Universität München.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinhard Rummel studierte Vermessungswesen an der Technischen Hochschule München[2] und promovierte 1974 an der TU Darmstadt. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt an der Ohio State University war er von 1976 bis 1978 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Geodätischen Forschungsinstituts.

1980 wurde er als Professor für Physikalische Geodäsie an die Technische Universität Delft berufen. 1993 wurde er zum Professor für Astronomische und Physikalische Geodäsie der Technischen Universität München berufen und leitete als Nachfolger von Rudolf Sigl das gleichnamige Institut bis 2009.

Nach verschiedenen Arbeiten in der Höheren Geodäsie und Anwendungen neuer Techniken in der Satellitengeodäsie ist er in das Grund-, Fach- und Vertiefungsstudium aus Geodäsie und Geoinformation eingebunden. Seine weiteren Spezialgebiete sind u. a.:

Reinhard Rummel gehört zu den wichtigsten Vertretern der modernen gradiometrischen Messverfahren und ist ein maßgeblicher Mitinitiator der ESA-Satellitenmission GOCE. Er ist auch Initiator und Namensgeber des globalen Erdbeobachtungs-Systems IGGOS (Birmingham 1999).

Rummel wohnt in München.[1]

Mitgliedschaften und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997 wurde er als ordentliches Mitglied in die Bayerische Akademie der Wissenschaften gewählt[3], wo er als Vorsitzender der Kommission für Erdmessung und Glaziologie fungiert[4]. 2004 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[5] Rummel ist ebenfalls Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.

2005 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Graz[6] und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.[7]

Für sein internationales Engagement im Bereich der Physikalischen Geodäsie und Satellitengravimetrie wurde ihm 2008 der Bayerische Verdienstorden[8] und 2010 der Bayerische Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst[9][10] verliehen. Vom DVW – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V., dessen Mitglied er ist, wurde er für seine Leistungen um das deutsche und internationale Vermessungswesen im Jahr 2013 mit dem DVW-Preis ausgezeichnet.[11] Für 2016 wurde ihm die Carl-Friedrich-Gauß-Medaille zugesprochen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b zfv – Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, 135. Jg., Nr. 6/2010, ISSN 1618-8950, S. n-100
  2. 1970 umbenannt in Technische Universität München.
  3. Prof. Dr. Reinhard Rummel, ordentliche Mitglieder der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  4. http://www.bek.badw-muenchen.de/mitgl.html
  5. Mitgliedseintrag von Reiner Rummel (mit Bild) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 16. Juli 2016.
  6. http://presse.tugraz.at/pressemitteilungen/2005/28.01.2005.htm
  7. http://www3.uni-bonn.de/die-universitaet/informationsquellen/presseinformationen/2005/361
  8. http://portal.mytum.de/pressestelle/meldungen/news_article.2008-07-11.2638287329
  9. Terminhinweis: Seehofer zeichnet 12 verdiente Persönlichkeiten mit dem Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst aus (Memento vom 27. September 2011 im Internet Archive) Pressemitteilung vom 18. Oktober 2010
  10. zfv – Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, 136. Jg., Nr. 2/2011, ISSN 1618-8950, S. 123
  11. zfv – Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, 138. Jg., Nr. 6/2013, ISSN 1618-8950, S. n-99