Reinhard Schaletzki

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Reinhard Schaletzki
Spielerinformationen
Geburtstag 21. Mai 1916
Geburtsort GleiwitzDeutsches Reich
Sterbedatum 20. März 1995
Sterbeort Deutschland
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
VfB 1910 Gleiwitz
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
bis 1937
1937–1943
1943–1945
1945–1951
VfB 1910 Gleiwitz
Vorwärts RaSpo Gleiwitz
Breslauer SpVgg 02
Stuttgarter Kickers
11 (7) (DM-Endrunde)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1939 Deutschland 2 (1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Reinhard "Schalle" Schaletzki (* 21. Mai 1916 in Gleiwitz; † 20. März 1995) war ein deutscher Fußballspieler der im Jahre 1939 zwei Einsätze in der Nationalmannschaft des DFB unter Trainer Sepp Herberger absolvierte.

Der Oberschlesier bestritt die zwei Länderspiele gegen Norwegen und Estland für Vorwärts-Rasensport Gleiwitz. Der spielstarke Halbstürmer stand mit Gleiwitz auch mehrmals während der Gauliga-Ära in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Mit Ernst Plener hatte er einen Nationalmannschaftskameraden und Mitspieler in seiner Gastspielzeit bei der Breslauer SpVgg 02 im Jahre 1943. Mit dem Daxlander August Klingler entwickelte sich während dieser Zeit eine enge Freundschaft die dann am 26. August 1943 dazu führte, dass er als Trauzeuge von Klingler in Karlsruhe weilte. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte er von 1945 bis 1949 bei den Stuttgarter Kickers in der Oberliga Süd. Er brachte es auf 89 Spiele mit 41 Toren. Dabei ragte die Runde 1947/48 mit den erzielten 113 Toren und dem damit erreichten 3. Rang im Süden heraus. Vorübergehenden Ärger hatte es im Frühjahr 1947 gegeben, als Schaletzki während einer Sperre heimlich zwei Privatspiele für den VfL Freiburg bestritt[1].

Der Buchautor und Sportjournalist Hans Blickensdörfer schreibt über den „Hundert-Tore-Sturm“ im KICKERS-Jubiläumsbuch:

„Nie möchte ich die Erinnerung an die überfüllte Straßenbahn missen, die über die Neue Weinsteige hinunterquietschte in die mit traurigen Ruinen heraufgrüßende Stadt. Da saßen und standen heiß diskutierende Männer und Halbwüchsige, deren Augen nicht vom Alkohol glänzten, und auf ihren Zungen ließen sie Tore zergehen, die nirgendwo schöner und zahlreicher geschossen wurden als in Degerloch. Es ist ein Jammer, daß es kein Videoband gibt, das Leute, die nur das athletische Hick-Hack unserer Tage kennen, aufklären könnte über das Raffinement, mit dem Tore produziert wurden auf diesem Platz, als man noch von keinem Fernsehturm hinuntergucken konnte.“

Neben Schaletzki standen zu dieser Zeit bei den „Blauen“ auch noch die Altnationalspieler Albert Sing, Edmund Conen und Helmut Jahn auf dem Feld bzw. im Tor.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sport (München), Nr. 17/1947, Seite 7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]