Reinhart R. Wolke

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Reinhart Robiyan Wolke, geboren als Reinhart Wolke (geboren am 27. Mai 1934 in Ústí nad Labem; gestorben am 18. Dezember 2005 in Bandung, Java) war ein deutscher Maler und Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plastik "Blumen am Wege" im Klinikum Großhadern
Skulptur in der Elsenheimerstraße, München

Wolke war der Sohn von Hedwig und Arthur Wolke und verbrachte seine Kindheit in Böhmen an der Elbe im heutigen Tschechien. Nach dem Zweiten Weltkrieg floh die Familie nach Weimar. Wolke absolvierte nach der Schule eine Lehre im Malerhandwerk.

1953 zog er in die Bundesrepublik. Es folgten weite Reisen zu Fuß oder mit dem Fahrrad in über 30 Länder in Asien, Afrika und Europa.[1] Ab 1963 studierte er als Meisterschüler bei Robert Jacobsen Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München und erhielt ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Künstlerische Keramik erlernte er bei Franz Eska.[2] 1967, 1969 und 1970 nahm er an der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst teil.[3][4][5] 1974 zog er mit seiner Familie von Planegg bei München in das ehemalige Schulhaus von Osterzhausen, wo er 14 Jahre lebte und arbeitete.[6][7]

Wolkes Schaffen war geprägt durch die Eindrücke seiner Reisen, wobei er sich mit verschiedenen Materialien und künstlerischen Techniken auseinandersetzte.[8] Hierbei entstanden Großplastiken, Wandreliefs, Brunnen, Kachelöfen, Grabmäler sowie Gartengestaltungen im öffentlichen wie auch im privaten Raum.

1989 verlegte er seinen Lebensmittelpunkt in das zentrale Hochland der indonesischen Insel Java. Dort entstanden von ihm gestaltete Häuser und Möbel, Skulpturen, Aquarelle und Bücher.[9] Am 18. Dezember 2005 starb Reinhart R. Wolke. Das „R.“ stand für seinen indonesischen Namen Robiyan.[1]

Die erste postume Ausstellung seiner Werke fand im Mai 2009 in der Aichacher Werkstatt-Galerie Schiele statt.[7][9]

Kunstwerke im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kataloge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johanna Müller: Bildhauer Reinhart Wolke: Arbeiten 1969–1979.
  • Graphik Reinhart Wolke 1963–1982: Radierungen. Zeichnungen. Linolschnitte. Osterzhausen-Pöttmes o. J.
  • Von Nil zu Nil. Eine Reise. Osterzhausen-Pöttmes 1984.
  • Aquarell-Impressionen: Reinhart Wolke. Abreißkalender; Korsch, Gilching 1993–1994

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reinhart Wolke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Reinhart Wolke – Vita. Galerie Schimming – Kunstclub Hamburg.
  2. Silvia Eckert-Wagner: Veredelte Naturmaterialien. In: Augsburger Allgemeine. 21. November 2008.
  3. Grosse Kunstausstellung München 1967. Haus der Kunst, München 1967, S. 128.
  4. Grosse Kunstausstellung München 1969. Haus der Kunst, München 1969, S. 131.
  5. Grosse Kunstausstellung München 1970. Haus der Kunst, München 1970, S. 135.
  6. Victorine Jeanty: Pöttmes – ein Nährboden für die Kunst. (Memento des Originals vom 22. Februar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.augsburger-allgemeine.de In: Augsburger Allgemeine. 1. Februar 2011.
  7. a b Gerlinde Drexler: Bilder, die Freude am Leben ausstrahlen. In: Augsburger Allgemeine. 19. Mai 2009.
  8. Arbeit und Weltanschauung des Weltenbummlers Reinhart Wolke, Künstlerporträt in Zwischen Spessart und Karwendel des BR Fernsehens, 8. Januar 1983.
  9. a b Berndt Herrmann: Die Farben des Paradieses. In: Donaukurier. 28. Mai 2009.
  10. Antonia Heil: Grafing: Kunst als Heilmittel. In: Süddeutsche Zeitung. 23. September 2016.
  11. Sylt life: Kunstclub Hamburg präsentiert zeitgenössische Künstler und Bildhauer unter freiem Himmel. (Memento vom 31. März 2017 im Internet Archive) 4. Juni 2014, Nr. 23, 16. Jahrgang, S. 58. Abgerufen am 30. März 2017.