Reinhard Mocek

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Reinhard Mocek (* 12. November 1936 in Chemnitz) ist ein deutscher Wissenschaftshistoriker.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mocek studierte nach dem Abitur in Borna bei Leipzig von 1954 bis 1959 an der Karl-Marx-Universität Leipzig Philosophie, u. a. bei Ernst Bloch und Klaus Zweiling, mit dem Zweitfach Biologie. Danach war er Assistent und Aspirant am dortigen Institut für Philosophie. 1965 wurde er an der Martin-Luther-Universität Halle mit der Arbeit „Philosophische und wissenschaftshistorische Aspekte der Entwicklungsmechanik“[1] promoviert. Danach war er Dozent am Philosophischen Institut der MLU, wo er 1970 mit der Arbeit „Die Ideologiefunktion der Philosophie gegenüber der modernen Naturwissenschaft“[2] habilitierte.

Von 1970 bis 1991 war er Professor und Leiter des Zentrums für Wissenschaftsgeschichte und -theorie. Hier gab er die Arbeitsblätter zur Wissenschaftsgeschichte heraus.[3] Er wurde auch Vorsitzender der 1983 innerhalb der Historiker-Gesellschaft der DDR gebildeten Fachkommission Wissenschafts- und Technikgeschichte.

In der Vorweihnachtszeit 1990 beklagte er die Abwicklung der Geistes- und Sozialwissenschaften der DDR.[4] Von 1990 bis 1993 hatte er Gastprofessuren in Konstanz und Bremen und war 1991 an einem ABM-Projekt am Luisenstädtischen Verein Berlin beteiligt.

1993 wurde er Forschungsmitarbeiter an der Universität Bielefeld und von 1998 bis 1999 Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte Berlin. 2011 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Academia Europaea gewählt.[5]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurzvita in: Reinhard Mocek; Johann Christian Reil (1759–1813); 1995; S. 254
  • Stefania Maffeis: Zwischen Wissenschaft und Politik: Transformationen der DDR-Philosophie; S. 262 (Online)
  • Formendes Leben, Formen des Lebens : Philosophie - Wissenschaft - Gesellschaft : Festschrift für Reinhard Mocek zum 80. Geburtstag; 2016[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=2352
  2. http://gso.gbv.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=045438927 Hab.Schr. v. 29. Jan. 1969; Umfang: 313 gez. Bl
  3. http://gso.gbv.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=307833984
  4. https://www.neues-deutschland.de/artikel/288493.reinhard-mocek.html
  5. Mitgliederverzeichnis: Reinhard J. Mocek. Academia Europaea, abgerufen am 7. Juli 2017 (englisch).
  6. http://www.hallescher-verlag.de/assets/Uploads/leseproben/9783929887440LP.pdf. Accessed: 2017-04-29. (Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/6q5MtsARb)