Reinhard Zöllner

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Reinhard Zöllner (* 22. Juli 1961 in Bloemfontein, Südafrika) ist ein deutscher Historiker und Japanologe.

Zöllner studierte Geschichtswissenschaft und Latein in Kiel sowie Japanologie in Hamburg und an der Sophia-Universität in Tokio/Japan. 1992 promovierte er in Kiel bei Hermann Kulke und Werner Paravicini. 1997 wurde Zöllner in Trier im Fach Japanologie habilitiert. Im selben Jahr wurde er Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Modernen Japan an der Universität Halle-Wittenberg. Von 1999 bis 2008 war er der Inhaber des einzigen deutschen Lehrstuhls für die Geschichte Ostasiens an der Universität Erfurt. Von 2003 bis 2004 war Zöllner Gastprofessor an der University of Michigan (USA). Einen Ruf an die Universität Zürich lehnte er ab. Seit April 2008 ist er Professor für Japanologie an der Universität Bonn.

Sein Hauptarbeitsgebiet ist die Geschichte des frühmodernen und modernen Japan sowie die Geschichte Ostasiens. Dabei erforscht er besonders die Entwicklung moderner Wahrnehmungen der Welt, Mentalitäten und Lebensformen vor dem Hintergrund der kulturellen und religiösen Traditionen Japans. Für ihn steht die aktive Mitwirkung der Japaner an der Gestaltung der Moderne, insbesondere ihre führende Rolle bei der Konstruktion der modernen Weltregion Ostasien, im Vordergrund.

Zöllner gibt die Erfurter Reihe zur Geschichte Ostasiens heraus.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]