Reinhard Knodt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Reinhard Knodt (* 13. Oktober 1951 in Dinkelsbühl) ist ein deutscher Schriftsteller und Philosoph.

Reinhard Knodt(2016)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinhard Knodt studierte Philosophie und Literaturwissenschaft bei Hans-Georg Gadamer, Manfred Riedel und Gerhard Neumann. 1978 begann er seine Laufbahn als Lecturer für Mittelalterdichtung am jesuitischen Priestercolleg Maynooth (Dublin). Danach lehrte er als wissenschaftlicher Angestellter neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Bayreuth und als wissenschaftlicher Rat für Philosophie von 1985 bis 1992 an der Universität Erlangen-Nürnberg. Nach einem USA-Aufenthalt an der Pennsylvania-State-University 1992 bei Ivan Illich vertrat er einen Lehrstuhl für Kunstphilosophie an der HDK Kassel für Hannes Böhringer. 1992 wurde er fester Hausautor des Bayerischen Rundfunks und begann literarisch zu veröffentlichen. 1985 bis 1990 war er Mitherausgeber der Nürnberger Blätter. Mit der Veröffentlichung des Buches Ästhetische Korrespondenzen wurde er 1993 vom Reclam-Verlag in die Reihe der „Philosophen des 20. und 21. Jahrhunderts“ aufgenommen. 1995 begründete er die Nürnberger Autorengespräche zusammen mit Peter Horst Neumann, dem Direktor der Literaturabteilung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seit 2005 lebt Reinhard Knodt als freier Schriftsteller und Philosoph in Berlin, wo er bis 2013 Kunstphilosophie an der Universität der Künste lehrte. Unter seinen literarischen und philosophischen Veröffentlichungen ist vor allem Der Atemkreis der Dinge – Einübung in die Philosophie der Korrespondenz zu nennen. Reinhard Knodt hält freie Seminare für Liebhaber an besonderen Orten („Philosophie für Kreative“) und pflegt ein von ihm gegründetes Zentrum für angewandte Philosophie in Süddeutschland.[1]

Preise / Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Philosophische Bücher:
  • Friedrich Nietzsche – die ewige Wiederkehr des Leidens. Selbstverwirklichung und Freiheit als Problem seiner Ästhetik und Metaphysik. Dissertation Universität Erlangen-Nürnberg 1983 / Berlin, Bouvier 1987, ISBN 3-416-01932-6.
  • Ästhetische Korrespondenzen. Denken im technischen Raum. Reihe Deutsche Gegenwartsphilosophie in der Universal-Bibliothek, Nr. 8986. Reclam, Stuttgart 1994, ISBN 3-15-008986-7.
  • Der Atemkreis der Dinge – Einübung in die Philosophie der Korrespondenz. Verlag Karl Alber, November 2017, ISBN 978-3-495-48864-5.
  • Thinking Dwelling – On the Aesthetical Deficiences of Modern Architecture. Ue. Mathew Pritchard, Cambridge 2011 (Kindle e-Book).
  • Schmerz – Acht Philosophisch-poetische Miniaturen. Berlin 2014. 2. erw. Auflage Berlin 2017, ISBN 978-3-941524-39-2.
  • Atmosphäre und Fest – Über einige vergessene Gegenstände des guten Geschmacks. Grin 2009 (ebook).

Literarische Bücher

  • Gott, Liebe oder die Reinhaltung der Luft. Kurzprosa. Zeichnungen von Michael Gölling. Original Hersbrucker Bücherwerkstätte, 1984.
  • Das Haus, Roman. Dagyelí, Berlin 1987, ISBN 3-924320-59-4.
  • Undinen – Unmögliche Liebesgeschichten. 18 Erzählungen und ein poetischer Essay zum Undinenmythos. Klappenbroschur mit Übermalungen von Gabriela Dauerer. PalmArtPress Berlin, ISBN 978-3-941524-63-7.
  • Aber so kommen Sie doch mit hinunter zum Fluss! Skizzen einer minimalistischen Reise. Fotografien von Jürgen Schabel. Gillitzer und Müller, Nürnberg 1998, ISBN 3-932919-01-7. 2. Auflage und Neudruck bei PalmArtPress Berlin 2014 (Leinenausgabe), ISBN 978-3-941524-57-6.
  • Brief an den Turmschreiber – Über Abenberg, Gott und die Welt. Literarische und philosophische Bemerkungen zu einer Stadtschreiberschaft mit Fotografien von Horst Schäfer, Horst Binder und Michaela Moritz. Gillitzer und Müller, Abenberg 2008, ISBN 978-3-9807896-2-2.
  • Reinhardt Knodt, Jack Withers (Hrsg.): Zwei Sprachen – zwei Städte. Dichter aus Glasgow und Nürnberg schreiben = Two tongues – two towns. Gemeinschaftsproduktion von: Open Circle (Glasgow) und Stadt Nürnberg. Übersetzer: Donal McLaughlin and Ulrike Seeberger. Dagyeli, Berlin 1988, ISBN 3-924320-75-6.
  • Uwe Lichtenberg, Thomas Hierl, Reinhard Knodt: Fürth – Begegnungen mit einer Stadt. 1989, ISBN 3-926484-33-0 (Bildband mit Texten).
  • Legenden. Oratorium. Musik: Hans Kraus-Hübner; UA 13. September 2002. Heidenheim.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedhelm Sikora: Reinhard Knodt. In: Walther Killy (Hg.): Literaturlexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache. Band 6. Bertelsmann-Lexikon Verlag, München 1986 ff., S. 412 ff.
  • Reinhard Knodts Philosophie – Nachsommer des Denkens. In: Der Spiegel 26/1996 (im Netz).
  • Steffen Radlmaier: Literatur (Essay). In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 1999, ISBN 3-921590-69-8, S. 636 f.
  • Clemens Wachter: Literaturpflege in Nürnberg nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, 88. 2001, S. 255–262, hier S. 262.
  • Andreas Sichelstiel: Ein offenes Haus für Künstler direkt am Fluss. Röthenbach: Im Schackenhof leben, arbeiten und feiern Musiker, Dichter und Maler seit genau 15 Jahren. In: Pegnitz-Zeitung vom 14. April 2010, S. 7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website Schnackenhof