Reinhard Stumpf (Fußballspieler)

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Reinhard Stumpf
Personalia
Geburtstag 26. November 1961
Geburtsort LieblosDeutschland
Größe 190 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
SpVgg Dietesheim
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1984–1985 Kickers Offenbach 21 (-)
1985–1986 Karlsruher SC 9 (1)
1986–1989 Kickers Offenbach 63 (2)
1989–1992 1. FC Kaiserslautern 65 (1)
1992–1994 Galatasaray Istanbul 44 (2)
1994–1996 1. FC Köln 21 (-)
1996 Brumell Sendai ? (?)
1997 Hannover 96 9 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1997–2000 1. FC Kaiserslautern (Co-Trainer)
2000–2002 1. FC Kaiserslautern
2003–2004 1. FC Kaiserslautern (Co-Trainer)
2004–2005 VfL Wolfsburg (Co-Trainer)
2005–2007 Galatasaray Istanbul (Co-Trainer)
2007 Gençlerbirliği Ankara
2009–2011 al-Hilal (Co-Trainer + U-21)
2011–2012 CS Sfax
2012 Wacker Burghausen
2013 al-Hilal U-21
2014–2015 al-Shabab
2015–2016 al-Ettifaq
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Reinhard Stumpf (* 26. November 1961 in Lieblos) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und jetziger Fußballtrainer.[1]

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stumpf war insgesamt 13 Jahre als Profi aktiv. Bei Kickers Offenbach absolvierte er 1984 in der 2. Bundesliga seine ersten Einsätze. Nach einem Abstecher zum Karlsruher SC kehrte er 1987 noch einmal zu den Offenbachern zurück. 1989 holte ihn der 1. FC Kaiserslautern in die Bundesliga. Mit den Pfälzern wurde er 1990 unter Trainer Karl-Heinz Feldkamp Pokalsieger. Nur wenige Stunden zuvor gewann seine Schwester Daniela Stumpf an selber Stelle mit dem FSV Frankfurt den DFB-Pokal der Frauen. 1991 folgte die Deutsche Meisterschaft. In jener Saison nahm er an 21 der 34 Ligaspiele teil, in denen Kaiserslautern allerdings nur eine der fünf Saisonniederlagen einfuhr.

1992 wechselte er zusammen mit Feldkamp in die Türkei zu Galatasaray Istanbul, wo er 1993 die Meisterschaft und den Pokal gewann und im Jahr darauf unter Reiner Hollmann, Assistenztrainer Feldkamps bei der Kaiserslauterner Meisterschaft, den Supercup und erneut den Meistertitel holte.

Nach diesen Erfolgen kehrte er 1994 wieder nach Deutschland zurück. Beim 1. FC Köln kam er in den nächsten beiden Spielzeiten noch zu 21 Bundesligaeinsätzen. Im August 1996 ging er bis zum Jahresende nach Japan, wo er bei Brummell Sendai in der zweiten Liga spielte. Zurück in Deutschland schloss er sich 1997 dem Team von Hannover 96 an, das in der Vorsaison von der 2. Bundesliga in die Regionalliga abgestiegen war. Mit der talentierten Mannschaft, zu der unter Anderen die jungen späteren Nationalspieler Fabian Ernst, Gerald Asamoah und Otto Addo gehörten, bestritt er von Februar bis zum Saisonende noch neun Partien in der Regionalliga Nord und erzielte die Meisterschaft. In den beiden Relegationsspielen gegen Energie Cottbus, bei denen Stumpf nicht mitspielte, war der direkte Wiederaufstieg von Hannover jedoch nicht erfolgreich. Im Alter von 35 Jahren beendete er seine Karriere als aktiver Fußballspieler.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahtlos begann er seine Trainerlaufbahn im Oktober 1997 als Assistenztrainer von Otto Rehhagel beim 1. FC Kaiserslautern. Nach dessen Rücktritt im Oktober 2000 wurde er offizieller Cheftrainer unter dem nicht hinreichend lizenzierten Teamchef Andreas Brehme. Im Juli 2002 wurde er fristlos entlassen, nachdem er sich vermutlich mit Brehme wegen Kompetenzstreitigkeiten überworfen hatte. „Das ist schon eine Rückendeckung für mich. Die Zeiten, in denen die Spieler sich bei mir über Reinhard Stumpf ausgeweint haben, sind jetzt vorbei“, meinte Brehme in der Bild-Zeitung. Bereits nach dem dritten Spieltag der neuen Saison wurde auch er entlassen und trat der Vorstandsvorsitzende zurück.

In der Zeit von Dezember 2002 bis Mai 2007 begleitete er als Assistenztrainer den belgischen Coach Eric Gerets, zunächst bis Februar 2004 beim 1. FC Kaiserslautern, die ihn nach seiner Entlassung wieder zurückgeholt hatten, dann bis 2005 beim VfL Wolfsburg. Letzte Station dieses Gespanns war ein zweijähriges Engagement beim türkischen Traditionsverein Galatasaray Istanbul, mit dem sie in der Saison 2005/2006 türkischer Meister wurden.

Im September 2007 übernahm Stumpf nach sechs Spieltagen als Nachfolger von Fuat Çapa den Cheftrainer-Posten bei Gençlerbirliği Ankara, die sich zu diesem Zeitpunkt auf Platz 14 befanden. Nach vier weiteren Spieltagen war der Verein auf Platz 15, einen über der Abstiegszone, und Bülent Korkmaz ersetzte wiederum Stump. Gençlerbirliği beendete die Saison auf Platz 15.

Ab August 2009 war er erneut Assistenztrainer von Eric Gerets, mit dem er gemeinsam nach Riad zu dem Al-Hilal Saudi Club in die Saudi Professional League ging. Dort gewannen sie 2010 die saudische Meisterschaft sowie den Crown Prince Cup. Nach dem Weggang von Gerets im Oktober 2010 war er Interims-Chefcoach der Mannschaft, bevor er im November 2010 die U21-Mannschaft des Klubs übernahm.

Im September 2011 begann er seine Arbeit als Cheftrainer beim tunesischen Fußballverein Club Sportif Sfaxien. Aufgrund großer Unzufriedenheit kündigte er seinen Vertrag beim mehrmaligen tunesischen Meister Anfang Januar 2012.[2]

Von Januar 2012 an war er Cheftrainer des bayrischen Drittligisten Wacker Burghausen.[3] Nachdem er seine Vorstellungen zur sportlichen Ausrichtung und den Perspektiven geäußert hatte, wurde die Zusammenarbeit beendet.[4]

Im Juli 2013 übernahm er erneut die U21-Mannschaft von Al-Hilal in Riyadh, Saudi-Arabien. Im Sommer 2014 wurde er für ein Jahr Chefcoach bei Al Shabab FC in Riad. Danach für ein Jahr Trainer, bzw. Sportdirektor bei al-Ettifaq, Saudi-Arabien.

2018 war er für acht Monate ehrenamtlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Kickers Offenbach

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler

Als Trainer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://reinhardstumpf.de/trainer.html
  2. Meine Beweggründe für die Kündigung bei CSS, stumpfis.wordpress.com, 5. Januar 2012.
  3. Reinhard Stumpf wird neuer Trainer beim SVW, abgerufen am 28. Dezember 2017
  4. „Das Aus und die Folgen“ und „Unprofessionell und wenig respektvoll“; kicker-Sportmagazin vom 10. Mai 2012